Vom 29. Mai bis 2. Juni 2002 unternahmen 52 Teilnehmer des
Schwäbischen Albvereins Oberboihingen eine 5-Tagesfahrt nach
Mecklenburg Vorpommern. Als Ausgangspunkt für verschiedene Ausflüge
hatte man ein Hotel am südlichen Stadtrand der ehemaligen
Residenzstadt Güstrow im Herzen Mecklenburgs ausgesucht.
Früh morgens startete der Bus in Richtung Nordosten. Während der
ganzen Strecke wurde von J. Schmid immer wieder auf Städte und
Landschaften hingewiesen. Die erste Pause wurde bei Ansbach zu dem
bekannten und obligatorischen Sektfrühstück genutzt. Gut gelaunt und
bei gutem Wetter ging die Fahrt zügig vorbei an der Fränkischen
Schweiz, dem Fichtelgebirge, dem Frankenwald, dem Vogtland in die
Leipziger Tieflandbucht. In Wörlitz wurde eine größere Pause
eingelegt, und man konnte etwas von der schönen, der zum
Weltkulturerbe erhobenen Parklandschaft des Dessau-Wörlitzer
Gartenreichs bewundern. Durch den Landrücken Fläming in Brandenburg
ging es vorbei an Potsdam und Berlin, durchs Havelland nach
Mecklenburg Vorpommern. Nach der Zimmerzuteilung konnte man noch die
schöne Umgebung des Hotels und die Abendstimmung am Inselsee
genießen.
Der zweite Tag wurde zu einer Rundfahrt durch Teile der
Mecklenburgischen Schweiz und Seenplatte genutzt. Als ortskundiger
Reisebegleiter war Manfred Sievert aus Güstrow zur Reisegruppe
gestoßen. Er begleitete die Gruppe in hervorragender Weise zwei Tage
lang und verstand es Land und Leute in humorvoller Art den Reisenden
näher zu bringen. Über Teterow erreichte man die Burg Schlitz, die
von einem westdeutschen Industriellen zu einem Luxushotel umgebaut
wurde. Vorbei am Malchiner See erreichte man die Parklandschaft
Basedow und Ulrichshusen. Diese Fahrt durch die hügelige Landschaft
der Mecklenburgischen Schweiz mit ihren Wäldern und Feldern sowie
Park- und Schlossanlagen war einer der Höhepunkt der Reise. Nach
einem kurzen Stadtrundgang durch Waren stand eine Schifffahrt auf dem
Müritzsee nach Röbel auf dem Programm. Der Müritzsee ist 115 km2
groß und der Name ist aus dem slawischen Sprachraum abgeleitet und
bedeutet soviel wie „kleines Meer". Von Röbel ging die Fahrt
zum Plauer See und von dort durch das Naturschutzgebiet
Schwinzer-Nossentiner Heide wieder zurück nach Güstrow.
Am dritten Tag startete man frühmorgens zur Insel Rügen. Bevor man
jedoch über den Rügendamm zur Insel übersetzte, machte man einen
Stadtrundgang durch Stralsund. Vor allem die gotischen und
historischen Backsteingebäude der 61500 Einwohner zählenden
Hansestadt waren sehenswert. Weiter ging die Fahrt zum sagenumwobenen
Wahrzeichen der Insel Rügen, dem 119 m hohen Kreidefelsen Königstuhl
auf der Halbinsel Jasmund. Mancher ließ es sich nicht nehmen, die
fast 500 Treppen hinunter zum Meer und wieder hinauf zu bewältigen.
Über Sassnitz und Prora erreichte man dass Ostseebad Binz.
Nach einer Kaffeepause ging es über Putbus wieder aufs Festland.
Nachdem man am Vormittag des vierten Tages auf den Spuren des Dichters
und Bildhauers Ernst Barlach nach Güstrow gewandert war, besichtigte
man anschließend den schönen Stadtkern. Die bekanntesten
Sehenswürdigkeiten sind der Dom mit dem „Schwebenden Engel"
von Barlach und der wohl prachtvollste Renaissancebau Norddeutschlands
aus dem 16. Jahrhundert, das Güstrower Schloß. Nachmittags ging es
noch zum Ostseebad Warnemünde und von dort mit dem Schiff auf der
Warnow vorbei an Werften und Häfen nach Rostock, der größten Stadt
Mecklenburgs Vorpommerns. Rostock ist die dichteste und bedeutendste
Wirtschaftsregion dieses Bundeslandes. Ein kurzer Stadtrundgang
schloß sich an. Vor allem die Marienkirche mit ihrer astronomischen
Uhr aus dem Jahre 1472 und ihrem Kalendarium bis 2017 waren sehr
interessant.
Am letzten Tag stand leider wieder die Heimfahrt an. Nach langer Fahrt
wurde in der Nähe von Heilbronn zur Abschlusseinkehr nochmals eine
Pause eingelegt, bevor man am späten Abend wieder Oberboihingen
erreichte.
Dank wurden dem Busfahrer Ivan sowie dem Organisator und Reiseleiter
Jürgen Schmid und den Mitorganisatoren Ingrid und Hans Kück
ausgesprochen. Sie hatten die Fahrt in bewährter Weise gut
vorbereitet und somit für jeden Teilnehmer zum Erlebnis und zum
Kennlernen eines Teiles des Nordostens unseres Landes werden lassen.
Kontaktadresse: Jürgen Schmid, Schulstr. 4/1, 72644 Oberboihingen,
Tel. 07022/63764, Fax 07022/261841, e-mail: j.schmid-reise@t-online.de
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