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Wanderbericht OG Riedlingen
Deutschland, Odenwald
 

Wanderwoche vom 14. – 18.06.1997 im Odenwald mit Standquartier im Landgasthof „Waldschlößchen" in Lindenfels

21 Wanderfreunde der Ortsgruppe verbrachten eine herrliche Wanderwoche im Odenwald, die nicht nur ein Wechselbad der Geschichte über sich ergehen lassen mussten, sondern auch geologisch einiges geboten bekamen. Der Landgasthof „Waldschlößchen" in Lindenfels war Standquartier. Von dort aus wurden die Wanderungen im vorderen Odenwald unternommen. Nach dem Eintreffen erhielt man mit einer Stadtführung über die Geschichte und Örtlichkeit einen Überblick über die Kurstadt Lindenfels. Am autofreien Sonntag führte die erste Wanderung vom Standquartier zur zweithöchsten Erhebung des Odenwalds, der Neukircher Höhe mit 605 m und dem Kaiserturm. Von hier aus konnte dank der guten Sicht ein Rundblick fast über den gesamten Odenwald genossen werden. Mit einer Rundwanderung über den Melibokus oder Malschen, der höchsten Erhebung an der Bergstraße, das Auerbacher Schloss und den Felsberg wurde der Tag beschlossen. Der Wanderführer konnte nicht nur Ausführungen über die Entstehung und Aufbau des Odenwaldes abgeben, sondern erläuterte auch den herrlichen Blick über die Bergstraße, die Oberrheinische Tiefebene bis zum Pfälzer Wald und das Hardtgebirge.

Als Höhepunkt der Wanderwoche sollte die Wanderung durch das Felsenmeer bei Reichenbach und eine Stadtführung in Michelstadt als ein unbedingtes Muss gelten. Das Felsenmeer mit seinen ca. 300 bearbeiteten Werkstücken aus römischer Zeit ist als geologisch interessant einzustufen und dient der Erforschung der Steinbearbeitung zur Römerzeit. Als markantestes Werkstück gilt die sogenannte „Riesensäule" mit 9,3 m Länge, einem Durchmesser von 1,08 m bis 1,27 m und einem Gewicht von ca. 27,5 t. Aber nicht nur die Werkstücke aus der Römerzeit sondern auch die Naturdenkmäler des seit 1972 als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Felsenmeers sind Anziehungspunkt vieler Besucher, vor allen Dingen Schulklassen, aus der näheren und weiteren Umgebung.

Michelstadt hat die Wanderfreunde nicht nur mit dem weltbekannten Rathaus beeindruckt. Auch sonst bot dieses Städtchen sehr viel künstlerisch Interessantes und Historisches, so dass die beiden Teile als Höhepunkt galten. Zum Abschluss der Wanderwoche wurde ein Halt in Amorbach eingelegt. Hier hatte man das Glück und den richtigen Zeitpunkt erwischt, nicht nur die ehemalige Abteikirche zu besichtigen, sondern auch einem Vorspiel auf der weit über die Grenzen hinaus bekannten Stumm-Orgel in der Abteikirche in Amorbach zu hören zu können.

Der letzte Stopp wurde in der Fachwerkstadt Mosbach eingelegt, wo die Landesgartenschau stattfand.

Ansprechstelle und weitere Auskünfte:

Helmut Emrich
Ortsgruppe Riedlingen
Schwäbischer Albverein e.V.
De-Pay Str. 42
88499 Riedlingen
Tel: 0 73 71 25 41
Fax: 0 73 71 25 57
E-Mail: info@albverein-riedlingen.de
Web : www.albverein-riedlingen.de


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