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Wanderbericht OG Riedlingen
Österreich, Südkärnten - Klopeiner See
 

Wanderwoche 2011 in Südkärnten – Klopeiner See / Österreich
vom 11. bis 19. September 2011

In diesem Jahr wurde eine, den meisten der 46 Teilnehmer unbekannte Region in Österreich besucht. Ziel der gut siebenstündigen Fahrt mit dem Omnibus war das sehr gute Familien-Sporthotel „Florianihof“ in Seelach, einem Ortsteil von St. Kanzian am Klopeiner See, Unterkunft und Verpflegung waren sehr gut, mit eigenem Strandbad.

Nach der Anreise und dem Bezug der Zimmer am Sonntag wurde am Montag eine Wanderung zum Eingewöhnen auf den Pyramidenkogel bei Maria Wörth am Wörthersee durchgeführt. Die Wanderung führte vom Omnibus-Parkplatz in Maria Wörth (458 m) auf dem direkten Anstieg auf den Pyramidenkogel (851 m). Das Besondere am Pyramidenkogel ist der 59 m hohe Aussichtsturm, Kärntens schönster Aussichtspunkt, mit der besten Aussicht über die Wörtherseeregion. Für den Rückweg wurde wieder der direkte Abstieg gewählt um auch die Liebfrauen- oder Winterkirche und die Pfarrkirche zu den hl. Primus und Felician zu besichtigen.

Bei vorhergesagten Temperaturen bis 30° wurde am Dienstag die Wanderung rund um den Klopeiner See durchgeführt und gleichzeitig der vorgeschriebene Ruhetag für den Busfahrer eingelegt. Am Klopeiner See (446 m) entlang über die Norduferstraße führte der Wanderweg nach Unterburg und Oberburg zur Georgikirche auf dem Georgiberg (624 m). Während die eine Gruppe die knapp 200 Höhenmeter zur Süduferstraße abstieg, auf dieser und über die Westuferstraße den Ausgangspunkt wieder erreichte, wanderte die zweite Gruppe zur Kapelle St. Daniel (627 m) auf der Gracarca (676 m) und weiter auf die Süduferstraße. Die unentwegten Wanderer erklommen noch den Kitzelsberg (686 m) und freuten sich danach über ein kühles Bad im Klopeiner See.

Wer die Feistritzer Spitze oder Hohenpetzen (2.114 m) vom Tal aus erwandern will muss rund 1.500 Höhenmeter überwinden. Dank der Kabinenbahn blieb den Wanderern der Anstieg bis zur Bergstation mit ca. 1.000 Höhenmeter erspart. Der Weg führte von Siebenhütten (1.682 m) an der Petzenkapelle vorbei zum Kniepssattel (2.012 m), der österreichisch-slowenischen Grenze und weiter über den Knieps (2.110 m) zur Hochpetzen. Ein Stück auf dem Südalpenweg (Weg 603)  zur Krischahütte (1.578 m) verlief der Rundweg wieder zur Bergstation zurück. Der Großteil der Gruppe wanderte  zum Kniepssattel, teilweise zum Knieps und den gleichen Weg wieder zurück. Sie  konnten einen Ausblick über Kärnten, und die slowenischen Karawanken genießen.

Am Donnerstagvormittag stand eine Schifffahrt auf der Drau auf dem Programm. Nach dem die Nachsaison bereits begonnen und die Drauschifffahrt die erste Linienfahrt gestrichen hatte, wurde ein Schiff für eine einstündige Rundfahrt von Villach Congress-Center bis zum Silbersee und zurück zur Verfügung gestellt. Danach musste der Weg nach Bad Eisenkappel angetreten werden, da die Gruppe zu einer Führung durch die Obir-Tropfsteinhöhlen, Österreichs faszinierendstes Naturwunder angemeldet war. Nach einer rasanten Fahrt mit dem Tropfsteinhöhlen-Express begann die rund neunzig-minütige Führung durch die Tropfsteinhöhlen, die bei der Suche nach Bodenschätzen im Obir-Gebiet zufällig entdeckt wurden. Ursprünglich war eine Wanderung von der Eisenkappler Hütte (1.553 m) zum Hochobir (22.139 m), dem Kärntner „Rigi“ vorgesehen, die allerdings ausfallen musste, weil die Mautstraße zur Hütte nur mit Omnibussen von max. zehn Meter Länge genutzt werden darf.

Ein Muss während eines Urlaubs in Kärnten ist der Besuch der Tscheppaschlucht bei Ferlach auf dem Weg zum Loiblpass, das Vorhaben am Freitag. Vom Parkplatz „Tscheppaschlucht“ hinter Unterloibl (518 m) begann die Wanderung. Zuerst an einem Waldseilpark vorbei zum „Goldenen Brünnl“, dem eigentlichen Beginn der Schlucht. Auf gut gesicherten Stegen, Treppen, Leitern und Brücken wurde dem Wanderer eindrucksvoll die Urgewalt des Wassers präsentiert.  Auf Höhe von Sapotnica mussten sich die Wanderer entscheiden, ob sie durch das Loibltal zum Gasthaus „Deutscher Peter“ (702 m) oder den interessanteren Weg über den Tschaukofall, die Teufelsbrücke (770 m) und das Felsentor zum Gasthaus wandern wollten. Die „Weitläufer“ wanderten an Windisch-Bleiberg vorbei ins Bodental bis kurz vor das Gasthaus Sereinig, überquerten den Geißrücken (1.010 m) und erreichten ebenfalls das Gasthaus, wo der Omnibus wartete. Aufgrund des schönen Wetters wurde das Schwimmen im Klopeiner See einer Wanderung zur Märchenwiese im Bodental vorgezogen.

Am letzten Tag fuhr die Gruppe auf der Villacher Alpenstraße, einer 16 km langen Panoramastraße von Villach (501 m), einer von fünf Panoramastraßen in Kärnten, bis zum letzten Parkplatz „Rosstratte“ (1.733 m). Der Parkplatz war der Ausgangspunkt zur Wanderung auf den Dobratsch (2.166 m). Die erste Gruppe nahm den Wanderweg 201 und bog dann später auf den Wanderweg 294 über den Zehnernock, den Dobratschgrat und Ludwig-Walter-Haus (2.134 m) zum Gipfel. Die zweite Gruppe blieb bis zum Gipfel auf dem Wanderweg 201. Das Wesentliche an dieser Wandertour ist die Aussicht. Von den Julischen Alpen und Karawanken im Süden, das Gailtal und Obere Drautal im Westen bis zu den Hohen und Niederen Tauern, dem Naturpark Nockberge und Gerlitzen im Norden sowie die Beckenlandschaft mit Ossiacher See, Wörthersee, Klagenfurt, Drautal und Faaker See im Osten wird bei klarem Wetter ein Panorama, was der Wandergruppe allerdings nur teilweise beschert war, geboten. Nach der Pause kehrten alle auf dem gleichen Weg zurück. Während des Rückwegs war aus dem Bereich des Großglockners bereits Donnergrollen zu hören und brachte am Samstagabend auch in Kärnten den Wetterumschwung.

Die Wanderwoche konnte nur deshalb ein voller Erfolg werden, weil die gesamte Woche schönstes Wetter mit Höchsttemperaturen von 26° bis 30° und Wassertemperaturen von 22° bis 24° im Klopeiner See herrschten. Außerdem war der Kauf der Kärnten Card eine Ausgabe, die sich vollends gelohnt hatte.

Während der Rückreise am Sonntag konnte von allen Teilnehmern ein positives Resümee gezogen werden; da viele nicht wussten, wie schön Kärnten ist.

Ansprechpartner:
Helmut Emrich
De-Pay Str. 42
88499 Riedlingen
Tel.: 0 73 71 – 25 41
Mobil: 01 73 – 6 62 53 23
E-Mail: info@albverein-riedlingen.de
Web: www.albverein-riedlingen.de


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