1. Tag: Freitag, 29. September
Nach einjähriger Pause bot die Ortsgruppe seinen
Mitgliedern und Freunden wieder eine Städtefahrt an. Diesmal wurde als
Ziel Wien, die berühmte Donaumetropole mit dem Zauber einer
liebenswerten, historisch bedeutenden Weltstadt, ausgesucht. Über 70
Personen gingen gespannt auf die von Hans Frick organisierte große
Reise in einem komfortablen Doppeldeckerbus der Firma Fromm GmbH. Die
Fahrt führte über Ulm – München – Salzburg – Linz nach Melk. Aus
Zeitgründen konnten wir das imposante Benediktinerstift leider nicht
besuchen, denn es war eine Schifffahrt auf der Donau durch die Wachau
- dem wohl schönsten Abschnitt der Donau - gebucht. Bei herrlichem
Sonnenschein ging die Fahrt vorbei am direkt am Strom liegenden
Schloss Schönbühel. Von hoch oben grüßte die ehemalige Kuenringer Burg
Ruine Aggstein und beim Weinanbautort Spitz weitete sich das Tal etwas
bis Weißenkirchen, auch einem Weinanbauort mit der größten Wehrkirche
der Region. Hier in Weißenkirchen verliessen wir das Schiff, um bei
einer Weinprobe die verschiedenen örtlichen Weine zu probieren. Danach
führte uns die Fahrt, die von Günther Segmiller immer wieder mit Witz
und Gedichten aufgelockert wurde, weiter nach Wien in ein gutes
3-Sterne Hotel beim Westbahnhof. Ein gemeinsames Abendessen beschloss
den ersten Tag.
2. Tag: Samstag, 30.September
Am zweiten Tag wollten wir Wien zusammen mit einer
Stadtführerin zuerst mit dem Bus kennen lernen. Das Stadtbild ist
geprägt von prachtvollen Barockbauten, Palästen und Kirchen. Die mit
einer herbstlichen Blütenpracht ausgestatteten Schlossanlagen von
Belvedere erkundeten wir zu Fuß. Auch dem Prater und insbesondere dem
Riesenrad statteten wir ebenfalls einen Besuch ab. Nachmittags konnten
wir den Stephansdom mit Führung besuchen und die vielen Raritäten
kennen lernen. Nach einem Rundgang durch die Innenstadt rund um den
Stephansdom wollten wir noch etwas typisch Wienerisches sehen, den
‚Naschmarkt’. Zwischen zwei Straßenzügen wird dort Obst, Gemüse,
Gewürze, Getränke und Gourmetverarbeitungen aus aller Herren Länder
säuberlichst aufgebaut angeboten.
3. Tag: Sonntag, 1. Oktober
Den dritten Tag nutzten wir zu einem Ausflug zum
Steppensee ‚Neusiedler See’, der ohne größeren Zulauf zur Zeit einen
Wasserstand von ca. 1 ½ m aufweist und vom verlanden bedroht ist. Dort
war eine Schifffahrt ab Illmitz angesagt, die nach Mörbisch und dort
vorbei an der großen Seebühne führte. Weiter ging es in den südlichen
Seeteil bis zur Staatsgrenze zwischen Österreich und Ungarn, entlang
der Grenze und dem Schilfgürtel bis zum Grenzstein, der deutlich aus
dem Wasser ragt. Die Schifffahrt ging weiter entlang der Absperrung
zum Nationalpark und wieder zurück nach Illmitz. Gestärkt nach einer
Jause mit Selbstbauwein war eine Pferdewagenfahrt angesagt. Mit zwei
von Pferden gezogenen Planwagen und viel Sonnenschein ging es in den
Steppennationalpark, dem regenärmsten Gebiet Österreichs. Wir fuhren
in die Bewahrungszone des Nationalparks Sandeck, entlang der
Naturzone, vorbei an der Herde alt-österreichischer Albinoesel,
Rinderherden, Schilfhütten, Pusztabrunnen und auch großen
Weinanbauflächen. Es wird hier sehr viel getan, damit der Schilf nicht
die ganzen Flächen einnimmt.
4. Tag: Montag, 02. Oktober
Der vierte Tag führte uns vormittags zum Habsburger
Kaiserschloss Schönbrunn und dessen Gartenanlagen. Schönbrunn diente
früher hauptsächlich als Jagd- und Witwenschloss. Erst unter Maria
Theresia wurde das Jagdschloss zu einem prunkvollen Residenzschloss im
Stil des Rokoko umgebaut, erweitert und kostbarst ausgestattet. Der
Schlossgarten mit Neptunbrunnen ist streng symmetrisch angelegt und
die Beete sind mit feinem Buchs umgeben. Nachmittags stand eine
Führung durch die Hofburg mit Silberkammer, Sisi Museum und
Kaiserappartements an. Zu den Prunkstücken der Silberkammer zählen das
Habsburgerservice, Tafelaufsätze, das Wiener Hoftafelsilber, das
Imari-Porzellan, verschiedene Service und zahlreiche Exponate aus dem
Besitz Kaiserin Elisabeths, Maria Theresias und anderer Habsburger. Zu
den Highlights im Sisi-Museum zählen neben einer Vielzahl persönlicher
Objekte eine Kopie des ‚Polterabendkleides’ der jungen Braut und die
berühmtesten Portraits sowie Schmuckstücke der schönen Kaiserin. Die
Kaiserappartements umfassen u.a. Audienzzimmer des Kaisers, sein
Arbeitszimmer und sein Schlafzimmer. Im anschließenden Appartement der
Kaiserin ist neben dem Wohn- und Schlafzimmer das Toilette- und
Turnzimmer zu sehen. Die vielen Eindrücke haben den einen oder anderen
fast „erschlagen".
5. Tag: Dienstag, 03. Oktober
Am fünften Tag war die Heimreise angesagt. Am
Mondsee legten wir eine längere Mittagspause ein und im Rasthof
Seligweiler rundeten wir unseren Tag mit einem kräftigen Abendessen
ab. Eine gut organisierte und von allen Teilnehmern diszipliniert
mitgetragene Städtefahrt war wieder ein besonderes Erlebnis.
Bruno Albinger, Käsergasse 5/1, 88400 Biberach -
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