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Wanderbericht OG Hayingen
Deutschland, Eifel
 

Eifelfahrt 10.-14. Mai 2008: Vulkane, Maare, Moselschleifen

39 Erwachsene und 3 Buben nahmen an der von Gisela und Lothar Pauli aus Bad Camberg organisierten Wanderfahrt mit Bus teil. Paulis sind nicht nur langjährige Mitglieder der OG Hayingen, sondern auch aktiv im Eifelverein (der Eifelverein mit Sitz in Düren wurde 1888 gegründet und zählt mit 30.000 Mitgliedern, organisiert in 158 Ortsgruppen und 13 Bezirksgruppen, zu den größten Wander- und Heimatvereinen im Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine).

Pünktlich um 7 Uhr am 10. Mai ging es mit dem Vereinswimpel im Gepäck los. Gegen 13.30 Uhr Ankunft in Mendig in der Osteifel im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz und Begrüßung durch die Wanderführer Pauli. Auf dem Programm  Lava-Dome Deutsches Vulkanmuseum und die Vorführung einer computergestützten Animation eines Vulkanausbruches. Ein visuelles und körperliches Erlebnis durch großartige Technik. Das nächste Erlebnis: die Wingertsbergwand, Europas bedeutendste Bimssteilwand. Diese Wand (ca. 50 m hoch) ist der weltbekannte vulkanologische Aufschluss des Laacher See-Vulkans. Nach dem Sammeln von Eindrücken und natürlich auch Steinen ging die Fahrt in die Benediktinerabtei Maria Laach mit der wunderschönen Kirche und der einzigartigen Klostergärtnerei. Hier war es sehr schwer, die Hobbygärtner wieder in den Bus zu lotsen. Abends Ankunft im Hotel im Winzerort  Klotten bei Cochem an der Mosel. Am Pfingstsonntag 20 km Wandern auf dem Jakobsweg durch das herrliche, wildromantische Elztal, Einkehr bei der Burg Pyrmont und Aufstieg zur Burg Eltz, die versteckt im Grün des Elzbachtals thront - eine der schönsten und besterhaltenen Burgen Deutschlands, ein  Märchenschloss. Daher auch der Spruch: „Die Eifel bewandern, ohne Burg Eltz zu besuchen, ist wie ein Sommer ohne Sonne”. Bei der vorletzten Serie der Deutschen Mark trug die 500-DM-Banknote auf der Rückseite eine Abbildung der Burg. Auf dem Programm für Pfingstmontag stand der Eppelsberg, ein typischer Vulkan der Osteifel. An der mehr als 60 m hohen Wand ist der typische Aufbau eines Schlackenkegels mit seinen Schichten sichtbar. Auch hier war Steine Sammeln angesagt. Weiter ging es nach Ahrweiler, wo seit mehr als 1100 Jahren Weinbau betrieben wird und Hauptanbau- und Handelsort des blauen Spätburgunders und Metropole des größten geschlossenen Rotweinanbaugebietes Deutschlands ist.

Eine der vielen Sehenswürdigkeiten ist die Pfarrkirche St. Laurentiuskirche. Sie ist die früheste gotische Hallenkirche mit sehenswerten Fresken des 14. und 15. Jh., einem spät-gotischen Taufstein, einer Barock-Orgel und wunderschönen Bleiglasfenstern. Sie ist eine der ältesten und berühmtesten Pfarrkirchen des Bistums Trier. Im Weinort Mayschoß im Ahrtal eine genüssliche  Weinprobe und anschließend die Wanderung durch die Weinberge auf dem „Rotweinwanderweg“ zum Städtchen Altenahr, das zu Fuße der Burgruine Are liegt. Die Burg mit schöner Aussicht auf die umgebenden Weinberge wurde von den müden Wanderern auch noch erstürmt. Am nächsten Tag war die Wanderung auf dem „7-Maare-Weg“ angesagt. Vorbei am Gemündener Maar und steiler Aufstieg zum Mäuseberg (561 m) mit dem 10,5 m hohen Dronketurm bei Daun, benannt nach dem Gründungsvater und ersten Hauptvorsitzenden des Eifelvereins,  Dr. Adolf  Dronke. Vom Turm aus ein herrlicher Rundblick über die Vulkanlandschaft. Wandern in schönster Natur mit Auf- und Abstiegen zum Weinfelder Maar, Schalkenmehrener Maar und dem Pulvermaar, dem rundesten  Maar der Eifel. Diese Maare sind Seen. Zum Abschluss des Tages Führung durch die  Glockengießerei in Brockscheid. Abends im Hotel  gemütliches Beisammensein mit lustigen Vorträgen und sieben Proben des hauseigenen Weines. Am fünften Tag Abschied von Klotten, Fahrt nach Trier und Stadtführung. Das römische Trier, bestehend aus Amphitheater, Barbarathermen, Kaiserthermen, Konstantinbasilika, Porta Nigra (das Wahrzeichen der Stadt), Römerbrücke, Dom, Liebfrauenkirche, Igeler Säule zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Trier ist ein Erlebnis der besonderen Art.  Fünf Tage Eifel mit Kultur, Natur, Wandern und Geselligkeit und dazu die perfekte Organisation der Wanderführer aus Bad Camberg machten diese Wanderfahrt für die Hayinger Albvereinler zum absoluten Höhepunkt des Wanderjahres 2008!

Kontakt:
Ingrid Fischer,
Schriftführerin,
Digelfeldstr. 4,
72534 Hayingen,
Hayfischli@t-online.de

 


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