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Wanderbericht OG Ringschnait
Deutschland, Berlin
 

Der Albverein war auf Berlinfahrt

Bundestagabgeordneter Franz Romer empfing die Gäste im Paul-Löbe-Haus

70 Albvereinler, unter ihnen auch der Hauptgeschäftsführer des Schwäbischen Albvereines Erwin Abler, machten sich mit einem Doppelstockbus am Mittwoch auf den Weg in die Bundeshauptstadt. Über Dresden erreichte die Gruppe am Nachmittag Lübbenau im Spreewald. Bei der obligatorischen Kahnfahrt nach Lehde überraschte ein Regenschauer die Bootsfahrer. Mit einer Plastikfolie über alle Köpfe hinweg blieb man größtenteils trocken. Bei der Rückfahrt lachte dann wieder die Sonne. Der Abend war für eine Umschau in der näheren Umgebung des Hotels am Kurfürstendamm vorgesehen. Herr Anton Kulmus aus Berlin – ein gebürtiger Lautracher – stand uns von der Ankunft bis zur Abfahrt als Stadtführer zur Verfügung. So lernten wir am Donnerstag mit dem Bus und immer wieder auch zu Fuß natürlich nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins mit sehr viel Hintergrundwissen kennen. Zur Mittagszeit waren wir in der Landesvertretung Baden-Württemberg von Herrn MdL Rudolf Köberle – Minister und Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund - eingeladen und empfangen worden. Nach einem kurzen Vortrag von Herrn Schempp über die Aufgaben der Landesvertretung in Berlin wurde die Gruppe bestens verköstigt. Zum Abschluss gab's noch ein Gruppenbild, das im Internet abgerufen werden kann. Gut gestärkt ging es zu Fuß weiter zum Paul-Löbe-Haus, in dem unser Bundestagsabgeordneter Franz Romer sein Büro unterhält. Unterwegs trafen wir noch Mitglieder des Kreistages aus Biberach, die ebenfalls in Berlin weilten. Herr Romer informierte uns über den Wochenablauf und die vielen Termine eines Abgeordneten nicht nur in Berlin, sondern was auch noch zu Hause im Wahlkreis alles ansteht und abgearbeitet werden muss. An diesem Tag war im Bundestag eine Debatte. Dadurch sahen wir prominente Politiker an uns vorbeimarschieren; z.B. Müntefering, Stiehl, Vollmer. Herr Romer griff an diesem Tag ebenfalls mit einem Redebeitrag in die Debatte ein. Das Reichstagsgebäude erreichten wir über den unterirdischen Gang (Katakomben) und per Aufzug ging es hoch zur Glaskuppel. Beim Fußmarsch zur Spitze der Glaskuppel wurden wir mit herrlichen Bildern über Berlin belohnt. Hier fiel auch wieder auf, wie viel Grün die Stadt prägt. Der freie Abend wurde zum Besuch der verschiedensten Veranstaltungen genutzt. Am Freitag stand Potsdam und Schloss-Sanssouci auf dem Programm. Der angebotene Wandervorschlag von Herrn Kulmus wurde gerne in Anspruch genommen. Der Weg führte durch den Schlosspark an den verschiedenen Gebäuden und Schlösschen vorbei zum Schloss Sanssouci, weiter in die Altstadt von Potsdam, am Holländischen Viertel vorbei zu der russischen Siedlung Alexandrowka. Diese Häuser im russischen Stil wurden für die Sänger, die der Zar aus Russland dem Kaiser zur Verfügung stellte, gebaut. Dort ist noch eine kleine schmucke orthodoxe Kirche vorhanden, in der auch heute noch Gottesdienste abgehalten werden. Es ging weiter zum Schloss Belvedere auf dem Pfingstberg, das damals ausschließlich als großer Wasserspeicher für die Wasserspiele im Schloss gebaut wurde. Nach gut drei Stunden erreichten wir Schloss Cecilienhof, in dem nach dem zweiten Weltkrieg bei der ‚Potsdamer Konferenz’ Deutschland von den Siegermächten nach seinen damaligen Zonen aufgeteilt wurde. Über die restliche Zeit des Tages konnte nach Rückkehr zum Hotel selbst verfügt werden. An diesem Abend war die Stadt proppe voll. Das Wochenende und die Feierlichkeiten für den Tag der Deutschen Einheit standen an und auf dem Alexanderplatz probte das ZDF für die Außensendung am anderen Tag von „Wetten dass...". Die Heimfahrt am Samstag brachte uns nach Hof, wo noch eine kurze Rast eingelegt wurde. Weiter ging es über Nürnberg und Ulm wieder zurück nach Ringschnait. Ein Danke gilt den Organisatoren Fritz Natterer, Hans Frick und Günther Segmiller, die alles bestens vorbereitet hatten und so für einen reibungslosen Ablauf sorgten.

Bruno Albinger
Käsergasse 5/1
88400 Biberach

Kontaktadresse:
Wanderwart Fritz Natterer,
Ringschnait,
Hauptstrasse 66
88400 Biberach
E-Mail: fritz.natterer@web.de,
Tel. 07352 / 93297

 


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