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Fahrt zum 25-jährigen Jubiläum
des „Nellinger Höhenweges“ vom 16. – 20.05.2007
Am 16. Mai um 7 Uhr starteten wir
mit dem Bus. Über Ulm, Kempten, Fernpaß, Nauders erreichten wir
Graun am Reschensee. Nach einem kurzen Halt ging es über die Malser
Heide, vorbei am Kloster Marienberg und Burgeis. Das Ortlergebiet
und die Vinschgauer Berge lagen frisch verschneit im Sonnenschein
vor uns. Vorbei an Mals und der Churburg fuhren wir durch den
Vinschgau. Über Meran kamen wir ins Passeiertal nach St. Martin,
unserem Standquartier. Dort wurden wir gegen 16 Uhr erwartet. Nach
dem alle ihre Zimmer bezogen hatten, war noch Zeit für einen kleinen
Bummel durch St. Martin oder zu einer Schwimmrunde im hauseigenen
Hallenbad. Nach dem Nachtessen war noch gemütliches Beisammensein
und Besprechung für den 1. Wandertag.
Am 17. Mai um 9 Uhr fuhren wir mit
unserem Bus über Hafling nach Vöran. Vom Parkplatz Schermoos
wanderten wir steil bergauf bis zum Möltner Joch und dann auf
bequemen Wegen bis zum Möltner Kaser zur Mittagseinkehr. Ein Teil
der Gruppe wanderte noch aufwärts zu den „Stoanernen Mandeln“ bis
auf 2003 m. Gelegentlich musste mit einem kleinen Regenschauer
gerechnet werden. Der gemeinsame Rückweg führte über die
Sattlerhütte wieder zum Parkplatz zurück. Die Rückfahrt führte uns
über Mölten, Terlan, Meran wieder ins Passeiertal.
Für den 18. Mai war die Ulfas-Alm
vorgesehen. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir über St.
Leonhard, Moos nach Platt. Ab Platt hatten wir zwei Kleinbusse
eingesetzt, um auf der schmalen Straße nach Ulfas zu gelangen. Vom
Parkplatz hatten wir einen bequemen Weg bis zur Ulfas-Alm (1600 m).
Dort konnten wir bei herrlichem Sonnenschein im Freien Mittagessen.
Die starken Wanderer hatten sich noch die Matatzspitze vorgenommen
(2179). Sie kamen nach etwa 3 Std. hell begeistert von der schönen
Rundsicht, die sie von oben genießen konnten, zurück. Die anderen
wanderten entlang des Waalweges, der bis zur Waalerhütte etwa
oberhalb Christl führte. Sie hatten herrliche Ausblicke ins
Passeiertal, zum Jaufenpaß und in die Sarntaler Berge. Auch der
zweite Wandertag hat die Gruppe sehr befriedigt. Am Abend zeigten
uns die beiden Brüder Isidor und Kasian Plangger herrliche
Lichtbilder aus dem Passeiertal.
Am Samstag, unserem Jubiläumstag,
dem 19. Mai, fuhren wir wieder wie am Vortag, nach Ulfas zum Anfang
unseres „Nellinger Höhenweges“. Am Haus der Familie Raffl ist eine
Gedenktafel angebracht:
„Als Zeichen der Verbundenheit mit dem Alpenverein Südtirol hat der
Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Nellingen, mit Spenden von
Mitgliedern und Bürgern den Ausbau der Teilstrecke Ulfas – Matatz
des Meraner Höhenweges unterstützt. Dieser „Nellinger Steig“ soll
jedem Wanderer inmitten der Bergwelt Ruhe und Erholung in Frieden
und Freiheit bringen.“ St. Martin im Mai 1982
Unsere Südtiroler Freunde hatten
die Fahnen gehisst und einen kleinen „Altar“ aufgebaut, denn es ist
in Südtirol so üblich, dass ein neues Wegstück den geistlichen Segen
erhält, der von einem Passeierer Pfarrer in Form einer Andacht
ausgesprochen wurde. Zum Abschluss sangen wir gemeinsam „Großer Gott
wir loben Dich“. Dann gedachten wir noch an den verstorbenen Hellmut
Ellmenreich und an Karl-Heinz Riek, die ursprünglich den Nellinger
Weg erkundeten und planten sowie an Walter Hermann, der einer der
ersten war, die nach Südtirol Verbindung aufnahmen. Dann begann die
Wandergruppe und unsere Freunde aus Südtirol den „Nellinger Weg“,
wie vor 25 Jahren in Richtung Gögele-Hof. Dort gab es einen Imbiss
und Getränke von unserem Gastgeber Hotel Jager Hans. Günter Metzger,
Küfer, verschenkte einige Flaschen „Nellinger Wein“ aus seinem
Weinberg und erinnerte daran, dass er vor 25 Jahren beim Gögele-Hof
einen Apfelbaum pflanzte, der heute noch steht. Elisabeth Riek
überreichte der Familie Gögele ein Bild vom Gögele-Hof. Nach
ungefähr 1 Stunde setzten wir unseren Weg fort und wanderten in
Richtung Osten nach Christl. Dort erwarteten uns wieder, wie vor 25
Jahren, die Goaselschnöller aus St. Martin. Sie feierten, wie wir,
25-jähriges Jubiläum. Unser Weg führte uns nun weiter an den Höfen
Abfalter, Pirpamer und Egger vorbei bis nach Matatz zum Weiherhof.
Dort ist wieder eine Gedenktafel am Haus angebracht. Sie war
wunderschön mit Rosen geschmückt. Im Valdelehof oberhalb des
Weiherhofes kehrten wir noch kurz ein und genossen die schöne
Aussicht ins Passeiertal und zu den gegenüberliegenden Bergen. Der
Sohn des Hauses spielte uns Südtiroler Weisen auf seiner
Ziehharmonika. Er hat mit seinen 13 Jahren schon manchen Preis
gewonnen. Für die, die nicht so gut zu Fuß waren, standen am
Valdelehof zwei Kleinbusse bereit, denn der Abstieg nach St. Martin
war relativ steil. Die Gruppe machte sich dann auf den Weg, um
rechtzeitig zum Nachtessen im Hotel zu sein.
Nach dem Nachtessen gab es noch
verschiedene Ehrungen und Reden, Geschenke wurden überreicht und der
Bürgermeister von St. Martin überreichte Elisabeth Riek eine Urkunde
über 25 Jahre Nellinger Steig. Vigil Raffl, Vorsitzender des
Alpenvereins St. Martin sprach über die gute Beziehung, die sich im
Laufe dieser Zeit zwischen Nellingen und St. Martin entwickelt hat.
Er hoffe sehr, dass diese Verbindung weiterhin bestehen bleibe und
auf die jüngere Generation übergehe. Er bedankte sich ganz herzlich
für die Spende, die wir zur Pflege und Erhaltung unseres Weges
überreichten. Wir Nellinger würden uns über einen Besuch aus St.
Martin sehr freuen.
Günter Maier bedankte sich bei
Elisabeth Riek für die Vorbereitung und Durchführung dieser
gelungenen Unternehmung und überreichte ein wunderschönes
Blumengesteck und einen Geldbetrag. Hans Kneißler trug einige sehr
nette selbstverfasste Zeilen vor und bedankte sich ebenfalls.
Mit Musik und Tanz klang der
schöne Abend aus. Einige feierten mit Günter Hermann in seinen
Geburtstag am 20. Mai.
Am Sonntag versammelten wir uns
alle nach dem Frühstück vor unserem Hotel und sangen noch das
Südtiroler Heimatlied: Wie ist die Welt so groß und weit und voller
Sonnenschein. Dann verabschiedeten wir uns von unserer lieben
Gastgeberfamilie Ennemoser und vom Gögelebauer, der extra noch nach
St. Martin kam, weil er am Vortag nicht zu Hause war.
Unser Busfahrer Eberhard Kurz
brachte uns sicher über die Autobahn Bozen, Innsbruck nach Garmisch.
Hier wurde noch eine Rast eingelegt. Von hier aus ging es über Ulm
ohne große Staus nach Hause. Kurz vor 20 Uhr verabschiedete sich die
„Albvereinsfamilie“.
Die 5 erlebnisreichen Tage werden
uns in guter Erinnerung bleiben.
Elisabeth Riek
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