Erlebnis pur bei der Draisinentour
Ein erlebnisreiches, sportliches Wochenende mit
einer Wanderung im Tierpark Silz bei Landau und einer Draisinenfahrt
im Glantal durfte die Ortsgruppe Sachsenheim dieser Tage genießen.
Sechs Jahre zuvor hatten die Albvereinler schon mal die
Draisinentour durchgeführt und immer wieder kam der Wunsch, diese
besondere Art der Fortbewegung nochmals anzubieten. Nun war es
wieder soweit – und es war wieder ein voller Erfolg.
Am Samstagmorgen startete die über 50
Teilnehmer zählende Wandergruppe mit dem Bus über Karlsruhe in die
Südpfalz bei Landau. Der Tier- und Wanderpark bei der Gemeinde Silz
war das erste Ziel des Wochenendprogrammes. Acht Kilometer
Wanderwege durchziehen das weitläufige, an und im Wald liegende
Gelände. Die Fütterung der Wölfe, bei der die Rangeleien um das
Futter beobachtet werden konnten, war der Auftakt im Tierpark.
Vorbei an Frettchen, Polarfüchsen, Ur-Rindern und Pferden waren das
Wildschweingehege und die Uhu-Voliere die nächsten Stationen. Zur
großen Freude der Kinder begleiteten einige Damhirsche und Rehe die
Wandergruppe beim Rundgang, wobei die Tiere immer den Blick auf
Taschen und Rucksäcke richteten um etwas Futter zu ergattern. Vorbei
an einem riesigen Rudel Rotwild ging es durch den Wald an die
Vesperstelle. Beim rustikalen Rucksackvesper waren wieder einige
Ziegen und Rehe dabei, sie konnten immer wieder mal ein Stückle der
Mittagsrast erwischen.
Frisch gestärkt ging’s mit dem Bus weiter in
die Kurstadt Bad Kreuznach. Durch den dortigen Schlosspark führte
der kurze Spaziergang an die Nahe und über die Brücke weiter zur
City. Nach einer Kaffeepause machten sich die Albvereinler mit dem
Bus auf den Weg zur Jugendherberge. Vom Soonblick, einem
Panoramaweg, konnte die Aussicht auf das schmucke Städtchen
genossen werden. Mit einem gemütlichen Beisammensein wurde der erste
Tag des Wochenendes abgeschlossen.
Am Sonntagmorgen war es dann endlich soweit,
man erreichte den Ausgangspunkt der Draisinentour, den Bahnhof in
der Gemeinde Altenglan. Hier wurden die, nach dem Freiherrn von
Drais, dem Erfinder des Fahrrades benannten, Draisinen übernommen.
Jeweils drei bis vier Personen nahmen Platz auf den, mit
Fahrradpedalen angetriebenen Schienenfahrzeugen. Immer zwei Personen
durften mit Muskelkraft für den erforderlichen Vortrieb sorgen,
wobei meist nach einigen Kilometern Fahrt die Plätze mit den
ausgeruhten Mitfahrern getauscht wurden. Die Gesamtstrecke betrug
immerhin 40 Kilometer, wobei nach der Hälfte der Strecke eine
Mittagspause angesagt war. Beim zweiten Teil der Fahrt im
romantischen Tal des Flüsschens Glan, bemerkte so mancher
Draisinenfahrer „Verschleißerscheinungen“ an der körpereigenen
Sitzfläche und mit Magnesium wurden die Wadenkrämpfe bekämpft. Am
Ende der Strecke, in der Ortschaft Staudernheim trafen sich die
Sachsenheimer Schienen-Wanderer, leicht erschöpft und richtig
verschwitzt zur Heimfahrt am Busbahnhof. Alle hatten die lange
Strecke geschafft und stiegen, nach einem kurzen Hefezopf-Genuss, in
den Bus ein. Es war erstaunlich ruhig auf der Heimfahrt, die
körperliche Anstrengung forderte ihren Tribut, der hart verdiente
Nachmittagsschlaf war angesagt. Kurz vor Sachsenheim bedankten sich
die Albvereinler noch bei ihren Wanderführern, den Familien Schröter
und Makkens, die das Wochenende perfekt und zur Freude der
Teilnehmer geplant hatten.
Kontakt:
lothar@makkens.de
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