|
Am Freitag, den 30.9.2005 trafen sich 53 Teilnehmer der Mehrtagesreise
zur Abfahrt Richtung Norditalien. Nach ca. 2 ½ stündiger Fahrt über
die A81 erreichten wir die Raststätte Hegau, wo einausgiebiges
Sektfrühstück mit Brezeln, Wurst und Käse eingenommen wurde. Gut
gestärkt erreichte man bald die Schweizer Grenze bei Schaffhausen.
Über Zürich ging es weiter Richtung St.
Gotthard. Vor dem Aufstieg wurde gegen Mittag an der
Alpentransitbaustelle-Nord in Amsteg der nächste Halt eingelegt. Ein
Ingenieur der Baufirma informierte uns, daß mit dem AlpTransit Gotthard eine zukunftsorientierte Flachbahn durch die
Alpen entsteht. Der Basistunnel am Gotthard - mit 57 km der längste
Tunnel der Welt ist das Herzstück dieser neuen Bahnverbindung. Diese
Pionierleistung des 21. Jahrhunderts wird zu einer markanten
Verbesserung der Reise- und Transportmöglichkeiten im Herzen Europas
führen. Nach diesem interessanten Vortrag fuhr man weiter durch den St. Gotthard-Tunnel bis an den Lago
Maggiore. In dem malerischen Städtchen Cannobio wurde die Kaffeepause
bei strahlendem Sonnenschein eingelegt. Anschließend genoß man die
weitere Fahrt am Ufer des Sees entlang bis Verbania. Nach dem Durchqueren der Po-Ebene mit dem größten Reisanbaugebiet
Europas erreichte man gegen 19.00 Uhr das Hotel Fonssalutis in Agliano
Terme unweit von Asti. Nach der Zimmerzuteilung wurde man mit einem
5-Gänge-Menue auf die typisch italienische Küche eingestimmt.
Nach dem Frühstück am nächsten Tag wurden wir durch eine
Gästeführerin begrüßt, die uns während der Busrundfahrt durch die
Hügellandschaft des Monferrato, Langhe und Roero mit dem
Weinanbaugebiet der berühmten Weine Barbaresco und Barolo interessante
Erläuterungen über Land und Leute näher brachte. Bei der
anschließenden Weinprobe auf einem Weingut in der Nähe von Barolo
konnten diese Spezialitäten gekostet werden. Ein weiterer
kulinarischer Höhepunkt war anschließend das Mittagessen auf einem
Bauernhof mit fast ausschließlich dort eigen angebauten Produkten. Mit einem Verdauungsspazierung durch die Weinberge in
der Hügellandschaft endete diese Ausfahrt. Am Sonntag stand ein Tag in Alba auf dem
Programm, wo uns wiederum „Antonella"zur Stadtführung erwartete. Nach
dem Besuch des Trüffelmarktes erlebte man den „Palio degli asini" in
Alba, ein wildes Eselrennen, das von einem Umzug mit alten Kostümen
eingeleitet wird. Historische Szenen aus der Geschichte Albas werden
dabei nachgestellt.
Die ganze Stadt wird für dieses Ereignis mit farbigen Bändern und
Fahnen geschmückt.
Trotz stark einsetzenden Regens folgte man gespannt dem Eselrennen.
Man erkannte bald, daß hier nicht die Reiter, sondern die störrischen
Esel das Rennen bestimmen. Ziemlich durchnäßt erreichte man das Hotel,
wo wiederum ein sehr gutes Menue serviert wurde.
Am Montagmorgen ging es mit dem Bus nach Turin, der Hauptstadt der
Region Piemont.
Hoch über Turin wartete die Reiseleiterin Raffaela bei der Basilika
in Superga auf die Reisegruppe. Nach der Besichtigung erfolgte eine Rundfahrt durch
die Stadt. Höhepunkt war sicherlich der Besuch in der Kirche San Lorenzo mit einem Blick
auf eine Kopie des Leichentuch Christis. Das Original wird ebenfalls
in dieser Kirche aufbewahrt, jedoch nur zu bestimmten Zeiten
der Öffentlichkeit zur Besichtigung freigegeben. Die Stadt Turin mit
ca. 900.000 Einwohnern wird Gastgeber der Olympischen Winterspiele 2006
sein. Viele Baustellen deuten auf dieses Ereignis hin. Vor der
Rückkehr zum Hotel wurde noch einkurzer Halt in Asti eingelegt. Dieser
Ort wurde bereits 89 v. Chr. gegründet; ein mittelalterlicher Kern ist
noch vollständig erhalten. Der Abschlussabend mit buntem
Unterhaltungsprogramm rundete den Aufenthalt in Agliano ab. Verborgene
schauspielerische Talente kamen zu Tage. Die Sieger der Schätzfragen,
die von G. Egner im Laufe der Reise gestellt wurden, erhielten ihre
Preise. Nach dem obligatorischen Gruppenbild vor dem Hotel mit dem
Transparent des Schwäbischen Albvereins machte man sich auf die
Heimreise.
An Mailand vorbei über Como und Lugano erfolgte bald der Aufstieg
zum San Bernadino.
Hierbei konnte festgestellt werden, dass der Wetterumschwung nicht
ohne Folgen blieb und erste Neuschneefelder waren die Begleiter fast
bis zur Via-Mala Schlucht.
In Chur wurde eine Pause eingelegt; hierbei konnte die
mittelalterliche Altstadt besichtigt werden. Vor der Rückkehr nach Oberboihingen erfolgte im „Rößle" in
Dettingen die Abschlusseinkehr.
Besonderer Dank galt dem Reiseorganisator Jürgen Schmid, der
Familie Kück für die Bewirtung im Bus sowie Gerhard Raddatz vom gleichnamigen
Unternehmen für die sichere Fahrt. Es war wiederum ein schöner und gelungener Ausflug.
Kontakt:
Jürgen Schmid,
Schulstr. 4/1,
72644 Oberboihingen,
Telefon: 07022/63764
|