Menüleiste  
Wander-
berichte
Übersicht
Auswahl
zurück zu den
Serviceseiten

Wanderbericht OG Ravensburg
Deutschland, Kassel
 

Von Kassel durch den Reinhardswald, über den Solling und den Vogler. Ab Hameln auf dem Fernwanderweg E1 über den Deister und durch die Norddeutsche Ebene bis zum Steinhuder Meer

7. Etappe der Deutschlandwanderung - durch das Märchenland der Brüder Grimm

Wanderbericht von der Ferienwanderung vom 19. bis 28. Mai 2004

 

1. Tag – Mittwoch, 19. Mai ca. 10 km; gesamte Steigung ca. 140 m; Wetter warm und trocken.
20 Wanderfreunde fuhren mit der Bahn nach Kassel-Wilhelmshöhe, wo unser Gepäck in Empfang genommen wurde, danach mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Der Weg zum Ufer der Fulda war schnell gefunden und damit auch der Anschluss an den Wanderweg X3, an dem wir im letzten Jahr die Wanderung beendet hatten. Noch kurze Zeit am Fluss entlang, dann durch die Wohnsiedlungen Wolfsanger und Ihringshausen führte der Weg bequem nach Fuldatal/Simmershausen. Die Reinhardtswaldschule (Hessisches Landesinstitut für Pädagogik), unsere erste Übernachtung, ist ein Ensemble von mehreren Gebäuden in einem herrlichen alten Park. Da es am Ort nicht viel Gastronomie gibt, hat der Wanderführer schon bei der Anmeldung das Abendbrot mitgebucht, es war ein gut bestücktes kaltes Buffett.

2. Tag – Donnerstag, 20. Mai – Himmelfahrt ca. 26 km; Steigung ca. 500 m; Wetter warm, trocken.
Leider musste am frühen Morgen Wanderfreund Hauf aus privaten Gründen nach Hause reisen.
Für die anderen begann der erste volle Wandertag. Zunächst noch auf dem X3 bis Wilhelmshausen, wo wir die Fulda endgültig verließen und den Reinhardswald betraten, dann ein langgezogener Anstieg bis zum Gahrenberg (360 m Steigung). Hier wieder auf den X3 bis zur Sababurg. Zuletzt durch die so genannte Kasseler Schneise, eine 4 km langer schnurgerade etwa 40 bis 50 m breite Allee durch den Wald mit jahrhunderte alten Eichen links und rechts des Weges. Teilweise waren diese bereits abgestorben und warteten auf den natürlichen Verfall, teilweise waren auch junge Eichen nachgepflanzt.
Der Reichtum an Eichen im Reinhardswald wird einer Sage zugeordnet. Ein Ritter hatte sich in arge Schulden gestürzt und war verarmt. Wie damals üblich, sollte sein Land der Kirche zufallen. Er erbat sich eine Gnadenfrist: Man möge ihm noch die Ernte einer Aussaat lassen. Das wurde gewährt, und er säte – Eicheln. Die Ernte war nun nicht so bald zu erwarten und die empörten Mönche ließen ihm daraufhin sein Land.
Leider war der Zeitplan durch die Anstiege frühmorgens knapp geworden, so dass für die Saba­burg keine Zeit zur Besichtigung blieb. Wir wurden schon von Herrn Peter, dem Vorsitzenden des Sollingvereins erwartet. Er hat es sich, zusammen mit zwei Helfern, nicht nehmen lassen, uns  an diesem Feiertag mit seinem PKW und zwei Kleinbussen an der Sababurg abzuholen. Da die Übernachtung hier nicht gebucht werden konnte, übernachteten wir in Holzminden/Neuhaus zweimal. Auch diese Übernachtung (wir waren die ersten Übernachtungsgäste im renovierten Hotel Weingarten) hat Herr Peter dankenswerter Weise für uns organisiert. Auf das Essen mussten wir an diesem Abend lange warten, da die Familie Weingarten nicht damit gerechnet hat, dass wir alle warm essen wollten.

 

3. Tag – Freitag , 21. Mai ca. 27 km; gesamte Steigung ca. 520 m; Wetter kalt, Regen bis 13.00 Uhr.
Am frühen Morgen wurden wir von unseren freundlichen Helfern wieder am Hotel abgeholt und zur Sababurg gefahren. Dort nahmen wir uns noch ein paar Minuten Zeit, die Burg, die die Gebrüder Grimm selbst als das Dornröschenschloss bezeichnet haben sollen, wenigstens äußerlich anzuschauen.
Durch die Fahrt und den Kurzbesuch der Burg war es bereits 9.00 Uhr als die eigentliche Wanderung begann. Bei Regen ging es zunächst entlang der Straße und dann (nach Karte) auf einen Feldweg, der führte aber wieder zurück zur Straße, wo wir dann die Wegzeichen fanden. Der Weg war entgegen der Karte anders gelegt worden. Nun auf teilweise schmalen nassen Pfaden durch Jungwald. Der Weg ist bei trockenem Wetter sicherlich sehr schön, wir allerdings streiften den ganzen Regen von den Büschen ab. Auch waren Pfützen auf Knüppelbrücken zu überwinden, was nicht ganz ungefährlich war. Später ging es durch Hochwald hinab nach Gieselwerder. Auch hier war der Weg anders als die Karte, war aber so gut bezeichnet, dass er problemlos zu finden war.
In Gieselwerder war Gelegenheit zum Einkaufen um die Vespervorräte zu ergänzen bevor wir über die Weserbrücke wanderten. Auf dem Radweg in Wesernähe nach Bodenwerder. Es war nun Zeit zur Mittagsrast. Da es immer noch leicht nieselte, entschlossen wir uns, unter einem Carport zwar stehend, aber doch trocken unser Vesper einzunehmen. Wie waren wir aber erstaunt, als eine Frau aus dem Haus kam und uns – nicht wegschickte, sondern eine Tür aufschloss und uns in ihren Garten unter eine überdachte Pergola bat. Dort waren Bänke aufgestellt und aus einem Schuppen durften wir noch Gartenstühle und Sitzkissen holen, so dass jeder bequem saß und uns das Wetter im Moment egal war. Nach der Rast, wir hatten alles wieder aufgeräumt, wies uns unsere freundliche Gastgeberin einen schöneren Weg entlang der Weser und am Waldrand anstatt dem offiziellen Wanderweg an der vielbefahrenen Straße. Dazu gingen wir alle durch ihren Garten zum Weserweg. Hinter Bodenfelde wieder ein Anstieg über den Ahneberg nach Nienover und Amelith, von dort der letzte langezogene Anstieg auf die Sollinghöhe. Erst gegen 17.00 Uhr erreichten wir wieder Holzminden und das Hotel Weingarten. Wir bestellten gleich bei der Ankunft das Essen, das dann später auch recht flott serviert wurde. Am Abend besuchte uns noch Herr Peter, um uns einiges über den Solling und den Sollingver­ein zu erzählen. Er steckte dabei Wdfrd. Dietz das Abzeichen des Sollingvereins an.

 

4. Tag – Samstag, 22. Mai ca. 22 km; gesamte Steigung ca. 60 m; Wetter kalt, trocken.
Das Hotel Weingarten ist bereits am Wanderweg, so dass wir einfach den Wegzeichen (im Solling sind diese alle an speziell dafür aufgestellten Pfählen angebracht) folgen mussten, um den höchstgelegenen Ort des Sollings, Silberborn, zu erreichen. Hier ist Herr Peter zuhause (und Bürgermeister). Leider hatte er anderweitig wichtige Termine, so dass er uns nicht mehr begleiten konnte, was eigentlich seine Absicht war.
Bereits ab Nienover war die Wegbezeichnung XW___ mit einer Zahl. Das „W“ bedeutet, dass wir auf dem Weserberglandweg waren. Auf bequemen Wegen ging es vorbei am Schießhaus (dort werden Holzmännchen gebastelt und verkauft) durch Schorborn und Deensen nach Stadtoldendorf. Im Hotel Villa Mosler war bereits unser Gepäck und einige nutzten die frühe Ankunft (13.00 Uhr) die Stadt anzuschauen. Außer schönen Fachwerkhäusern war allerdings nichts los. Kaum Menschen auf der Straße und kein nettes Café offen. Das Essen am Abend war für manchen hungrigen Wanderfreund nicht sehr befriedigend: wenig - vornehm auf großen Tellern - für viel Geld.

 

5. Tag – Sonntag, 23. Mai ca. 22 km; gesamte Steigung ca. 260 m; Wetter sehr kalt, trocken.
Die Beschreibung im Führer des Weserberglandweges „entlang der Ausschilderung Klosterweg“ war wohl nur für Einheimische gedacht. Der XW10 war durch einen umgestürzten Baum blockiert und so folgten wir der Beschilderung „Klosterweg“ bis wir merkten, dass das ein Rundweg ist, der uns wieder zur Stadt zurückführen würde. Das Kloster Amelungensborn erreichten wir daher erst nach einem größeren Umweg. Da in der Kirche gerade ein Gottesdienst stattfand (es war ja Sonntag), konnten wir nur die Außenanlagen besichtigen.
Nun ging es der Landstraße entlang nach Holenberg. Vom Waldrand hat man einen schönen Blick zurück auf den Solling. Stetig aufwärts geht es zum Aussichtsturm auf dem Ebersnacken, dem höchsten Punkt auf dem Vogler. Der Aufstieg auf den Turm war auch lohnenswert. Hier hat man eine herrliche Sicht auf das gesamte Weserbergland. Auf dem Kammweg weiter zum Bodoturm, wo wir Mittag machen. Die Gaststätte im Turm war bewirtet. Auf dem Freigelände, auf dem Biertischgarnituren aufgestellt waren, waren sehr zahlreiche Schilder angebracht „Picknick verboten“. So fragten wir, ob wir bei diesem sehr kalten Wetter nicht doch hier unser Rucksackvesper auspacken dürften, der eine oder andere würde sicher auch noch ein Getränk kaufen und anderen Gästen nähmen wir heute ja keinen Platz weg. Das wurde uns nur widerwillig zugestanden. Erst als wir uns verabschiedeten, freuten die Wirtsleute sich doch über den zusätzlichen Umsatz und dass wir alles so sauber hinterlassen hatten. Sie hatten wohl auch schon schlechte Erfahrungen gemacht.

Nun ging es gleichmäßig leicht bergab, bis wir in Bodenwerder wieder an die Weser kamen, wo gleich hinter der Brücke das Hotel Goldener Anker auf uns wartete. Vier Personen schliefen in dieser Nacht im gegenüberliegenden Hotel Deutsches Haus. Abendessen und Frühstück wurde gemeinsam im Goldenen Anker eingenommen (gut und reichlich).

Bodenwerder hat eine belebte Geschäftsstraße mit vielen Café´s und Restaurants, schöne Brunnen und es ist ein reges Leben hier. Sie ist auch die Heimatstadt des Barons von Münchhausen und hat ein interessantes Museum. Einige Wdfrde. haben es besucht. Es wird aus dem Leben des Baron einiges gezeigt und die Führerin erzählt in launigen Worten aus seinem Leben, sowie einige seiner wunderbaren Erlebnisse.

 

6. Tag – Montag, 24. Mai ca. 32 km; gesamte Steigung ca. 450 m; Wetter sehr kalt, trocken.
Der Weg aus der Stadt geht zunächst eben durch die Weserniederung, vorbei an einem Kieswerk, nach Hehlen. Ab hier begann wieder der Aufstieg zum Hagenberg. Bei einer Schutzhütte wurde kurze Pause gemacht wobei einige Wdfrde. baten, langsam weitergehen zu dürfen um die Kräfte am Berg besser einteilen zu können. Der Weg war so gut und einladend, dass diese Wanderfrde. erst anhielten als sie an eine Straße kamen und keine Wegmarkierung mehr da war. Sie hatten den kleinen Seitenpfad nicht als den richtigen Wanderweg erkannt. Mit der Karte war die Orientierung schnell wieder hergestellt und der Wanderführer fand den kürzesten Weg nach Lüntorf, wo der XW18 wieder erreicht wurde. Nach dem Ort noch ein leichter Anstieg entlang dem Scharfenberg und steil bergab ins Tal der Emmer. Am Ufer dieses kleinen Flüsschen war eine Picknickstelle an der wir Mittagsrast machten. Danach waren es nur noch wenige Schritte bis zur Hämelschenburg, die aber am Montag nicht zu besichtigen war. Von hier aus fuhren etwa die Hälfte der Wanderer mit dem Bus nach Hameln (diese Option war schon vorher für diese große Tour vorgesehen), die anderen wanderten, unterbrochen von einer Kaffee-Einkehr zu Fuß bis in die Rattenfängerstadt. Nachdem die Wanderer der gesamten Tour erst gegen 17.00 Uhr ankamen, blieb zum Besichtigen der schönen Stadt nur noch kurze Zeit, bevor man sich in einem Lokal in der Innenstadt zum Essen traf. Das Hotel Birkenhof in dem wir in teilweise sehr schönen, zum Teil aber auch in noch nicht renovierten (fast baufälligen) Zimmern übernachteten, war ein Garni.

 

7. Tag – Dienstag, 25. Mai ca. 17 km; gesamte Steigung ca. 650 m; Wetter sehr kalt, trocken.
In Hameln kamen wir neben dem XW auch auf den Europäischen Fernwanderweg E1 (Dänische Grenze – Genua). Wir wandern auf den Schweineberg, einen kleinen bewaldeten Höhenzug. Weiter hinab nach Unsen und durch das Dorf hindurch zum Süntel. Dort steigt der Weg zur Jahnhütte hinauf und weiter zum Süntelturm. Von dort ging es bequem und gleichmäßig bergab und wir erreichten bald Bad Münder. Das Hotel Goldenes M war hier unsere Unterkunft. Ebenfalls ein Garni. Das bedeutet, dass wir in dem netten Kurstädtchen essen gehen müssen. Ein gutes Lokal ist schnell gefunden und die moderaten Preise bei Portionen an denen manche Gäste nicht alles aufessen können versöhnen mit der Wanderung, die doch anstrengender war, als die „17 km“ vermuten ließen.

 

8. Tag – Mittwoch, 26. Mai ca. 28 km; gesamte Steigung ca. 600 m; Wetter sehr kalt, trocken.
Das Frühstück am Morgen war reichlich mit allem, was man erwartet, wie es eigentlich in allen Hotels gut war. Wir wollen heute den Deister durchwandern, den letzten Höhenzug vor der norddeutschen Ebene. Da die Strecke weit und die Höhen beachtlich sind, beschließt der Wanderführer, eine Abkürzung zu machen. Wir wollen vom Parkplatz „Am Schierholz“ aus nicht den Weg über Springe wählen, sondern direkt zum Forsthaus Köllnischfeld wandern. Gesagt getan, der Weg ist bald gefunden, aber oh Schreck, er endet vor einem Tor und Zaun. Das kann ja nur ein kleiner Umweg sein?! Plötzlich war gar kein Weg mehr da und wir steigen über Äste und Stämme bis wieder ein Weg gefunden wird. Nach einiger Zeit kommen wir an eine Orientierungstafel und sind gar nicht so sehr verkehrt gegangen. Der gesuchte Wanderweg wird wieder gefunden und wir kommen zum Annaturm. Von hier oben haben wir eine wunderbare Aussicht. Zurückblickend sehen wir vom Solling über den Vogler und den Süntel die Wanderstrecke von 5 – 6 Wandertage und vorausschauend sehen wir bereits das Steinhuder Meer, das Ziel unserer Wanderwoche. Die Wanderung führt nun vorbei an vielen Antennen der Luftüberwachung zum Parkplatz am Nienstedter Pass. Wir steigen noch hinauf zum Nordmannsturm, wo wir Mittagsrast machen. Hier sind keine Verbotsschilder,  wir können unbehelligt an den vorhandenen Bänken und Tischen sitzen und das eine oder andere Getränk (oder Suppe) kaufen. Der letzte Teil der Wanderung ist noch etwas spannend, aber mit etwas Glück und einer guten Wanderkarte finden wir auch hier den Weg nach Bad Nenndorf. Zurückblickend hätten wir auch den normalen E1 nehmen können, durch die „Abkürzung“, mit allen daraus resultierenden Umwegen, haben wir gar nichts abgekürzt. Im Hotel Deutsches Haus ist der Empfangskellner etwas überfordert, was er mit Wanderern anfangen soll (müde und in Wanderkluft sehen wir ja auch nicht besonders salonfähig aus). Das klärt sich nach einem Gespräch mit der Chefin schnell und wir sitzen bei gutem und preisgerechtem Essen gemütlich zusammen.

 

9. Tag – Donnerstag, 27. Mai ca. 25 km; gesamte Steigung ca. 60 m; Wetter sehr kalt, trocken.
Da der E1 nach der Beschreibung im „Kompass Wanderführer“ mit 32 km eine recht aufwendige und mit vielen Schnörkeln versehene Route vorsieht, beschließt der Wanderführer, die Strecke auf das unbedingt Nötige zu reduzieren. Zunächst auf der vorgesehenen Strecke durch Waltringshausen. Wo wir (wie auch schon in den letzten Tagen) an Windrädern zur Stromerzeugung vorbei kamen. Zufällig war gerade ein Wartungstrupp unterwegs und ging zu dem Windrad an dem wir gerade vorbeiwanderten. Bei der Frage „dürfen wir mal reinschauen“ waren die Techniker recht aufgeschlossen. Einige interessierte Wdfrde. konnten den Mast mal von innen sehen und einige Informationen zur Technik erhalten.
Weiter ging es in einen typischen Auwald mit einem vielfältigen Vogelleben (der Pirol war zu hören). Hier machte der Wanderführer noch einen kleinen Schlenker um an dem Mittellandkanal eine Strecke entlang zu wandern und nicht nur kurz darüber hinwegzugehen. Es war dann auch ein besonderes Erlebnis, plötzlich beim Wandern ein großes Schiff durch die Bäume fahren zu sehen. Ein paar Schritte weiter löste sich das Rätsel, der Kanal war höher als das Gelände durch das wir wanderten. Die Wanderung entlang dem Kanal war dann auch besonders interessant, da immer wieder die verschiedensten Schiffe vorbeikamen.
Die Wanderung nach Wunstorf ging auf wenig begangenen Wegen (wir hatten ja die kürzest mögliche Strecke genommen und das Gras stand manchmal hüfthoch). Trotzdem erreichten wir die Stadt in annehmbarer Zeit. Trotz eifriger Suche war es nicht sinnvoll, unterwegs eine Mittagspause einzulegen, da es keine Sitzgelegenheit gab. Da es aber höchste Zeit zur Mittagspause war, fragten wir in Wunstorf bei einem Lokal, ob wir im Gartenrestaurant vespern dürften. Zunächst großer Schrecken (wir servieren heute, bei dieser Kälte, nicht nach draußen), als ich dann erklärte, dass wir unser Rucksackvesper verzehren wollen, große Erleichterung und Zustimmung. Auch hier konnten wir wieder Getränke und Suppen vom Haus bekommen.
Einige Wanderfreunde nutzten das Angebot, von hier aus Steinhude mit dem Bus zu erreichen (bei einer Wanderfreundin hat sich die Sohle vom Wanderstiefel abgelöst, was durch einen Draht, den Wanderfreund Karl-Heinz Tewes dabei hatte prima gelöst wurde).
Die anderen Wanderer legten den Rest der Tour noch zu Fuß zurück und erreichten Steinhude am Nachmittag.

Steinhude ist ein Urlaubsort mit besonderem Flair. Wir waren im Hotel Haus am Meer direkt an der Brücke zur Badeinsel sehr gut untergebracht. Bei gutem Essen und Trinken war der Abschlussabend schön. Dem Wanderführer wurde in launigen Worten für seine Mühe gedankt und, ihm ein Geschenk überreicht.

 

10. Tag – Feitag, 27. Mai ca. 9 km; gesamte Steigung ca. 0 m; Wetter sehr kalt, trocken.
Der Rückreisetag wurde, wie kann´s auch anders sein, mit einer Wanderung abgeschlossen.
Wir wanderten in etwa 2 Stunden nach Poggenhagen. Dort angekommen, war noch soviel Zeit, dass ein Anruf an unseren Gastwirt genügte, um unser Gepäck sofort zu bringen. Wir fuhren dann zwei Stunden früher als vorgesehen nach Hannover. Dort wurde eine Gepäckwache eingeteilt. Die übrigen Teilnehmer konnten sich noch verpflegen bzw. die Stadt besichtigen.

 

Gesamtrückblick

Bei der Wanderung wurden ca. 218 km zurückgelegt mit einer gesamten Steigung von ca. 3.240 m. Bei manchen Wanderfreunden waren das schon Grenzerfahrungen. Es war aber ja auch möglich, einzelne Etappen abzukürzen oder ganz wegzulassen und mit der Gepäckbeförderung bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.
Das Wetter war für die Jahreszeit viel zu kalt. Wir hätten manchmal sogar beim Wandern Handschuhe brauchen können. Fast jeden Morgen beim Abmarsch oder kurz darauf fing es leicht zu nieseln an, hörte aber, mit Ausnahme des einen Regentages, nach 5 bis 10 Minuten wieder auf.

Die Gruppe ist sich einig, wenn wir noch gesund sind, im nächsten Jahr von Poggenhagen bis Hamburg zu wandern. Dann aber während der Heideblüte.

Älteste Wanderinnen 78 Jahre, jüngste 54 Jahre.

Wanderführer war Wolfgang Dietz

 


bottom
© 2011 Schwäbischer Albverein Stuttgart (Ust-IdNr.: 01/DE147849529)   Impressum