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Wanderbericht OG Sondelfingen
Deutschland, Oberammergau (Bayern)
 
Die diesjährige Pfingstausfahrt führte das Sondelfinger Freizeitteam U29 des Schwäbischen Albvereins erstmals nach Oberammergau. Bei wechselhaftem Wetter erreichten die zwischen 18 Monaten und 40 Jahre alten Wanderer und Radfahrer am Freitag ihr Ziel – den Campingpark Oberammergau in dem bekannten oberbayrischen Passionsspielort.

Am Samstag war für Radfahrer und Wanderer die auf 1330 m gelegene Soilaalm, die über St. Gregor erreicht wurde das erste Ziel. Der lange Winter hat auch hier noch eine dichte Schneedecke hinterlassen was die Radfahrer veranlasste den Abstecher der Bike Moser Tour 13 zu beenden und zur Basisstation zurückzukehren. Die Wandergruppe machte sich auf über Soilasee und Ettaler Manndl das Laberjoch zu erklimmen. Mittlerweile setzte stärkerer Regen ein und so waren alle froh bald den 1685m hohen Gipfel erklommen zu haben und im dortigen Laberjochhaus sich aufzuwärmen und zu stärken. Dort teilte sich dann die Wandergruppe: während die Jüngsten und Begleitung mit der Gondel ins Tal fuhren, nahmen die Erfahreneren den steilen Abstieg über den Schartenkopf in Angriff. Dieser Weg bot auch trotz wolkenverhangenem Himmel ein herrliches Panorama ins Ettal mit dem bekannten Kloster sowie auf das Wettersteingebirge mit der Zugspitze.
Am Abend wurde bei einer zünftigen Portion Spaghetti und Spielen im beheizten Großraumzelt die Stimmung immer geselliger bis der Schlaf dann doch überwiegte.

Am Pfingstsonntag war das Wetter etwas freundlicher. Sowohl die Radfahrer, als auch die Wanderer wollten im Kolbensattelhaus die Mittagsrast einlegen. Die Wanderer wählten den Weg über den imposanten Kofel (1341m), der über einen steilen Anstieg und einen kurzen Klettersteig kurz unterhalb des Gipfels erreicht wurde. Von dieser exponierten Bergkuppe hatte man eine tolle Sicht über das Ammertal. Von dort aus ging es dann über den Königssteig zum Kolbensattelhaus und mit
Sessellift oder an der Kolbenalm vorbei wieder zurück nach Oberammergau. Für die Mountainbiker war dieser Weg natürlich zu steil. Sie erreichten das Haus direkt über die Kolbenalm. Nach einer deftigen Brotzeit auf der Alm beschloss man den Höhenlinien entlang dann doch die schweißtreibende Auffahrt zum August Schuster Haus am Pürschling (1566 ü. NN) anzuradeln. Bei strahlendem Sonnenschein angekommen hatte man sich das Radler verdient. Ausblicke zur Notkarspitze und zum Schloss Linderhof belohnten den steilen Anstieg.
Nach den beiden sehr schönen Touren bei überraschend gutem Wetter genossen die Albvereinler noch die schöne Abendstimmung mit selbstgebrutzelten Kässpätzla. Ehe man am Abend das Erlebte auf einer Videoleinwand im Zelt mittels Beamer in Übergösse bei witzigen Kommentaren Revue passieren lies.

Pfingstmontag hieß Abbau des riesigen Universalzeltes vor neugierigen Zuschauern auf dem Campingplatz und Rückfahrt ins heimatliche Reutlingen. Wie schon in den Jahren davor freut man sich schon heute aufs nächste Pfingsten mit Markus Schick, wenn es wieder heißt: Ob Rega Sonne oder Schnee mir send dabei des war doch sche.

Horst Weigelt

 


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