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Motto: Grenzenlos Natur erleben
War das Motto des 107. Deutschen Wandertages im
Saarland.
Traudel und Walter Ebert und Heidi Kurz hatten
in bewährter Weise auch dieses mal ein sehr gut vorgeplantes und
interessant gestaltetes Programm aufgestellt.
Die 57 Teilnehmer aus Aalen, Dewangen,
Heuchlingen, Hüttlingen, Mögglingen, Nördlingen, Lorch, Waldstetten,
Wasseralfingen, Westhausen, des Schwäbischen Albvereins waren
bereits zu Beginn der Reise begeistert über den Begrüßungs-Schluck
und die hervorragend gestaltete Info-Mappe, sodass jeder sich
während der Anreise schon auf Saarlouis einstimmen konnte.
Nach der Zimmer-Beziehung im Hotel Wadegotia in
Wadgassen stand als 1. Programmpunkt die Besichtigung des Deutschen
Zeitungs-Museums an.
Hier im Abteihof der Klosteranlage der
Prämonstratenser-Abtei aus dem 12. Jahrhundert, wurde anschaulich,
nicht erschlagend eine spannende Reise durch die Welt der Zeitung
dargestellt.
In drei Bereichen: 1. Geschichte der Zeitung
2. Technik historisch 3. Zeitung Heute wurden die Exponate, die Bibliothek und das
Archiv vorgestellt.
Im Erlebniszentrum von Villeroy & Boch in
Wadgassen (Eine Showglashütte/Ausstellung), erlebten wir im Film wie
aus einer rotglühenden Masse edles Kristall entsteht und tauchten
ein in die wunderschöne Welt des Kristalls.
3. Programmpunkt war der Empfang der
Wimpelwandergruppe in Saarlouis. Hier traf die 38 Personen starke
Eifel-Wandergruppe aus Prüm ein. Diese hatte den Traditions-Wimpel
in neun Tagen 185 km von Prüm/Eifel (106. DWT 2006) durch Wind und
Wetter nach Saarlouis getragen. Sie wurden von einigen Tausend
Wanderern und der Stadkapelle gebührend empfangen.
Der 4. Programmpunkt am 2. Tag begann mit einer
Bergeinfahrt in die Edelsteinmine Steinkaulenberg.
Hier konnten alle Besucher sich einen Eindruck
von der mühsamen Arbeit der Bergleute machen die bis 1870 unter Tage
Edelsteine abgebaut haben. Von insgesamt 33 Mundlöchern und Stollen
sind einige zu einem Besucherbergwerk mit Schürfstellen ausgebaut.
Diese glitzernde geheimnisvolle Schönheit der Edelsteine, Kristalle
und Minerale begeisterte alle.
Der 5. Programmpunkt war die Steigerung: das
i-Tüpfelchen, der Tages-Exkursion. Der Besuch des Dtsch.
Edelstein-Museums in Idar-Oberstein. Hier bekam jeder glänzende
Augen, den Edelsteine und Mineralien aus aller Welt, darunter die
schönsten und größten Kristalle, die Spitzenstücke der Edelsteine
und Mineralien-Ausbeute des Saar-Nahe-Bergbaus, roh oder
geschliffen, zeugten von der weltbekannten Idar-Oberstein Industrie.
Erstaunliche Gestaltungsbeispiele bei den Edelsteingefäßen und die
figürliche Darstellung zeugten von der kunsthandwerklichen Fähigkeit
der Schleifer. Beim anschließenden Stadtbummel durch Idar-Oberstein
und Besuch der Felsenkirche kauften manche sich ein ansprechendes
Edelsteingeschmeide.
Der 3. Tag und der 6. Programmpunkt war die
Wanderung zur Saarschleife auf dem inneren Weg, mit
Fährschiffübersetzung.
Zwei Wandergruppen teilten sich auf die
„Sportliche“ nahm den steileren erst hinauf zur Burg Montclair, dann
hinab zur Saar, übersetzen mit de 12 Personen-Fähre, dann den
Zick-Zack-Weg (300 Höhenmeter) hinauf zum Aussichts-Punkt Cloef.
Die zweite Gruppe wanderte gemütlich entlang
der Saarschleife (180° Wende, statt 2 km Luftlinie, hat die Saar
sich tief in den Berg eingegraben und benötigt auf diese Weise fast
10 km.
Auch diese Wanderer wurden in drei Fahrten mit
der 12 Personen-Fähre übergesetzt und erklommen so (fast) eben den
Aussichtspunkt Cloef, von dem schon viele gekrönte Häupter und im
Rampenlicht stehende Personen auf die Saarschleife geschaut haben.
Der 7. Programmpunkt war der Besuch des
Stammhauses der Firam Villeroy & Boch in Mettlach. Hier im Museum
wurde die „Schöne Welt „ der Keramik bestaunt. Im Museums-Cafe,
welches im Stil des „Dresdener Milchladens „ aufgebaut ist, konnten
die opulenten Fliesengemälde besichtigt werden.
Der Höhepunkt des Tages war der 8.
Programmpunkt: Das Konzert des Trientiner Bergsteiger-Chores „Coro
Maddalene in der Kath Pfarrkirche St. Crispinus und Crispianus in
Saarlouis-Lisdorf.
Dieser 29 Mann starke, stimmgewaltige
mitreißende Chor bezauberte alle 700 Zuhörer.
Als Botschafter der Trientiner musikalischen
Volkskultur hat der Chor maßgebend dazu beigetragen, diese in alle
Weltrichtungen zu verbreiten. 28 gekonnt dargebotene Melodien
hinterließen nachhaltige Stimmungen, der verdiente Applaus war nur
ein kleines Danke-Schön an den Maddalene-Cor aus Revo. Dazu eine
schöne Barockkirche von 1764 als Hintergrund machten den Abschied
unvergessen.
4. Tag als 9. Punkt der Höhepunkt eines jeden
Deutschen-Wandertages: die Feierstunde und der Festumzug
Nach Besuch des Gottesdienstes in der
Ludwigs-Kirche am Großen Markt. Einzug der Wimpel-Wandergruppe und
die Begrüßung durch den Präsident des Dtsch. Wanderverbandes Herrn
Karl Schneider (Staatsminister a. D., der nach 14 Jahren
erfolgreicher Arbeit das Amt des Präsidenten abgab, an Herrn Dr.
Hans Ulrich Rauchfuß (Präsident des Schwäbischen Albvereins.)
Die Festrede hielt Prof. Dr. Klaus Töpfer
(Exekutivdirektor UNEP a. D. Bundesminister a. D. Träger der Karl
Carstens Medaille des Dtsch. Wanderverbandes eine launige, mit
ernstem und zum Nachdenken anregende Rede auf die Umwelt und ihre
dringenden Hilfsmöglichkeiten. Er machte deutlich, dass jeder kleine
Beitrag zum Schutz der Umwelt wichtig ist.
Das Schlusswort hielt Dr. Rauchfuß, er bedankte
sich im Namen Aller bei Karl Schneider für die geleistete Arbeit in
den vergangenen Jahren in denen Karl Schneider sich und dem
Wanderverband viele Freunde geschaffen hat. Gleichzeitig rief der
neue Präsident alle Wanderer auf den 108. DWT in der Domstadt Fulda
im Herzen der Kulturlandschaft Röhn zu besuchen.
Dann der Festzug durch die Festungsstadt
Saarlouis, die durch ihre Grenznähe mehrmals die Landesfarben
gewechselt hat.
Fast 20.000 Besuchen säumten die Strecke, die
der Festzug, bestehend aus 61 Gruppen mit 10 Musikgruppen vielen
hundert bunten Wimpeln und Motivwagen.
Fröhliche Stimmung, Beifall klatschen und
tausendfach gerufenes „Frisch Auf“ begleiteten den farbenfrohen Zug
bis zum Großen Markt.
5. Tag es heißt Abschied nehmen von Wadgassen.
Zum Schluss noch ein Besuch mit Stadtführung in
Saarbrücken. Die Grenzlage zwischen Frankreich und Deutschland,
sowie die Eisen- und Kohlevorkommen haben die Stadt und ihre
wechselvolle Geschichte geprägt. Besonders beeindruckend der
Schlossplatz und die ev. Ludwigs-Kirche. 1762 bis 1775 nach Plänen
des Stadtbaumeisters F.J. Stengel
Letzter Punkt auf der Heimreise war der Besuch
der Grenzstadt Wissenbourg in Frankreich mit sehenswerter Altstadt.
Beim Abschluß-Abend-Essen im Waldcafe Muckensee
bedankte sich die Wandergruppe beim Organisations-Team mit einem
kleinen Geschenk. Und einem in Vers-Form, von der Mögglinger-Gruppe
vorgetragenem Danke-Schön für die wunderschönen, interessanten, leereichen,
harmonischen, erlebnisreichen Tage im Saarland.
Ein ganz großes Danke-Schön, mit großem Beifall
bekam der Fahrer Dieter Seibold von dem Busunternehmen Jakob aus
Göggingen, der als Einzigster die ganze Zeit hart arbeiten musste,
und uns alle sicher, freundlich und hilfsbereit durch die Gegend
kutschiert hat.
Walter Ebert wurde das Versprechen abgenommen
den 108. DWT vorzubereiten, wobei gesagt werden muss, dass das Team
bereits den 109. DWT in Willingen vorplant und Quartier macht und
das Quartier für Fulda bereits gebucht ist.
Bericht Günter Vieler
Org. Walter Ebert
Jahnstr. 4, 73460 Hüttlingen, Tel.: 07361-970226
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