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Radtour vom 29.6. - 2.7.2006 auf den
Spuren von Papst Benedikt XVI. zwischen Inn und Salzach -
"Benediktweg"
Frühmorgens um 6 Uhr fuhren 18 Teilnehmer per Auto mit
unseren Fahrrädern huckepack über München nach Wasserburg. Dort
stellten wir auf einem großen Parkplatz außerhalb der Stadt unsere
Autos für vier Tage ab und los ging es mit unseren Drahteseln
flussabwärts des Inn auf der europäischen Radfernroute bis nach
Altötting. Auch der Innradweg kreuzte auf der ganzen Tour unseren Weg.
Teilweise auch zu Fuß und für einige beschwerlich ging es an Gars ,
Kloster Au, Aschau a. Inn, Mühldorf und Tüßling vorbei zu unserem
ersten Übernachtungsort Altötting. Kurz vorher überraschte uns auch
noch ein Gewitter, und so waren wir froh, nach ca. 70 km unsere
vorbestellte Unterkunft erreicht zu haben. - Abends erkundeten wir
noch die Sehenswürdigkeiten wie die Jesuitenkirche St. Magdalena, St.
Philippus und Jakobus, die letzte gotische Hallenkirche
Süddeutschlands. Auch die bekannte Gnadenkapelle mit der Schwarzen
Madonna, die mit 500 Jahren zu den ältesten Sakralbauten Deutschlands
gehört.
Am 2. Tag fuhren wir bei schönem Wetter über Marktl a. Inn, hier
steht das Geburtshaus von Papst Benedikt XVI., das man nur von außen
anschauen darf. In Burghausen an der Salzach, nahe der österr. Grenze
besichtigten wir die längste Burg Europas (1043 m); es war gigantisch
und eine tolle Aussicht von oben. Vorbei an der Ortschaft Asten, wo
die Wallfahrtskirche Marienberg (15. Jhdt.) liegt, die leider wegen
Renovierung nicht zu besichtigen war, gelangten wir nach Tittmoning,
unsere zweite Schlafstätte. Für einen langgezogenen Anstieg (zu Fuß),
der uns alle arg schlauchte, wurden wir abends durch ein gewonnenes
WM-Fussballspiel belohnt. Der Wirt hatte vor seiner Wirtschaft auf dem
Marktplatz unter Sonnenschirmen einen Fernseher aufgestellt.
Nächsten Morgen radelten wir in südl. Richtung am Tachinger See, am
Waginger See (wo wir vesperten u. einige badeten) vorbei nach Waging,
Traunstein bis nach Chieming am Chiemsee. Am See entlang bis nach
Seebruck und nach Seeon/Roitham, wo wir das dritte Mal übernachteten.
- Am idyllisch gelegenen Klostersee konnten wir auch das ehem. Kloster
Seeon bestaunen, in dessen Innenhof gerade eine Hochzeitsfeier
stattfand.
Der letzte Tag war uns vorbehalten, rechtzeitig wieder bei unseren
Autos zu sein und so nahmen wir eine Abkürzung (auch wegen der Hitze)
Richtung Wasserburg. Über Amerang erreichten wir nach ca. 40 km die
Altstadt. Diese wird bis auf eine schmale Landzunge von allen Seiten
vom Inn umflossen; eine nahezu vollständig erhaltene mittelalterliche
Burg, Brücke und Stadtmauer rundet alles ab. - Gemütlich ließen wir es
uns unter Sonnenschirmen gut gehen und traten mit ca. 240 km Rundfahrt
in den Beinen (keine einzige Reifenpanne) den Heimweg mit dem Auto
wieder an.
Hans Czisch
Kontakt: Franz Semler, Birkenweg 9, 89165 Dietenheim, Tel.
07347/919244
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