| Stuttgart, 7.März. 2001 |
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Mit einem feierlichen Festakt im Weißen Saal des
Stuttgarter Neuen Schlosses stellten die beiden grossen
Wandervereine des Landes heute ihre neu eingerichtete
"Heimat- und Wanderakademie" der Öffentlichkeit
vor. Dabei erklärte der Präsident des Schwäbischen
Albvereins, Peter Stoll, und der Vizepräsident des Schwarzwaldvereins, Alfred Heffner, vor mehreren hundert Gästen
als Anliegen der Akademie, die ehrenamtlichen Mitarbeiter der
Vereine in den Bereichen Wandern, Naturschutz, Kultur- und
Heimatpflege in Zukunft koordiniert und konzentriert aus- und
weiterzubilden.
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Präsident des Schwäbischen Albvereins,
Peter Stoll während des Festaktes im
Weißen Saal des
Stuttgarter Neuen Schlosses |
"Stellenwert von Heimat in Zeiten der Globalisierung",
"Regionale Produkte aus ökologischer Land- und
Forstwirtschaft", "Welche Art Kulturlandschaft wollen
wir?" – dies sind nur einige der interessanten Themen, die in
Zukunft von der "Heimat- und Wanderakademie" in Seminaren
behandelt werden. Diese stehen allen Mitgliedern beider
Wandervereine und anderen Interessierten offen. Für die
ehrenamtlichen Mitarbeiter, darunter vor allem Wanderführer und
Naturschutzbeauftragte aus den Ortsgruppen, sind vor allem die Aus-
und Fortbildungskurse von Interesse. Was bisher in zahlreichen
Kursen beider Vereine angeboten wurde, wird nun durch die Akademie
zusammengeführt und übersichtlich strukturiert. Erste Ansätze
sind bereits mit der staatlich anerkannten Wanderführerausbildung
einschließlich Zertifizierung verwirklicht. Mittelpunkt aller
Bemühungen der Akademie und ihrer Betreuer wird das Wandern als
Auseinandersetzung mit der heimatlichen Region, mit ihrer
Geschichte, Natur und Kultur sein. Der Umgang mit dem weit zu
fassenden Thema Heimat wird allerdings, da sind sich die
Gründungsväter einig, frei von verstaubter und problematischer ‚Tümelei‘,
frei von romantisierenden oder gar rückwärtsgewandten Inhalten und
Vorstellungen sein.
Der Begriff "Heimat" soll dabei eine neue Wertigkeit
für Alteingesessene und neu Hinzugezogene erhalten. Dies reicht von
der Pflege des heimischen Dialekts über die Wiederentdeckung und
Wiederbelebung alter Traditionen, Bräuche, Trachten oder gar
Tänzen bis hin zur Vermittlung der regionalen Geschichte. Lebendig
werden soll dies durch fundiertes Kennenlernen von Zeugnissen der
regionalen Vergangenheit.
Im Mittelpunkt der Eröffnungsfeier standen die Erläuterungen
des Freiburger Professors für Prävention und Rehabilitation, Dr.
Aloys Berg, über das Wandern als eine kostengünstige und höchst
wirksame Therapie für Herz- Kreislaufpatienten, sowie die
Ausführungen des Tübinger Lehrstuhlinhabers für Geschichtliche
Landeskunde, Prof. Dr. Sönke Lorenz, zu dem für beide Vereine
zentralen Thema "Heimat und Geschichte". Das Land
Baden-Württemberg unterstützt die neue Akademie mit einem
namhaften Betrag.
Zum ersten Leiter der Akademie, deren Sitz zugleich in Stuttgart
und Freiburg sein wird, ernannten die beiden Trägervereine Prof.
Eberhard Herter. Von dem aus der Wirtschaft kommenden Techniker und
profunden Kenner des Landes erwarten Schwarzwaldverein und
Schwäbischer Albverein massgebliche Impulse für ihr neues Projekt.
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von links nach rechts:
der Leiter der Akademie, Prof. Eberhard Herter, daneben
der Präsident des Verbands Deutscher Gebirgs- und
Wandervereine, Karl Schneider mit Frau, anschließend
der Präsident des Schw. Albvereins, Peter Stoll, sowie
der Vizepräsident des Schwarzwaldvereins, Alfred Heffner
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