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Wanderbericht Nordostalbgau
Deutschland, Freiburg
 

Natur, Kultur und Wandern - eins gehört zum andern!

Dies war das Motto des 110 Deutschen Wandertages der in Freiburg im Breisgau stattfand.
Wie im jedem Jahr war der Schwäbische Albverein sprich der Nordostalb-Gau sehr stark vertreten, insgesamt 55 Personen aus Aalen, Dewangen, Heuchlingen, Hüttlingen Mögglingen, Nördlingen, Lorch, Waldhausen, Wasseralfingen, Westhausen waren als fröhliche, bunte Schar dabei.
Das Wandertagsteam: Traudl, Heidi, Rudi, und Walter hatten wieder ganze Arbeit geleistet, und ein tolles anspruchsvolles, interessantes Programm zusammengestellt (welches die Teilnehmer auch als gedrucktes Exemplar überreicht bekamen)

Im bequemen Reisebus der Fa. Jakob mit dem beliebten sicheren und bewährten Fahrer Dieter Seibold ging es auf die große Fahrt. 1. Ziel war die Kaiserstuhl-Rundfahrt. Vor dem Texas-Pass, die heißeste Ort ist Ihringen im Kaiserstuhl. Zur Rundfahrt wurde  der Reiseführer Peter Brodmann aufgenommen, der mit Lust und liebe und großer Sachkenntnis seine Heimat erklärte. Tolle Ausblicke über riesige Rebflächen als Terrassen oder Hanglagen ausgelegt brachten die Besucher zum Staunen.
In Königschaffhausen die Kirschen –Gegend mit ca. 3000 Kirschbäumen mit dunklen, saftigen Kirschen ließen erahnen woher das Kirschwasser kommt.
Das Hauptziel war Breisach am Rhein. Breisach war die erste Stadt Deutschlands die sich Europa-Stadt nennen durfte. Das Münster St. Martin war mit seinen weltberühmten Wand-Malereien von Martin Schongauer ein weiterer Höhepunkt.
Ebenso das Sonnentor vom französischen Baumeister Vauban, das er im Auftrag  des Sonnenkönigs Ludwig de XIV erbaut hatte.

Am nächsten Tag führte die Reise nach Neuf-Brisach in die alte Festungs-Anlage (UNESCO Weltkulturerbe) ebenfalls von Vauban erbaut. Die Stadt selbst ist Schachbrett artig angelegt, und in 32 Felder unterteilt. Ein besonderes Highlight war die Besichtigung des Wein-Dörfchens Eguisheim. Diese farbenprächtige Blumen geschmückte Stadt seinen kleinen bunten Häusern, die Kreis rund um die Stadt gebaut sind, begeisterten alle Teilnehmer. Hier wurde der einzigste französische Pabst Leo der IX geboren. Nach der Besichtigung des Schlösschens und der sehenswerten Kirche ging die Fahrt weiter nach Colmar. Die Blumenpracht in der Altstadt mit sehenswerten Fachwerk-Häusern vielen Wasserläufen, alle Blumen geschmückt (besonders im Gerber-Viertel) erfreuten alle. Der berühmte Mann Bartholdi, der Schöpfer der Freiheitsstatue in New York lebte hier. Das Unterlinden-Museum beherbergt den weltberühmten Isenheimer-Altar. Der drei schaustufige Wandelaltar wurde von Mathias Grünewald 1506-1515 geschaffen mit bis zu 8 Meter hohen geschnitzten Figuren.

Der nächste Tag führte uns nach Freiburg und ins Markgräfler-Land. Freiburg die Stadt des Geschlecht der Zähringer, die im 12.Jahrhundert den Bau des Münsters in Auftrag gaben. Der Turm des Münsters gilt als der schönste der Christenheit(leider z.Zeit eingerüstet) Freiburg und das Markgräfler-Land gehörten 450 Jahre zu Österreich deshalb sieht man in vielen Wappen den österreichischen Doppeladler. Freiburgs Altstadt mit ihren Wasserläufen bezauberte alle Besucher.
Die Toscana-Deutschlands ist das Markgräfler-Land die Heimat des Gutedel-Weines.
Die Bäderstadt Badenweiler mit der Burg Baden und römischen Badeanlagen-Ruinen (110 n.Chr.) und einem sehr gepflegtem Kurpark rundeten diesen Tag ab.

Jetzt zum Sonntag, ein Höhepunkt eines jeden Deutschen Wandertags (DWT) nach dem Ökumenischem Gottesdienst in der Martinskirche, die Feierstunde des Wandertags im Konzerthaus. Die Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr von Baden Württemberg Tanja Gönner lobte in der Festansprache den Einsatz der Wandervereine und gratulierte dem Deutschen Wanderverband zu seiner erfolgreichen Arbeit und sie sagte noch „Wandern kommt den Bedürfnissen unserer Berufs-, Konsum- und Mediengesellschaft nach“. Auch das Grußwort von Verena Exner Referatsleiterin der deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) informierte das Projekt „10.000.000 Schritte“ bei dem auf acht Wanderungen in Deutschland besucht werden können. Höhepunkt der Festzug durch die Stadt, farbenprächtige Bilder, fröhliche Menschen, mit Musik und Gesang, wunderschöne Trachten-Gruppen, Motiv-Wagen, viele bunte Wimpelgruppen erfreuten rund 15000 Menschen am Straßenrand. Dann der Festzug von fast 10 km-Länge mit ca. 15000 Wanderern aus ganz Deutschland.

Aber alles geht einmal zu Ende, es fehlt nur noch die Abschlussfeier ein weiterer Höhepunkt auf dem höchsten Berg des Schwarzwaldes dem Feldberg.
Tausende fröhliche Wanderer hatten den Berg erklommen zur Schlusskundgebung und zur Übergabe des Wandertags-Wimpel, den die Wimpelwander-Gruppe aus Willingen (2009=DWT 109) an Herrn Dr. Ulrich Rauchfuß zusammen mit der Chronik.
Dieser Wimpel wurde nun an den Freiburger OB. D.h. in Vertretung an Bürgermeister Otto Neideck übergeben. Der Schwarzwaldverein hatte sich etwas besonderes einfallen lassen, da der Wimpel ja nur getragen werden darf, wird er seinen Weg nach Freiburg in einer Bürgermeister –Stafette zum OB –Salomon finden, über Feldberg, Titisee, Hinterzarten, Breitnau, Kirchzarten, Freiburg. Mit dem Spielen und Singen der National-Hymne fand dieser schöne Wandertag sein Ende.

Hier noch einmal im Stichpunkt-Protokoll der Ablauf:

                       110. Deutscher Wandertag
>Ausrichter Schwarzwaldverein
>Präsident des Deutsch. Wanderverbandes Dr. Ulrich Rauchfuß
>gleichzeitig Präsident des Schwäbischen Albvereins
>Motto: Natur, Kultur u. Wandern eins gehört zum andern
>Präsident des Schwarzwaldvereins Eugen Dieterle
>Das Motto spiegelt unsere Liebe zum Schwarzwald und seiner alten Kultur
   wider. Bei der Pressekonferenz stellt Dr. Rauchfuß die Studie über den
   Wirtschaftsfaktor Wandern vor, durch das Wandern entsteht eine   
   Wertschöpfung von  7,5 Milliarden Euro und erbringt 144000 Arbeitsplätze
>Eintreffen der Wimpelwandergruppe aus Willingen im Sauerland (9 Wanderer)
   vom Hessisch-Waldecker-Gebirgs- und Heimatverein sind in 29 Tagen 620
   Km bis Freiburg gewandert.
>Feierliche Eröffnung mit Tanz und Tracht im Konzerthaus
>Finanzminister W. Stächele nutzte seine Ansprache zur Lobrede für sein
   Bundesland.
>OB Salomon war stolz auf seinen Schwarzwaldverein dem es gelungen ist 
   nach 46 Jahren den Wandertag (WT) wieder nach Freiburg zu holen.
   Bunter Abend auf dem Münsterplatz, Abend der Geselligkeit mit Musik, Tanz,
   Kabarett
>Ökumenischer Gottesdienst
>Feierstunde: Ministerin für Umwelt, Naturschutz, Verkehr in Baden
   Württemberg
   (BW) Tanja Gönner lobt den Einsatz der Wandervereine und gratuliert dem
   Deutschen Wanderverband zur erfolgreichen Arbeit. Festzug durch die Stadt
>Schlusskundgebung auf dem Feldberg

Heimreise der Teilnehmer des Nordostalb-Gaues über St. Blasien, Schluchsee zum gemütlichen Abendessen in der Ratsstube in Lorch. Welches gleichzeitig zum Dank-Schön-Sagen an das Wandertags-Team: Heidi Kurz, Traudl Ebert, Rudi Illenberger und dem Planer, Organisator Walter Ebert, Hüttlingen genutzt wurde. Walter bedankte sich im Namen aller Teilnehmer beim Dieter unserem Fahrer der auf den engen, kurvenreichen Bergstraßen sichere Schwerstarbeit geleistet hat.
Von der begeisterten Gruppe bekamen alle ein kleines Präsent.
Und dann die große Bitte an Walter:  weitermachen!
Denn die Planung für 2011= Melle, 2012 = Fläming läuft bei Ihm schon Schluss-Tenor: wie immer schön Spitze war es!!!!

Bericht: Günter Vieler


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