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Im Südwesten Sachsens liegt die
Ferienregion Vogtland, unmittelbar an Böhmen (Tschechien), Bayern und
Thüringen grenzend. Das Vogtland trägt den Beinamen „Klingende
Ferienregion". Seit über 300 Jahren werden hier Musikinstrumente von
Weltruf gefertigt. Dieser Teil des Erzgebirges war Ziel von 46
Wanderfreunden des Schwäbischen Albvereins Untergröningen.
Nach einer zügigen Autobahnfahrt war bald das 1. Ziel, die
Göltztalbrücke erreicht. Dieses gigantische Bauwerk wurde 1851 aus 26
Mill. Ziegeln erbaut und gilt als die höchste Ziegelbrücke der Welt.
Der nächste Höhepunkt des 1. Tages war die Einfahrt in das
Besucherbergwerk „Grube Tannenberg". Als Überraschung wartete unter
Tage eine festliche Kaffeetafel auf die Wanderer. Anschließend wurde
in Zwota Quartier bezogen. Hier fühlte sich die Wandergruppe in den 4
Tagen sehr wohl.
Trotz Dauerregens wurde am nächsten Tag die geplante Wanderung in
Angriff genommen. Ausgangspunkt war der Ferienort Muldenberg. Auf
gepflegten Wanderwegen genossen die Wanderer die, herrlichen
Waldgebiete des Erzgebirges und bekamen Einblick in die Flößerei des
18.- und 19..Jahrhunderts. Heute werden die Wasserlaufsysteme zur
Sammlung von Trinkwasser benutzt. Die Einkehr in den Flößerstuben und
im Waldhotel wurde von allen sehr geschätzt: Essen, Trinken und
Kleider Trocknen. Dabei kamen auch die „Wenigwanderer" voll auf ihre
Kosten. Von der anschließenden Besichtigung einer Plauener
Spitzenfabrikation waren besonders die Wandrerinnen angetan. Den
gemütlichen Abend im Landgasthof genossen die müden Wanderer und
einige trugen durch ihre Auftritte zur lebhaften Unterhaltung bei.
Der nächste Tag begann mit einer Besichtigung der „Erzgebirger
Volkskunst". Vom Aussichtsturm auf dem Wirtsberg bot sich dann ein
herrlicher Ausblick über weite Teile des Vogtlands. Über
„Sandmannsgrab" führte die Wanderstrecke zum Freilichtmuseum
Landwüste.. Hier boten sich ein interessante Einblicke in das
ehemalige bäuerliche Leben im Vogtland. Nach einer zünftigen Einkehr
im „Herrlichen Blick" und der Besichtigung des Tobasfelsens - ein
monumentales Relikt aus der ehemaligen Tobasgewinnung - freuten sich
die Wanderer auf eine stimmungsvollen Ausklang im gemütlichen
Quartier.
Vor der Heimreise am folgenden Tag, war die Besichtigung von „Hüttels
Instrumentenausstellung", ein Erlebnis besonderer Art. Die begeisterte
Besitzerin brachte die Musikinstrumente von 1839 bis 1926 zu vollem
Klang, und die ganze Wandergruppe sang begeistert mit. Nach einer
Kaffeepause in Bad Elster trat eine zufriedene und durch viele
Erlebnisse beeindruckte Wandergruppe den Heimweg an. Der Abschluss in
einem Fischlokal in Bechhofen rundete die, mit vielen Überraschungen
ausgestattete Reise, ab.
Diese gelungene Wanderausfahrt verdanken die begeisterten
Teilnehmer einer planvollen und detaillierten Vorbereitung durch die
Wanderführer und Reiseleiter Helene und Kurt Haas sowie Hanne und
Georg Wahl.
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