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Die Eifel, nordwestlicher Teil des rheinischen Schiefergebirges, im
Westen in die Ardennen übergehend, durchschnittlich 600 m hoch. Altes
Rumpfgebirge mit erloschenen Vulkanen und Kraterseen. So wird im
Lexikon das Wandergebiet beschrieben, das 38 Wanderfreunde der
Ortsgruppe Ebersbach vom Schwäbischen Albverein am 26. Juni 2005 mit
dem Bus ansteuerten. Kaum einer hatte wirklich eine Vorstellung von
dem, was dieses Mittelgebirge bieten würde.
Bereits in Wanderkleidung, unterwegs mit Brezel und Sekt gestärkt,
erreichte man den Luftkurort Bollendorf im Tal der Sauer, dem
Grenzfluss zwischen Deutschland und Luxemburg, und man machte sich
auch ganz schnell auf den Weg, die nähere Umgebung zu erkunden.
Sandsteinformationen wie z.B. das Teufelsloch, das Tanzkill oder der
Artistenplatz gaben einen ersten Eindruck, was hier durch den Wechsel
von Frost- und Tauperioden gegen Ende der letzten Eiszeit an
Naturdenkmälern entstanden war. Fast modern wirkten dagegen die
Ausgrabungen der Römischen Villa oder des Diana-Denkmals. Nach ca. 3,5
Stunden war die „Einlaufrunde" beendet, und man kam, von der Wärme ganz schön
geschaftt, im Hotel an, wo bald der Hunger, wie dann jeden Abend, mit
einem reichhaltigen 4-Gänge-Menü gestillt wurde. Meistens wurde auch
zur „happy hour" der Durst auf der Terrasse in gemütlicher Runde
vollends gelöscht.
Anderntags war eine Tour mit 5,5 Stunden reiner Gehzeit durch die
Teufelsschlucht geplant. Ein großer Sandsteinblock kippte vor
Millionen Jahren aus einer Plateauwand heraus und öffnete so eine
heute 28 Meter tiefe Felsspalte, die alle faszinierte. Tapfer
durchwanderte man, teilweise über Treppen, Felsstufen und Leitern
bergauf und bergab, das Labyrinth der Naturgewalten. Den Abschluss
dieser Exkursion bildete ein Besuch in der Naturkundestation, die eine
Ausstellung zur Geologie und Archäologie der Region beherbergte.
Am dritten Tag war eine Ausfahrt in die nördliche Eifel vorgesehen.
Leicht beschuht, denn heute waren eher Spaziergänge angesagt,
erreichte man bequem im Bus die mit Wasser gefüllten runden Krater
erloschener Vulkane. Diese sogenannten Maare, zum Teil mit Seerosen
bewachsen, hingebettet in Wald und Wiese, boten dem Betrachter einen
Reiz ganz anderer Art.
Doch es war ja ein Wanderverein unterwegs, und so war es allen
klar, dass der nächste Tag wieder mit einer langen Tour ausgefüllt
sein musste. Zunächst lernte man das Städtchen Echternach, schon am
Eingang des Deutsch-Luxemburgischen Nationalparks gelegen, kennen. Bei
sehr warmen Wetter erkletterte man die von Wäldern umgebenen bizarren
Felsbastionen, stieg hinab in Schluchten und in teilweise stockdunkle
Grotten. Fast wurden Wetten abgeschlossen, ob nach den guten
abendlichen Mahlzeiten noch alle durch die engen Felsspalten passen
würden. Natürlich kamen alle wohlbehalten und gutgelaunt, aber von der
Hitze und der langen Gehzeit gezeichnet, im Hotel an, wohl wissend,
dass am anderen Tag die Füße wieder geschont würden.
Es stand eine Fahrt durch das Luxemburger Land über Vianden,
Larochette zur Landeshauptstadt mit Stadtbesichtigung auf dem
Programm. Natur, Kultur und der von den Damen ersehnte Einkaufsbummel
machten auch diesen Tag zu einem Erlebnis.
Der Freitag, der letzte Tag der Wanderwoche, führte durch den
Bollendorfer Wald. Mariensäule, Maria Theresienstein und Eulenhorst
waren auch hier wieder Zeugen einer kulturellen und geologischen
Epoche. An diesem Abend traf man sich, bei Gesang und humorvollen
Beiträgen einiger Wanderfreunde, zur Abschlussfeier, mit der ein wunderschönes
Gruppenerlebnis seinen Ausklang fand.
Was sich am Anfang so nüchtern im Lexikon las, entfaltete sich also
in dieser Woche als ein besonders abwechslungsreiches Urlaubsgebiet,
das allen Ansprüchen gerecht wurde. So ist es auch nicht
verwunderlich, wenn eine zufriedene, fröhliche Schar am 2. Juli 2005
den Heimweg antrat. Noch einmal kam mit einem Abstecher nach Trier die
Kultur nicht zu kurz. Bauwerke aus der Römerzeit, unter ihnen die
bekannte Porta Nigra, gaben einen Eindruck vergangener Zeiten.
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