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Wanderbericht OG Riedlingen
Österreich, Wachau
 

Wanderwoche 2008 in der Wachau/Österreich
vom 22. bis 29. Juni 2008

39 Teilnehmer konnten bei idealem Wetter eine interessante Wanderwoche der Ortsgruppe Riedlingen des Schwäbischen Albvereins e.V. in der Wachau in Niederösterreich verbringen.

Am Sonntag erfolgte die Anreise mit Omnibus über die B 312 Biberach – Memmingen, die Autobahn 96 bis München, die A 8 München – Salzburg, die A 1 Salzburg – Wien bis Ausfahrt Melk und auf der B 33 rechts der Donau nach Schönbühel-Aggsbach Dorf, wo unser sehr gutes Standquartier Hotel Restaurant „Donauterrasse“ beheimatet ist. An diesem Tag wurde unsere "Heimat" für die nächsten acht Tage in Augenschein genommen.

Schönbühel-Aggsbach Dorf ist eine Gemeinde mit ca. 1.100 Einwohnern und liegt rechtsseitig der Donau am Donauradwanderweg Passau – Wien zwischen Melk und Krems.

Am Montag stand aufgrund der schwülen Witterung die Schifffahrt auf der Donau von Krems nach Melk auf dem „Fahrplan“. Die gut dreistündige Fahrt gegen den Strom führte an malerischen Wachauer Weinorten, die rechts und links der Donau liegen, vorbei. Nachmittags stand die Besichtigung mit Führung im Stift Melk auf dem Programm. Melk ist eine über 900 Jahre alte Benediktinerabtei und ein barockes Meisterwerk von Jakob Prandtauer, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Der Dienstag ließ die Gruppe erstmals die Gegend erkunden. Die Wanderung führte nach der Besichtigung der Pfarrkirche von Maria Laach (591 m) über Zeißing und Weißenstein zur Aussichtswarte Jauerling (960 m). Nach der Mittagsrast teilte sich die Gruppe. Ein Teil nutzte den Abstieg von ca. 740 Höhenmetern über Oberndorf, Mitterndorf und den Hausberg nach Spitz. Leider wurden sie zum Ende der Wanderung von einem Gewitterschauer mit Hagel überrascht. Die zweite Gruppe wanderte aufgrund des herannahenden Gewitters den gleichen Weg wieder nach Maria Laach zurück.

Für den Mittwoch sah der Wetterbericht „durchwachsenes“ Wetter vor, so dass die Gruppe beschloss, an diesem Tag die geplante Besichtigung von Wien durchzuführen. Die Reiseleiterin Grete Walter fuhr mit der Gruppe am Morgen vom Hotel über die Westautobahn (A 1) nach Wien und erklärte der Gruppe, was sie an diesem Tag vor hat. Als erstes stand Schloss Schönbrunn „auf der Tagesordnung“, wo sich ein Teil kurzfristig für eine Führung entschloss und der andere Teil diese Zeit zur Besichtigung des Gartens und der weiteren Außenanlagen nutzte. Auf dem Weg zum Prater wurde noch das Hundertwasserhaus erreicht. Im Prater stand etwa 1 ½ Stunden zur freien Verfügung. Danach erfolgte die Führung in Wien vom Kunst- und Naturhistorischen Museum und einem Teil des Heldenplatzes zur Hofburg. Der Großteil der Hofburg über den Volksgarten und der Rathausplatz war wegen der EM 2008 als Fanmeile gesperrt und ausschließlich den Fußballfans vorbehalten. So führte uns Grete über den Kohlmarkt und Graben zum Stephansplatz mit dem Stephansdom. Auch hier stand allen wieder ca. eine Stunde zur freien Verfügung. Als Treffpunkt war der Schwedenplatz festgelegt. Am Donaupark mit UNO-City führte der Rückweg über die Autobahn 22 nach Stockerau und weiter über Krems zum Hotel zurück.

Am Donnerstag wurde EU-Recht wirken lassen, nachdem der Busfahrer 24 Stunden Ruhepause haben muss. Die Wanderung führte die eine Gruppe vom Hotel aus durch den Ort Aggsbach Dorf (233 m) dem Aggsbach entlang zur Eisernen Hand und auf dem Wanderweg weiter nach Maria Langegg (511 m). Nach Besichtigung und Führung durch die Wallfahrts- und Klosterkirche Maria Geburt setzte die Gruppe die Wanderung auf dem Europäischen Fernwanderweg 6 (Norrtälje/Schweden – Alexandroupolis/Griechenland) bzw. dem österreichischen Nord-Süd-Weitwanderweg 05 (605) über den verfallenen Oberhof und den Prinz-Schonburg-Felsen zur Ruine Aggstein (501 m), Österreichs berühmtester Burgruine. Nach einer Führung und der Mittagsrast wanderte die Gruppe durch den Aggsteingraben nach Aggstein und über den Hartl zum Hotel nach Aggsbach Dorf zurück. Die zweite Gruppe wanderte von Aggsbach Dorf über den Hartl und Aggstein durch den Aggsteingraben zur Ruine Aggstein und nahm ebenfalls an der Führung teil. Der Rückweg wurde ebenfalls nach der Mittagsrast wieder durch den Aggsteingraben und Aggstein angetreten. Anschließend folgte die Gruppe dem neu hergerichteten Randwanderweg an der Donau entlang zurück zum Hotel nach Aggsbach Dorf.

Das Stift Göttweig stand am Freitag auf dem Programm. Es war vorgesehen, das Stift auf dem kürzesten Weg von Furth bei Göttweig aus zu erreichen. Wegen Blitzschlags am Mittwoch war die Telefonanlage noch außer Betrieb, so dass wegen Terminabsprache für eine Besichtigung mit Führung der Weg mit dem Bus zurück gelegt werden. Nachdem wir sofort eine Führung durch das Stift Göttweig, dem „Österreichischen Montecassino“ erhielten wurde nach der Mittagsrast eine ausgedehnte Wanderung über den Göttweiger Berg, Kleinwien und Hals nach Furth bei Göttweig durchgeführt, wo der Omnibus auf die Gruppe wartete. Die zweite Gruppe dehnte die Wanderung zusätzlich zum Naturlehrpfad mit den Mammutbäumen bei Paudorf aus.

Der Höhepunkt der Wanderwoche war am Samstag die Rundwanderung bei Dürnstein. Ausgangspunkt der Wanderung war der Busparkplatz bei der Schiffsanlegestelle in Dürnstein (209 m). An der Donau entlang wurde der nordwestliche Teil von Dürnstein erreicht, wo die erste Gruppe zu Beginn des Talgrabens nach rechts abbog und den Vogelbergsteig bezwang. Der Vogelbergsteig zählt wegen dem beeindruckenden Panorama auf Dürnstein und die umliegende Landschaft zu den schönsten Wanderstrecken der Wachau und ist nur bei gutem Wetter begehbar. Die zweite Gruppe nahm den beschwerlichen Weg (umgestürzte Bäume) durch den Talgraben auf sich und erreichte gemeinsam mit der ersten Gruppe die Fesslhütte. Zuvor wurde vom Großteil der Gruppe die Kanzel am Vogelberg (546 m) besucht, die einen herrlichen Rundblick über die Wachau freigab. Nach der Rast führte der gemeinsame Weg über die Starhembergwarte (564 m) auf dem Gipfel des Schlossberges abwärts zur geschichtsträchtigen Burgruine Dürnstein und zurück nach Dürnstein.  Eine Besichtigung mit Führung der Stiftskirche und Stift  Dünstein war wegen einer Hochzeit nicht möglich, so dass gut eine Stunde zur freien Verfügung stand, die jeder auf seine Weise nutzte. Auf dem Rückweg zum Hotel musste noch eine Zwischenstopp eingelegt werden, um nicht ohne ein Mitbringsel (frisch gepflückte Marillen) nach Hause zu kommen.

Am Sonntag war die Woche leider wieder vorbei und die Heimreise wurde angetreten. Nach dem Gruppenfoto führte der Weg über Melk zur Autobahn 1 Richtung Linz und weiter über die A 8 bis zur deutschen Grenze. Ab hier führte der Rückweg über die A 3 Passau – Deggendorf, A 92 Deggendorf – München, A 99 Umfahrung München, A96 München – Memmingen, B 312 Memmingen – Riedlingen.

Die Abschlusseinkehr im Gasthaus „Rosengarten“ in Riedlingen beendete die Wanderwoche 2008 mit dem Dank an die glücklichen und zufriedenen Teilnehmer und die Wanderführer.

 

Ansprechpartner:
Schwäbischer Albverein e.V.
Ortsgruppe Riedlingen
De-Pay Str. 42
88499 Riedlingen
Tel.: 0 73 71 – 25 41
Fax: 0 73 71 – 25 57
E-Mail: info@albverein-riedlingen.de
Web: www.albverein-riedlingen.de

 


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