| Aktuelles Radler und Wanderer des Sulzer Albvereins
waren gemeinsam unterwegs
Mit einem vollbesetzten Bus starteten kürzlich die Radler und
Wanderer zum ehemaligen Truppenübungsplatz im Biosphärengebiet
Schwäbische Alb.
Von Feldstetten bei Laichingen aus führte Günter Heer die
Wanderer durch eine Kulturlandschaft wie vor 100 Jahren. Ein
Gebiet mit etwa 6.700 Hektar wurde durch die militärische
Nutzung (bis 2005) von Siedlungen, Straßenbau und
Flurbereinigung weitgehend verschont. Vom 42 m hohen
Beobachtungsturm „Hursch“ bei Zainingen bot sich ein Rundblick
auf das Gelände und die Mittlere Schwäbische Alb.
Im Schulhaus des ehemaligen Dorfes Gruorn wurde die
wohlverdiente Mittagspause eingelegt. Alle 700 Einwohner von
Gruorn mussten in den Jahren 1937 bis 1939 wegen der Erweiterung
des Truppenübungsplatzes Münsingen ihre Häuser verlassen und
wurden umgesiedelt. Heute erinnern nur noch die Stephanuskirche,
das Schulhaus und etliche alte Gärten mit den Grundmauern der
Bauernhäuser an die einst blühende Gemeinde. Die Wanderung
endete nach 15 km beim Parkplatz Trailfinger Säge.

Friedhelm Kopp war mit 25 Radlerinnen und Radlern auf derselben
Strecke im ehemaligen Truppenübungsplatz unterwegs und setzte
die Radtour bergab über die Trailfinger Schlucht zum
Ermsursprung fort. Immer an der Erms entlang verlief die Radtour
über Seeburg nach Bad Urach, wo an diesem Sonntag der
Schäferlauf stattfand. Nach einer Kaffeepause am historischen
Marktplatz ging es durch Dettingen und weiter unterhalb der
Metzinger Weinberge ins Zentrum von Metzingen. Dort stand der
Bus zum Verladen der Fahrräder bereit. Auch die jüngste
Teilnehmerin, ein 3-jähriges Mädchen, hatte in Papa’s
Radanhänger die ca. 45 km lange Radtour bestens gemeistert.
Die Schlußeinkehr fand im Metzinger Ortsteil Glems statt.
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