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Wanderbericht OG Gaildorf
Deutschland, Sylt
 
Sylter Inseltour 10-08

„Sturmböen bis zu Windstärke sieben mit einer Regenhäufigkeit von vierzig Prozent“ lautete die Wetterprognose für Sylt am letzten Wochenende. Nicht gerade die beste Voraussetzung für die Wanderfahrt des Gaildorfer Albvereins dort hin. Doch es kam ganz anders. „Ein bisschen verrückt ist das schon“, gestand Wanderführer Dieter Brust ein, der zusammen mit Michael Burkhardt die dreitägige Tour organisiert hatte, freute sich aber dennoch, dass die Jubiläumstour „10 Jahre sportliches Weitwandern im Gaildorfer Albverein“ über dreißig „verrückte“ Anhänger gefunden hatte. Am Freitag ging es mit dem Bus die runden 900 km nach Hörnum an der Südspitze der Insel, am Samstag bei gutem Wetter von dort aus - sehr flott zu Fuß - knappe 40 km nach Norden, wo an der Hafenmole in List eine Einkehr beim Fischspezialisten „Gosch“ lockte und am Sonntag schließlich wieder mit dem Bus zurück nach Gaildorf. Nur Impressionen sollten es sein, aber möglichst viele. Und so hatten die „Speedwanderer“ am Schluss viel gesehen, vor allem von der fast zur Hälfte unter Naturschutz stehenden Landschaft der Insel. Durch Sanddünen, Heide, auf Holzwegen und durch Schilfgras am Watt entlang, am Strand lang, über Rotes und Weißes Kliff, durch Marsch und dazwischen über den Rantumer Deich, der das Vogelschutzgebiet Rantumbecken umgibt, führte der Weg mal auf der Meer-, dann querend, dann auf der Wattseite der Insel zum Ziel. Auch ihre höchste Erhebung, die 53m hohe „Uwedüne“ wurde „erklommen“. Ein Besuch der Sylter Quelle und des Teekontors war noch drin und die meisten reetdachbeherrschten Ortschaften streifte man zumindest. Zur Nacht hin erlebten die Gaildorfer dann bei der Rückkehr zu Bus nach Hörnum Sturm und Regen „auf Norddeutsch“ und wurden sich ihres Glücks, was das Wanderwetter betrifft, so richtig bewusst: Da wäre nichts gegangen! Ein besonderes Erlebnis war die „mal ganz andere Tour“ am Ende auch für diejenigen, die nicht bis zum Schluss „durchgelaufen“ waren. Alle erhielten, wie  auch Busfahrer Ulrich Hofmann, dessen Zeitplan für die Fahrt noch straffer sein musste wie der der Wanderführer, ein dickes Lob für ihre Wanderdisziplin.
 

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