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Wanderbericht OG Ebersbach/Fils
Deutschland, Berlin
 
35 Teilnehmer machten sich am 20.04.04 auf den Weg, um die Hauptstadt zu erkunden. Vom Bahnhof Ebersbach ging es mit Umstieg in Stuttgart pünktlich los. Bereits nach 6 Stunden konnte die berühmte Berliner Luft geatmet werden. Ein Kurierdienst entlastete von Gepäckstücken, und die erwartungsfrohe Gruppe marschierte zu Fuß zum nahegelegenen Hotel. Nach der Zimmerverteilung traf man sich zum Essen. Ein echt Berliner Eisbein mit Sauerkraut und Erbspüree dazu eine rote oder grüne Berliner Weisse machten allen klar - wir sind in Berlin. Ein kleiner Abendspaziergang auf dem Ku'damm vermittelte den ersten Überblick.

Am nächsten Morgen traf man sich mehr oder weniger vom Verkehrslärm geschädigt am Frühstückstisch. „Futtern wie bei Muttern" war angesagt, sogar die Brötchen wurden einem mit scharfem Messer aufgeschnitten. So verwöhnt sollten nun alle in den nächsten Tagen werden. Die erste Tour stand an. Neben längeren Aufenthalten oben auf dem Fernsehturm, im Nicolaiviertel und im Berliner Dom konnten vom Bus aus die verschiedensten markanten Punkte bestaunt werden. Am späten Nachmittag wurde der Plenarsaal im Bundestag besucht und die Glaskuppel des gleichen Gebäudes bestiegen. Völlig überflutet von neuen Eindrücken traf man sich, wie an allen folgenden Tagen, um 19.00 Uhr zum Nachtessen, das vom Koch liebevoll „komponiert" wurde. Dafür wollte er aber auch jeden Abend gelobt werden.

Am Donnerstag ging es mit der Bahn nach Lübbenau in den Spreewald. Ein herrlich sonniger Tag machte die Kahnfahrt und den kleinen Zwischenstop im Gasthaus zum Hecht oder im Museumsdorf Lehde zu einem vollen Erfolg. Am Schluss des Ausflugs konnte nach der Rückfahrt festgestellt werden, wie schnell man sich aus den Augen verliert, weil zwei verschiedene Bahnhofsausgänge benutzt wurden. Obwohl beide Gruppen die gleichen Dinge taten, in der Haupthalle warten, rechts und links suchen, lief man aneinander vorbei

und traf sich dann erst beim Nachtessen wieder. Heftig wurde an den Tischen diskutiert, welcher Teil der Berlineroberer richtiger gesucht und gewartet hatte.

Am Freitag empfing man die reisefreudigen Ebersbächer in der Ländervertretung Baden-Württembergs. Es wurde über die Bedeutung des Hauses informiert und anschließend Brezeln und Saft gereicht. Man stellte fest, dass die schwäbisch-berliner Brezeln nicht ganz den Geschmack trafen, da sie doch mit zu viel Salz bestreut waren. Anschließend lernte man die Gedenkstätte Deutscher Widerstand, die East-Side-Gallerie, die Gedenkstätte Plötzensee und das Schloss Charlottenburg kennen. Der danach geplante Punkt in Spandau, die Zitadelle, konnte dann leider nicht angesteuert werden, da der Busfahrer nach 1 1/2 Stunden Superstau seine Fuhre nur noch im Hotel abliefern wollte.

Entlang der Havelchaussee und über die Glienicker Brücke gelangte man am Samstag nach Potsdam. Nach einer Führung durch Schloss und Garten Sanssouci strömte man aus, die Altstadt unsicher zu machen. Einige Geldbörsen waren hinterher nicht mehr ganz so schwer wie vorher. Eine Besichtigungstour durch andere Teile der Stadt rundete den Tag ab, um dann quer durch Berlin, am Rathaus Schöneberg, dem ehemaligen Sitz des regierenden Bürgermeisters von Westberlin, vorbei, die Unterkunft zu erreichen.

Der Sonntag stand im Zeichen eigener Entscheidungen. Viele nahmen die im Vorfeld gemachten Vorschläge an und stürmten auf eigene Faust mit S und U-Bahn zu lohnenden Aussichtspunkten. Die Kulturbesessenen hatten sich aber für einen Besuch im Friedrichstadt Palast entschieden. Von der farbenprächtigen Revue waren dann auch alle sehr begeistert. Am Abend traf man sich nach dem Essen zu einem kleinen Ausklang mit Gesang und Wein sowie mit gelungenen Beiträgen von Dieter Veil, die die Anwesenden zum Lachen brachten.

Am 26.04.04, dem Abfahrtstag, war noch ein Besuch im KaDeWe vorgesehen ehe alle Reiseteilnehmer vom Bahnhof Zoologischer Garten mit dem ICE wieder der Heimat entgegen fuhren.

Wir Organisatoren bedanken uns bei allen Mitreisenden für die Pünktlichkeit bei den verabredeten Zeiten, für die gute Laune, die während der gesamten Reise anhielt, und hoffen, dass dies ein Zeichen dafür war, dass unser Slogan „Berlin ist eine Reise wert" nicht leere Worte waren.

gl


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