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Weitwanderweg Neckarweg

Teck - Neuffen - Gau
  

Weitwanderweg des

Schwäbischen Albvereines


„In den Tälern wachte das Herz mir auf zum Leben“

rühmte der in Lauffen am Neckar geborene Dichter Friedrich Hölderlin das Neckarland. Das war vor mehr als 200 Jahren. Und wie sieht es heute aus mit der Flussromantik? Ein ursprünglicher Fluss ist der Neckar schon lange nicht mehr. Er wurde als Transportweg für Flößer und Schiffer, als Baustofflieferant, als Energieproduzent und Abwasserrinne begradigt, kanalisiert und verschmutzt. Seine Ufer bestückte man mit Industriebauten, seit 1968 ist er ab Plochingen Großschifffahrtsstraße. Kann man überhaupt mit Genuss wandern?

Gerade in den Kontrasten, die man auf einem Weitwanderweg entlang eines bedeutenden Flusses erlebt, bietet der Neckarweg ein großartiges Erlebnis von Natur, Kultur und Industriegeschichte. Der Neckar entspringt im Naturschutzgebiet Schwenninger Moos (706 m  ü. NN), fließt vorbei an Tübingen, Stuttgart-Bad Cannstatt, Heilbronn und Heidelberg und mündet bei Mannheim in den Rhein (95m ü. NN). Die Landschaft ist vielseitig und abwechslungsreich, führt sie doch sowohl durch idyllische Abschnitte, durch schmucke, traditionsreiche Städte und die stark industrialisierte Region des Mittleren Neckars. Seit Ende der 1970er Jahre wurden zahlreiche Naturschutzgebiete und Naherholungsräume geschaffen, Uferabschnitte wurden renaturiert. Der Neckarweg begleitet den Lauf des Wassers, macht (fast) jede Flussbiegung mit, meidet manches stark industrialisierte Teilstück, führt im Tal am Fluss entlang, an den Hängen und auf den Höhen über dem Tal.

Der Neckarweg ist einer der Weitwanderwege des Schwäbischen Albvereins. Vom Schwäbischen Albverein werden 330 km von der Quelle bei Villingen-Schwenningen bis Gundelsheim betreut; für das restliche Wegstück von 115 km von Gundelsheim bis Mannheim ist der Odenwaldklub zuständig. Insgesamt umfasst der Neckarweg also 445 km Er ist von Schwenningen bis Gundelsheim mit einem blauen „N“ durchgängig markiert. Im Gebiet des Odenwaldklubs ab Gundelsheim bis zur Mündung ist er mit einem roten “R“ gekennzeichnet. Auf den Freizeitkarten finden sich beide Markierungen.

Der Wanderer erlebt auf seinen Streckenwanderungen die vielen Gesichter des Neckars.

Neckarweg im Bereich des Teck-Neuffen-Gaues

Die violette Linie zeigt eine mit dem GPS aufgezeichnete Wanderung von diesem Bereich des Neckarweges

Einen schönen Abschnitt führt der Neckarweg vom Aileswasensee bei Neckartailfingen, über Neckarhausen, Nürtingen, Zishausen, Oberboihingen, Unterboihingen bis zum Bahnhof in Wendlingen durch den Teck-Neuffen-Gau. Der Weg führt im Tal am Wasser entlang und auch auf der Anhöhe mit besonders schönen Aussichten vom Galgenberg auf den Albtrauf und die Kaiserberge.

Die gesamte Strecke beträgt ca. 17 km und kann auch in zwei Teilstrecken aufgeteilt werden.

Die Strecke wurde Ende 2009 von unserem Gauwegmeister Bernhard Heidenreich vorbildlich mit dem blauen „N“ ausgeschildert

Wegbeschreibung:

Vom Badesee führt der Weg bis zur K1257, links weiter an der Liebenauer Schule, bis zum Fußgängerübergang. Wir biegen in die Bahnhofstraße ein und gehen weiter bis zur K1129 und biegen dann links in den Radweg nach Neckarhausen ein. Vor dem Reiterhof führt der Neckarweg nach links auf den Damm und führt auf diesem Dammweg vorbei zwischen Neckar und Reiterhof. Der Weg führt uns bis zur K1230 in Neckarhausen. Dort geht es links über die Neckarbrücke und zum Fußgängerüberweg über die B297. Nach dem Fußgängerübergang geht es links zur Brückenstraße, Eifelstraße, Kapfstraße und Böllatstraße in Richtung Galgenberg. Am Ortsrand von Neckarhausen ist am Weg das Albvereinsheim der Ortsgruppe Neckarhausen, das uns zur Einkehr einlädt. Die weitere Wanderstrecke geht bergaufwärts vorbei an der Linde mit Ruhebank und auf den markierten Weg auf dem Galgenberg in Richtung Nürtingen. Der Ausblick auf diesem Höhenrücken am Talrand auf den Trauf der Schwäbischen Alb mit der Burgruine Hohenneuffen und der Burg Teck ist sehenswert. Sogar im Nordosten sind die drei Kaiserberge zu sehen. Von der Schillerhöhe ist ein lohnender Ausblick auf die Hölderlinstadt Nürtingen mit der Stadtkirche. Jetzt geht es wieder bergab ins Tal vorbei an den alten Bäumen des Parks in Richtung Stadtkirche und Neckarbrücke. Wir überqueren die Stadtbrücke und gehen nach links vorbei am E-Werk und nach ca. 100 m wieder links führt der Neckarweg wieder auf dem Damm am Neckar entlang. Der Weg führt am Sportgelände und an der Kläranlage vorbei nach Zizishausen. Am Inselbad (Hallenbad) überqueren wir die Inselstraße an der Neckarbrücke und gehen in den Auwald.
Das Naturdenkmal Auwald mit einem See befindet sich im Ortskern von Zizishausen. Viele verschiedene Bäume und Sträucher sind zu sehen und werden erklärt. Nach dem Auwald geht es am Gewebegebiet auf dem mit Feinschotter belegten Weg weiter. Nach einer leichten Rechtsbiegung geht der Weg über einen kleinen Pfad durch die Hecken nach links auf den Wiesenweg vorbei an dem Wehr bei der Mühle und dann über eine kleine Brücke in Richtung Sportplatz Oberboihingen. Dort biegen wir in die Neckarstraße und gehen bis zur Burghofstraße und biegen links ein. Nach dem Bahnübergang geht es links in die Grabenstraße, wir überqueren die L1250 und gehen weiter in der Haldenstraße und biegen dann links in die Rosenstraße mit einer Steigung in Richtung des Albvereinsheims der Ortsgruppe Oberboihingen. Das Wanderheim lädt zur Einkehr ein und für Kinder gibt es einen schönen Spielplatz.

Nach der Rast geht es weiter in Richtung Unterboihingen und vorbei am Bohnackerhof (Pferdehof) und rechts über die Autobahnbrücke  in die Steigäckerstraße zur Hauptstraße vorbei an der Unterboihinger Kirche zur Bahnhofstraße und weiter rechts zum Bahnhof Wendlingen.

 

 
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