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Medienpreis Tauberfranken 2012

 
   
Zum vierten Mal hat die Tauber-Zeitung zusammen mit Sparkasse und Stadtwerk Tauberfranken den Medienpreis übergeben. Die Auszeichnung würdigt die Vielfalt im Taubertäler Ehrenamt. Unsere Ortsgruppe erhielt in der Kategorie Umwelt und Energie einen Sonderpreis in Höhe von 250 Euro.  
   
 
   
Preisübergabe Günter Schade, Naturschutzwart und Paul Gehrig, Stadtwerk-Geschäftsführer (v.l.n.r.)  
   
Nähere Informationen:

Tauber Zeitung Artikel 12.09.2012
"Ortsgruppe Weikersheim für Medienpreis nominiert"
570 Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins gibt es im Ländle, im Burgberg-Taubergau sind es 17. Eine davon ist die Ortsgruppe Weikersheim. Die hat die Patenschaft über ein Grundstück übernommen. weiterlesen

Tauber Zeitung Artikel 20.10.2012
"Breite Vielfalt im Ehrenamt"
Zum vierten Mal hat die Tauber-Zeitung zusammen mit Sparkasse und Stadtwerk Tauberfranken den Medienpreis übergeben. weiterlesen

Tauber Zeitung Artikel 22.10.2012
"Ehrenamt lohnt für alle"
In seinem vierten Jahr gestaltete sich die Verleihung des Medienpreises Tauberfranken etwas anders als in den Vorjahren. weiterlesen

 
     
   

 Naturschutzarbeiten in der Steinriegellandschaft

 
März 2012: Im Naturschutzgebiet entlang der Pfitzinger Straße hat die Ortsgruppe Weikersheim des Schwäbischen Albvereins auf Anregung von Naturschutzwart Günter Schade eine Fläche von rund 55 ar bearbeitet. Die von der Stadt gepachtete Fläche inmitten der in Weikersheim einzigartigen Steinriegellandschaft, soll wieder in ihren ursprünglichen Zustand, nämlich in eine ökologisch wertvolle Magerwiese, versetzt werden. Ziel ist es, auf dieser Wiese wieder seltene Pflanzenarten wie Aufrechte Trespe, Wiesenknopf, Wiesensalbei, Wundklee und Zittergras, vor allem aber Orchideen und die Küchenschelle anzusiedeln.

Arbeitsgruppe mit Bürgermeister Kornberger, Weikersheim (4.v.l.)
und Herrn Flad (Landratsamt Main-Tauber-Kreis) (3.v.l.)

Dazu haben Mitglieder der Ortsgruppe und auch weitere freiwillige Helfer viel Kraft und Zeit aufgewendet. Von Ende Dezember bis Ende Februar wurden rund 300 Stunden aufgewendet. All dies im Ehrenamt! Die Arbeit war ziemlich Kräfte zehrend, da die Fläche völlig verwachsen war und von dickem Buschwerk, Hecken und Bäumen befreit werden musste.
Begleitet wurde diese Maßnahme vom Landschaftspflegeverband und seinem Geschäftsführer Herrn Lorenz Flad vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis.
Beim Vorort-Termin mit Bürgermeister Klaus Kornberger präsentierte die Ortsgruppe die bearbeitete Fläche und Friedrich Sackmann, der Vorsitzende der Ortsgruppe Weikersheim im Schwäbischen Albverein, dankte den tatkräftigen Männern sehr für ihre Mühe. „Es war ein toller Zusammenhalt und darauf sind wir sehr stolz“, bekräftigte er.
Klaus Kornberger dankte den fleißigen Helfern ebenfalls sehr für ihr ehrenamtliches Engagement. Weikersheim sei umgeben von einer wunderbaren Kulturlandschaft, die ein wertvolles Erbe darstelle und unbedingt erhalten werden müsse. Er dankte auch dem Landschaftspflegeverband und Lorenz Flad für die fachliche Begleitung. Er freue sich, dass nun wieder Platz geschaffen wurde für die bunte Pflanzenwelt, die bald auf dieser Magerwiese blühen werde. Diese bearbeite Fläche sei auch für die Ortsgruppe eine aussagekräftige Visitenkarte, die der gesamten Stadt zugute käme, so das Stadtoberhaupt.
Ab Mitte Juli soll die Wiese gemäht und Nistkästen aufgestellt werden. Im kommenden Winter werden dann noch die restlichen Sträucher durch die engagierte Ortsgruppe entfernt werden, so Friedrich Sackmann abschließend.

Text: Astrid Hackenbeck, Kulturmanagement/Öffentlichkeitsarbeit, Weikersheim

Januar 2012: Acker- und Weinbauern haben am Prallhang im Taubertal über Jahrhunderte hinweg eine einzigartige Steinriegellandschaft geschaffen. Sie sammelten unzählige Steinbrocken von Ihren kleinen Flächen und häuften diese am Acker- oder Weinbergrand auf. Diese für das Taubertal typische Landschaft wird heute teilweise von dichten Hecken überwuchert.
Die Steinriegel wirken karg, aber in Wirklichkeit sind sie voller Insekten und Reptilien. Lichtbedürftige Felspflanzen haben hier ihre Heimat gefunden. Auf den dazwischen liegenden Wiesen- und Halbtrockenrasen bietet sich ein Mosaik an verschiedenen Lebensräumen für die Tier- und Pflanzenwelt an.
Auf einem Hinweisschild am Straßenrand ist nachzulesen, dass alleine in dem 77 ha großen Naturschutzgebiet zwischen Elpersheim und Weikersheim 303 Pflanzenarten und 56 Brutvogelarten und unzählige Schmetterlingsarten nachgewiesen wurden. Durch die traditionelle, extensive Landwirtschaft haben sich die Schönheit und der Artenreichtum des Gebietes über Jahrhunderte hinweg entwickelt. Um dies zu erhalten, muss die Nutzung und Pflege weiter geführt werden.

 

 
Verdiente Vesperpause
 

Unsere Ortsgruppe Weikersheim hat es sich zur Aufgabe gemacht nicht nur für seine Mitglieder und Gäste Wanderungen und Veranstaltungen zu organisieren. Es werden auch immer wieder Aktionen durchgeführt die dem Erhalt und der Pflege unserer wunderschönen Natur dienen.
Einer der Wanderfreunde hat sich erinnert, dass noch in seiner Kindheit in einem Teil der Steinriegellandschaft an der „Pfitzinger Steige“ Orchideen und Küchenschellen geblüht haben. Diese wurden jedoch leider von wild wucherndem Buschwerk verdrängt. Der Vorschlag hier etwas zu unternehmen wurde vom Vorstand Friedrich Sackmann, dem Wanderwart Karl Wolpert und dem Naturschutzwart Günter Schade aufgegriffen.
Bereits im Frühjahr 2011 haben wir bei dem Eigentümer, die Stadt Weikersheim, einen Antrag gestellt, die Fläche gegenüber dem Parkplatz Pfitzinger Steige zu bearbeiten. Den vorwiegend vorhandenen Hartriegel und die Schlehenbüsche zu entfernen, um langfristig dieses Grundstück in eine Magerwiese umzuwandeln und seltenen Orchideenarten und Schmetterlingen Platz zu schaffen.

 
 

Viele fleissige Helfer

 
 
Im Dezember 2011 wurde eine Ortsbegehung durchgeführt und für dieses Vorhaben die Genehmigung von der Naturschutzbehörde erteilt. Am 29.12.2011 konnte mit den Arbeiten begonnen werden.
Seitdem sind unsere Senioren der Dienstagswandergruppe und zahlreiche andere Helfer dabei dem Buschwerk an die Wurzel zu gehen. Sehr hilfreich erwiesen sich dabei spezielle Hacken der Weingärtner mit langem Stil und breiter Schneide, eine schwere Motorsense und das obligatorische Rodungsfeuer.
Es muss rasch und zügig gearbeitet werden, denn schon Ende Februar ist dann erst mal Pause um den Vögeln und Kriechtieren Platz zu machen. Sicherlich werden sich dann auch gleich die Zitronenfalter nach ihrer langen Wanderung dort niederlassen, denn der Faulbaum bleibt als Futterpflanze stehen.
   
 

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