|
Uracher und
Gütersteiner Wasserfälle -
öV Kd Jgd Sen Gzt,
TK 50 Blatt 524 oder TK 35 Blatt 19 (L 7522),
11 km,
340 m Anstiege
GrWandB W 57 + 58
 |
|
Oberer Gütersteiner Wasserfall im Winter |
Klaus Gußmann |
Der Uracher
Wasserfall und die beiden Gütersteiner Wasserfälle sind ungewöhnliche
Naturerscheinungen. Allein der klare Brühlbach, der über kleine
Felsstufen springt, macht schon Freude. Gegen Ende der Wanderung kann
noch die Festungsruine Hohenurach besucht werden.
Anfahrt: Mit der
Bahn bis Bad Urach; von der Strecke Stuttgart-Tübingen in Metzingen in
die Ermstalbahn umsteigen. Diese hält an der Haltestelle Wasserfall;
mit dem PKW über Metzingen nach Bad Urach, und noch vor der Stadt zum
P Wasserfall abbiegen.
Einfache
Erfrischungen am Kiosk oberhalb des Wasserfalles.
Ausgangspunkt
ist die Haltestelle oder P Wasserfall. Der Weg mit blauem Dreieck
führt hinein ins Brühlbachtal, bald direkt neben dem munter fließenden
Bächlein, das zahlreiche kleine Wasserfälle bildet. Kinder haben hier
Gelegenheit, sich auszutoben. Nach einer Wegbiegung ist in der Ferne
der Strahl des Wasserfalles zu sehen, der über 30 m frei in die Tiefe
fällt. Der Aufstieg führt entlang der bemoosten Tuffsteinbildungen.
Wir können beobachten, wie sich am Moos und den Ästen am Rand der
Gewässer neue Kalksinterschichten ansetzen. Kurz bevor wir zur
Hochwiese gelangen, zweigt nach rechts der Weg mit roter Gabel in die
"Hölle" und weiter zu den Gütersteiner Wasserfällen ab. Auf der
Hochwiese (hier auch der Kiosk) ist es nicht weit bis zur Quelle des
Brühlbaches, der zwischen Geröll aus der Bergwand entspringt. Der
Weiterweg geht, wie oben angedeutet, durch die Hölle und über den
Sattel zum Runden Berg hinüber zu den beiden Gutersteiner
Wasserfällen, - oberer und unterer Wasserfall. Diese geben ein völlig
anderes Bild als der Uracher Wasserfall. Besonders der obere
Wasserfall ist äußerst reizvoll. Das Wasser rieselt über einen
riesigen Vorhang aus bemoosten Tuffsteinen in ein Wasserbecken, das
zwar künstlich angelegt wurde, aber einen naturnahen Eindruck macht.
Die Umrundung des unteren Wasserfalles ist leicht möglich und
interessant. Hierzu steigen wir auf der einen Seite des
Tuffsteindammes ab - und auf der anderen Seite wieder nach oben. Der
Weiterweg führt hinauf zum Fohlenhof; wir biegen schon vorher dem
Albtrauf entlang ab, kommen zum Schwäbischen-Alb-Nordrand-Weg, achten
auf die Stelle, wo dieser Weg vom nach unten führenden Forstweg wieder
nach rechts oben abzweigt. Auf der Höhe bleiben wir am Albtrauf und
kommen zu den Rutschenfelsen mit herrlicher Aussicht hinab ins
Brühltal, auf die Festungsruine Hohenurach und hinüber zum
Hohenneuffen. Der Weiterweg mit roter Gabel führt um einen
Schluchtkopf herum zum Eppenzillfelsen, wieder mit schöner Aussicht,
doch Vorsicht, Absturzgefahr! Auf einem Bergsporn geht's mit roter
Raute hinab zum "Kreuz", dem Sattel zwischen der Albhochfläche und
Hohenurach mit mehrfacher Wegspinne. Sehr lohnend ist der Besuch der
Festungsruine Hohenurach; doch ist dafür wenigstens 1 Stunde
anzusetzen. Die Festung wurde im Dreißigjährigen Krieg 9 Monate lang
bravourös gegen die Kaiserlichen verteidigt. Der Abstieg zum
Ausgangspunkt ist leicht zu finden; er kann auf steilen Erdwegen auch
abgekürzt werden.
zum Anfang der Seite
zurück zur Übersicht |