Menüleiste  
 
Übersicht
Auswahl
zurück zum Bereich "Wandern"

Wanderbericht OG Meßstetten
Deutschland, Oberlausitz
 
Erlebnisreiche Tage in der Oberlausitz

Die Meßstetter Albvereinler verbrachten fünf erlebnisreiche Tage im Dreiländereck »Deutschland - Polen - Tschechien«. Nach einer zehnstündigen Fahrt erreichten die Teilnehmer Zittau, wo bereits ein Stadtführer wartete, um ihnen die Altstadt mit ihrem Marktplatz in italienischem Flair, das Rathaus im Renaissance-Stil und eine Vielzahl von imposanten Renaissance- und Barockhäuser zu zeigen. Besonders beeindruckend war die Blumenuhr mit ihrem Meißener Porzellanglockenspiel, ein Kleinod Zittauer Gartengestaltung, sowie das in der Kirche zum Heiligen Kreuz ausgestellte Fastentuch aus dem Jahre 1472. Am späten Nachmittag wurde dann in der Sonnebergbaude in Waltersdorf - sie gilt als eine der schönsten Gebirgsbauden der Oberlausitz- Quartier bezogen. Waltersdorf ist bekannt für seine vielen liebevoll gepflegten Umgebindehäuser mit zum Teil prunkvollen Türstöcken und blumenreichen Vorgärten. Am zweiten Tag wanderte man von Neuspitzkunnersdorf auf dem Oberlausitzer Bergweg zum »Großen Stein« - hier zeigt die Silhouette eines Felsens eine überraschende Ähnlichkeit mit dem Gesichtsprofil Goethes- und an der Höhle des Räubers Karasek vorbei nach Großschönau an der Mandau, wo der Ort und die evangelische Luther Kirche im dörflichen Barock der Oberlausitz die Wanderer beeindruckte. Die Wenigwanderer besuchten hier das Deutsche Damast- und Frottiermuseum mit seinen einmaligen funktionstüchtigen Handwebstühlen und Maschinen in der Schauwerkstatt. Der größere Teil der Gruppe setzte jedoch die Tour fort zum Weberberg und auf dem Kammweg durch ein Hochmoor, entlang der Grenze zu Tschechien, hinauf zur Lausche, dem mit 793 Metern, höchsten Berg der Oberlausitz mit einer herrlichen Fernsicht nach allen Seiten. Tags darauf wanderte man direkt vom Quartier weg zum Falkenstein und zur Felsenstadt. Nach einem Abstecher in die Felsenstadt mit Blick zum Nonnenfelsen erreichte man die Orgelsteine, eine geologische Seltenheil, die der tertiäre Vulkanismus vor dreißig Millionen Jahren aus Sandstein entstehen ließ. Durch das »Schwarze Loch« - hier wurde von 1560 - 1918 Sandstein gebrochen und zu Mühlsteinen bis zu 2,70m Durchmesser verarbeitet, die bis nach Russland und England verschickt wurden- führte der Weg zum aussichtsreichen Carolafelsen und über Jonsdorf zum kleinen Ort Hain. In Hain wartete der Oybiner Gebirgs - Express, der die Gruppe zum Aussichtsturm auf dem Hochwald und wieder zurück brachte. Am vierten Tag brachte der Bus die Wanderer zur Teufelsmühle bei Olbersdorf. Von hier aus startete man auf steilem Weg hinauf zur Gratzerhöhle und über die Oybinaussicht zum Töpfer, einem bizarren Felsen, der eine großartige Aussicht bis nach Polen bietet. An der Felsformation »Brütende Henne« vorbei und durch die kleine Felsengasse ging's zum Scharfenstein, der über 113 Stufen bestiegen werden kann. Durch die große Felsengasse und den Eschengrund erreichte man schließlich den Berg Oybin mit seiner historischen Bergkirche, den Ruinen der Burg- und Klosteranlage, dem Bergfriedhof aus dem 16. Jahrhundert und der Camera obscura. Seit 150 Jahren wird diese Camera betrieben und lässt die Besucher, die das kleine Häuschen betreten, immer wieder staunen. Ohne Strom und moderne Technik wird im dunklen Raum über einen Spiegel und eine Linse ein bewegtes Bild auf eine weiße Platte projiziert und so exakt wiedergegeben, wie es elektronische Geräte nur annähernd erreichen. Ein weiterer Höhepunkt war die Fahrt mit der Schmalspur - Dampfbahn , die die Teilnehmer von Oybin hinaus aus dem Gebirge nach Zittau brachte, wo sie vom Bus erwartet wurden. Am letzten Tag wurde in Kottmarsdorf unter sachkundiger Führung eine funktionsfähige Bockwindmühle aus dem Jahre 1843 besichtigt, bevor der Bus die Gruppe zur Schlusseinkehr beim »singenden Wirt« nach Kettenacker brachte. Hier bedankte sich Ernst Blickle im Namen der Teilnehmer bei Karl-Hans und Anneliese Kästle für die gute Vorbereitung und Durchführung der Wanderfahrt, die sicherlich bleibende Eindrücke hinterlassen werde.

Info:

Karl-Hans Kästle,
Königsberger Str. 2,
D-72469 Meßstetten,
Telefon:07431/6675,
eMail:karl-hans.kaestle@t-online.de,
www.schwaebischer-albverein.de/messstetten

 


bottom
© 2012 Schwäbischer Albverein Stuttgart (Ust-IdNr.: 01/DE147849529)   Impressum