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Wanderbericht OG Tübingen-Derendingen
Deutschland, Südeifel

5.-8.8.2001

Die Ortsgruppen Weilheim und Derendingen schlossen sich zusammen, um unter der Obhut und dem Organisationstalent Karlheinz Haas, vom 5.-8.8.2001 eine Wanderfahrt nach Bollendorf in den deutsch-luxemburgischen Nationalpark zu unternehmen. Am frühen Sonntagmorgen wurden die "Derendinger" von Chauffeur Dino pünktlich erwartet. Die "Weilheimer" stiegen zu und auch "Bühlemer" wurden vor Ort aufgenommen. Bei einer kühl-trockenen Wetterlage brachte der Bus die Wandergruppe über die Autobahn nach Karlsruhe, am Pfälzer Wald und am historisch bedeutsamen Hambacher Schloß vorbei, nach Otzenhausen, wo die Überreste einer riesigen keltischen Befestigungsanlage, der größten in Deutschland überhaupt, besichtigt werden konnte. Früher hat man vom "Hunnenring" gesprochen. Allerdings hat dieser mächtige Befestigungsringwall überhaupt nichts mit den Hunnen zu tun.

Tags darauf fuhr die Gruppe nach Ferschweiler, wo sie auf dem Weg nach Prümzurlay die Straße verließ und mit Regenzeug und Rucksack versehen über 1000 Stufen, durch Täler und Schluchten, umsäumt von den gnomenhaften Sandsteinriesen wie z. B. den Tudorfelsen sowie Erdrutschen neueren Datums, die Teufelsschlucht durchstieg. Kleine Naturwunder wie z. B. fluoreszierendes Moos in kleinen Felsspalten liesen die Betrachter staunen und den beständigen Regen vergessen. Am Besucherzentrum des deutsch-luxemburgischen Naturparks konnte sich die Gruppe erholen, erfrischen, stärken und aufwärmen. Dabei wurde festgestellt, dass auch eine Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins aus Gosheim dasselbe Wanderziel ausgesucht hatte. Mit einem gemeinsamen Lied verabschiedete man sich. Um den Wanderern eine Straßenwanderung zu ersparen, brachte sie der Bus ein Stück weiter in die Gegend von Irrel, wo man am Bergtrauf entlang zur Liboriuskapelle wanderte und den prächtigen Ausblick auf die Stadt Echternach mit ihrem Kloster genoss.

Am folgenden Tag wurde die luxemburgische Grenze überschritten. Von Grundhof ging es wiederum bei schwülwarmen und regnerischem Wetter dem Hallertal entlang bis zur Burgruine Beaufort. Von dort ging es zum "Predigtstuhl" und weiter zum "Adlerhorst". In Berdorf wurde gepicknickt und danach die Ortskirche besichtigt, deren Altarplatte auf einem Sockel einer früheren römischen Jupitersäule liegt. Am römischen Naturamphitheater verweilte man nur kurz und stieg langsam nach Echternach ab, wo manche kulturbeflissene die Stadt, das Kloster sowie Land und Leute erkundeten. Wieder andere ließen sich in einer Eisdiele verwöhnen. Nach dem Abendessen gab es eine "Weinverkostung", die mit verschiedenen Liedern, Sketschen und Beiträgen von verschiedenen Teilnehmern sehr unterhaltsam gestaltet wurde.

Nach einem ausgiebigen Frühstück wurde der Bus für die Heimreise wieder beladen. Das Wetter war diesmal den Wanderern wohlgesonnen, so dass man nach der Autobahnfahrt über Trier und Pirmasens in den Vogesen trockenen Fußes die Burgen Weglenburg und Fleckenstein bestieg. Über Hagenau, Bitschwiller ging dann die Reise nach Oberkirch, wo die Gruppe in einem Gasthaus mit kulinarischen Pfifferlingsgerichten verwöhnt wurde. Bei dieser Gelegenheit bedankten sich die Ortsgruppenvorsitzenden bei Karlheinz Haas und dem Busfahrer für die gelungene Wanderfahrt. Eine Wette um die Länge des Heimweges hielt die Mannschaft bis zum Schluss in Spannung. Auf dem Nachhauseweg wurden Lieder geschmettert und kleine schwäbische Geschichten zur Erheiterung aller zum besten gegeben. Zu Hause angekommen konnte ein jeder von der Gruppe trotz mancher Schlechtwetterstunden sehr zufrieden und mit vielerlei Abwechslung erholt ins Bett sinken.

Ortsgruppe Derendingen

Klaus Wieczorek
Lembergstraße 35
72072 Tübingen-Derendingen

 

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