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Wanderbericht OG Geislingen/Steige
Deutschland, Schwarzwald
 

Schwarzwald zwischen Schluch- und Titisee

„Wandertage im Südschwarzwald“, so hieß das Motto des Jahresausflugs der Ortsgruppe Geislingen im Schwäbischen Albverein. Und so brachte der Bus die 27 Teilnehmer bei bestem Wetter zügig nach Lenzkirch-Saig, von wo aus der Aufstieg auf den 1190 m hohen Hochfirst begann. Nach einer Mittagsrast im gleichnamigen Gasthaus, in dem auch ein kurzes Gewitter überstanden wurde, führte der Weiterweg auf guten Forstwegen gemächlich hinunter nach Lenzkirch-Kappel, wo die Wandergruppe ihre Zimmer im “Hotel-Restaurant Straub” beziehen konnten.
Am nächsten Tag führte die Tour vom Bahnhof Aha am Schluchsee auf den Bildstein. Nach dem Aufstieg von knapp 200 Höhenmetern bot sich den Wanderern ein grandioser Rundblick auf die Höhen des Südschwarzwaldes. Weiter ging es durch frischen Tannenwald nach Oberfischbach hinunter. Danach erneut ein kurzer Aufstieg und gegen Mittag erreichte die Gruppe den Weiler Hinterhäuser, wo sich Gelegenheit bot, im Gasthof „Alpenblick“ ein Vesper einzunehmen. Auf dem aussichtsreichen, blumengesäumten Riesenbühlweg führte der Abstieg zum Ort Schluchsee, wo die Wanderer noch Zeit zum Bummeln, Shoppen oder einer Kaffeepause hatten. Am Abend trafen sich die Sangeslustigen im gemütlich eingerichteten Aufenthaltsraum des Hotels und unter musikalischer Begleitung von Heidi Busch wurden noch viele Wander- und Volkslieder angestimmt.
Da die Wetterprognosen für den nächsten Tag nur Regen voraussagten, wurde die Wanderung durch die Wutachschlucht vorgezogen und den Wanderern, die daran nicht teilnehmen wollten, eine Alternativtour angeboten. Und so wanderte eine Gruppe unter Führung von Klaus-Volker Walser von Boll in die Wutachschlucht bis zur Wutachmühle. Vorbei an einer Kastanien- und Platanenallee wurde gegen Mittag die Schurhammerhütte erreicht. Nach kurzer Rast führte der Weiterweg an Felsbändern vorbei zur Attraktion der Wutachschlucht - der Wutachversickerung. An dieser Stelle verschwindet der größte Teil des Wassers unter einer Felswand und tritt erst hinter dem Rümmelesteg, kurz vor der Einmündung der Gauchach in die Wutach wieder zutage. Aufgrund der langen Trockenheit führte die Wutach aber wenig Wasser, so dass dieses Naturschauspiel leider nur eingeschränkt zu beobachten war.
Die zweite Gruppe startete unter Führung von Horst Messerschmidt vom Äulemer Kreuz aus zum Zwei-Seen-Blick. Von dort bot sich eine herrliche Sicht vom Titisee über die Schwarzwaldhöhen bis zum Schluchsee. Der Weiterweg führte hinunter nach Altglashütten, wo im rustikalen “Alten Schwarzwaldhaus” Einkehr gehalten wurde. Zufrieden mit diesem ausgefüllten Wandertag erreichten die Wanderer bei herrlichstem Sonnenschein am Abend den Schluchsee.
Tatsächlich regnete es am nächsten Tag in Strömen und statt Wandern war nun eine Fahrt zum Vogtsbauernhof angesagt. Von dem bekannten Freilichtmuseum wurden in den letzten Jahren viele neue historische Gebäude erworben und dort im Original wieder aufgebaut. Auch die Vorführung uralter Handwerkskunst, wie zum Beispiel die Fertigung von Hausschuhen aus Flachsmais, die eine ältere Bauersfrau anfertigte, standen im Mittelpunkt des interessanten Rundgangs. Beeindruckend waren auch die Bilder, die anlässlich einer Sonderausstellung über den Schwarzwald in populärer Druckgrafik des ausgehenden 19. Jahrhunderts gezeigt wurden.
Am letzten Tag wurde ein Halt in Konstanz eingelegt. Die Teilnehmer hatten dort Gelegenheit, einen Rundgang durch die historische Altstadt zu unternehmen. Anschließend brachte die Fähre den Bus nach Meersburg, von wo aus zügig die Heimfahrt angetreten wurde.

Wanderführer Horst Messerschmidt
Ortsgruppe Geislingen an der Steige

 


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