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Hochalpine Wanderung zur Meilerhütte
am 9./10. 09. 2006
Der Wetterbericht versprach ein
Superwochenende. Endlich nach Jahren eine Hochalpine Wanderung ohne
Regen oder Schnee? Vom Skistadion im Garmisch-Partenkirchen starteten
wir zu unserem Ziel, die Meilerhütte auf 2300 m. Es waren also ca.
1600 Höhenmeter zu bewältigen. Und es ging gleich richtig los nach der
Partnachklamm, die wir umgangen hatten, beim Einstieg in den
Kälbersteig. Im schattigen Bergwald ging es steil bergan, bis zu einem
Holzlagerplatz, bei dem eine erste Rast eingelegt wurde. Weiter ging
es dann bis auf den Zufahrtsweg zum Schachen und auf diesem weiter bis
zur Schachenhütte. Diese und das gleich danebenliegende Jagdschloss
König Ludwigs waren dicht umlagert von unzähligen Ausflüglern und
Wanderern, die das schöne Wetter auf den Schachen gelockt hatte, und
die grandiose Aussicht auf Garmisch-Partenkirchen und Umgebung
genossen. Bis zur Meilerhütte waren es nochmals 1 ½ Stunden bzw. 500
Höhenmeter. Also gingen wirs an, und kämpften uns Schritt für Schritt
mit vielen Anderen, die das gleiche Ziel hatten, nach oben. Endlich
die Hütte über uns wie ein Adlerhorst an einer Felswand klebend, am
Rande der Meilerscharte.
Noch dieses Geröllfeld überwinden, dann hinein in die Scharte und
noch mal steil über angelegte Holzleitern und Treppen, noch ein paar
Schweißtropfen und eswar geschafft. Eine kurze, verdiente Pause dann
gingen Georg, Wolfi und Hansi weiter. Sie wollten noch den Gipfel der
Dreitorspitze (2600 m) erklettern, was nochmals 2 Stunden Gehzeit
bedeutete. Didi und Reinhardt blieben zurück, aber auch die beiden
hatten noch nicht genug und stiegen gleich hinter der Hütte in den
Kletterpfad zu den Törlespitzen ein. Das traumhafte Wetter bescherte
uns eine gigantische Aussicht in die Alpen vom Ötztal bis zu den
Tauern auf das Alpenvorland und das Zugspitzmassiv.
Die Hütte war hoffnungslos überfüllt. Mit Glück bekamen wir noch
ein Lager, und als unsere drei Kameraden total fertig von ihrer
Gipfeltour zurückkamen nur mit viel List und Tricks etwas zu Trinken.
Und weil die Schlange vor dem Schalter einfach nicht kürzer werden
wollte, entwickelte Reinhardt im Laufe des Abends erstaunliche
Fähigkeiten, um kurzfristig etwas zu organisieren. Doch wurde der
überaus lustige Hüttenabend mit unseren Tischnachbarn etwas abrupt
beendet, weil der Gastraum als Lager genutzt werden musste.
Frühstück auf 2300 m auf der Terrasse in der Morgensonne, das muß
man erlebt haben. Aber wir mussten bald zum Abstieg aufbrechen und auf
gleichem Weg ging es wieder hinunter zum Schachen, dann aber über
einen ungemein steilen und mit Seilen gesicherten Weg hinunter ins
Reintal. Entlang des Flusses und nach einer Erfrischungspause an bzw.
in der Partnach und der Durchquerung der Partnachklamm
erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt.
Auf dem Heimweg gönnten wir uns noch ein verspätetes Mittagessen in
Ettal und freuten uns über eine gelungene „Hochalpine", endlich mal
bei schönem Wetter, und wie immer super organisiert von unserem Didi.
Reinhardt Glucker
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