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Bewegung
statt Trendsport
Gauversammlung 2010 des
Schwäbischen Albvereins am 7. November in Oberlenningen
Die
Gauversammlung des Schwäbischen Albvereins fand am Wochenende in
Oberlenningen statt. Neben der Erläuterung von Wanderstatistiken
und den kulturlandschaftlichen Besonderheiten des Teck-Neuffen-Gaues
wurde über Aufgaben und Programme des Schwäbischen Albvereins
informiert.

Die vollbesetzte Turn- und Festhalle in Oberlenningen
Zur
Begrüßung stellte der Vorsitzende der Ortsgruppe Oberlenningen,
Hans Schroeder, die um 1890 gegründeten Ortsgruppen
Oberlenningen und Unterlenningen – Brucken vor. Über das Jahr
hinweg werden von jeder der beiden Gruppen zirka 30
Aktivprogramme angeboten, die von Tages- Über Radwanderungen bis
hin zu Stadtführungen reichen.
Die Arbeit der Lenninger Ortsgruppen geht jedoch darüber hinaus,
Bürgermeister Michael Schlecht würdigte unter anderem den
sozialen Beitrag des Albvereins für die Gesellschaft. Außerdem
tauschen sich die Lenninger Ortsgruppen mit Wandergruppen der
französischen Partnerstadt Pouilly-en-Auxois aus.
Erich Haas, Vorsitzender des Teck-Neuffen-Gaues, dankte in
seinem Vortrag zunächst den Wegwarten und Gauwegmeister, die das
fast 400 Kilometer große Wegenetz pflegen. Gleichzeitig wies er
auf die Probleme zwischen den Tourismusverbänden und
Schwäbischen Albverein hin. Durch abweichende und verschiedene
Beschilderungssysteme würde das schlüssige Wegekonzept des
Albvereins untergraben werden und nur einzelne
Alleinstellungsmerkmale der Region hervorgehoben werden. Das
System drohe damit zu einem Flickenteppich zu verkommen. „Zum
Glück hält sich diese Entwicklung in unserem Kreis noch in einem
sehr bescheidenen Rahmen“, so Haas.
„Wander-Fitness-Pass“
ist eine neue Initiative
Des
Weiteren war es Haas ein großes Anliegen, darauf hinzuweisen,
dass die Bevölkerung nicht noch mehr Trendsportarten brauche,
sondern es viel wichtiger sei, generell in Bewegung zu bleiben.
In diesem Zusammenhang stellte er den „Wander-Fitness-Pass“ vor,
eine Initiative des Deutschen Wanderverbandes. Dieser kooperiert
mit den Krankenkassen, die das Wanderabzeichen in ihr
Bonusprogramm aufnehmen. Und entsprechend belohnen – denn
Wandern, so Haas, sei nicht nur eine gute Therapie gegen
Einsamkeit, Hektik und Zeitdiktate, sondern schaffe außerdem
gute Voraussetzungen für gesundes Altern. Der Pass wurde dieses
Jahr im März eingeführt.
Im Naturschutz pflegt der Gau im Neuffenteil das große
Naturschutzgebiet "Neuffener Heide", die Biotopverbundbrücke
Spitzäcker oberhalb Neckarhausen und weitere kleinere Biotope
auch im Zusammenhang mit Säuberungsaktionen. Richard Haußmann
dem Gaunaturschutzwart für den Neuffenteil ein herzliches
Dankeschön. Dies gilt auch für die Pflegemaßnahmen im Bereich
der Teck bei der Limburg, Teck, Erkenberg, Burz und dem
Naturdenkmal Galgenbuckel.
Der Gauvorsitzende Erich Haas
(links) bei seinem Bericht und der
Bürgermeister Michael
Schlecht bei der Begrüßung und Ansprache

Der Landtagsabgeordnete Karl
Zimmermann (links) und der Stellv. des Landrates Matthias Berg
(rechts) bei ihren Grußworten
Neben den gesundheitlichen Aspekten steht zunehmend die
Familienarbeit im Vordergrund. Die Wanderstatistik vom Jahr 2009
verdeutlicht, wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche im
Programm des Schwäbischen Albvereins zu berücksichtigen. Bei den
1059 Wanderungen, die im vergangenen Jahr im Gau stattfanden,
machten Jugendliche lediglich fünf Prozent der Teilnehmerzahl
aus. Programme wie das „Geocaching“, bei dem man mit GPS-Geräten
auf Schatzsuche geht, sollen diese Zahlen verbessern und die
ganze Familie anregen, in der freien Natur aktiv zu werden.
Eine ebenso wichtige Zielgruppe stellen Menschen mit Behinderung
dar. Eine Vielzahl von Strecken zum „barrierefreien Wandern“
wurde bereits konzipiert und sollen, sobald ein geeignetes
Finanzierungskonzept vorliegt, in einem Wanderführer
veröffentlicht werden.
Die Gauversammlung wurde abgerundet durch ein breit gefächertes
Programm, das den Mitgliedern und interessierten Gästen nicht
nur Unterhaltung bot, sondern auch zur Aktivität anregte.
Wanderfreunde hatten so die Möglichkeit, an der Tour durch das
Tobeltal und über den Wielandstein teilzunehmen.
Parallel dazu wurde ein Besuch des Papiermuseums im
Oberlenninger Schlössle angeboten, bei dem auch Interessantes
über die Ortsgeschichte zu erfahren war. Neben musikalischen
Einlagen trat bei der Versammlung unter anderem in historischer
Tracht die Grabenstetter Volkstanzgruppe auf. Höhepunkt der
Veranstaltung war die Verlosung, bei der es unter anderem einen
Rucksack und Wanderstöcke zu gewinnen gab.

Die vier Gewinner der
Hauptpreise der diesjährigen Verlosung der Wanderpässe, die
beiden Kinder als Glücksfee, der Gaunaturschutzwart Richard
Haußmann als Organisator der Verlosung und in der Mitte der
Gauvorsitzende Erich Haas
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