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Von Bonn an den Neckar Die diesjährige
Wanderfahrt der Ortsgruppe Bonn in das Kerngebiet des Schwäbischen
Albvereins hat vielerorts eine Wissenslücke geschlossen. Denn wir
mussten immer wieder bei Führungen, Besichtigungen und unterwegs
gegenüber anderen Wanderfreunden die erstaunte Frage beantworten, ob
und warum es eine Ortsgruppe Bonn gibt. Aber der Zweck der viertägigen
Fahrt an den Neckar mit Standquartier in Rottenburg war, Wissenswertes
zu erfahren, was möglicherweise auch Mitgliedern anderer Ortsgruppen
unbekannt ist. Dafür hatte umsichtig und sachkundig der Wanderführer
Bernhard Sandherr mit der Tour durch seine Heimat (bevor beruflich an
den Rhein verschlagen) gesorgt. So besichtigten die 30 Teilnehmer das
Faust-Museum in Knittlingen und erfuhren, dass hier zwischen 1480 und
1540 der wahrhaftige Faust, mit Vornamen Johannes, gelebt und gewirkt
hatte und über Goethe – Deutschland hinaus bis nach England bekannt
war.
Die Wanderung auf die Wurmlinger Kapelle St. Remigius – 475 m hoch,
mit wertvollen Gegenständen, gotischer Krypta und Wiederaufbau im 17.
Jahrhundert – wird nicht nur belohnt mit einem herrlichen Rund- und
Weitblick bis zur Hornisgrinde sondern auch damit, dass man Gedichten
z.B. von Ludwig Uhland und Nikolaus Lenau zum Greifen nahe ist.
Auf dem Friedhof von Rottenburg kann man das Grab des
Heimatdichters und ersten Herausgebers (1945) der Stuttgarter Zeitung,
Josef Eberle, genannt Sebastian Blau, besichtigen. Seinem Wirken
begegnet man auf Schritt und Tritt auch in den Stadt Rottenburg.
Nach Besichtigung der Stadt Rottweil ging es vom Klippeneck entlang
dem Albtrauf zum Dreifaltigkeitsberg oberhalb von Spaichingen. Hier
kann man die sehenswerte Wallfahrtskirche der Claretiner besichtigen
und den weiten Blick bis zum Feldberg im Schwarzwald genießen. Nach
Haigerloch mit seiner für viele unbekannten Felsenhöhle des ersten
Atomforschungsreaktors im Zweiten Weltkrieg ging es weiter Richtung
Horb. Vom Kreuzkapellenberg aus führte die Wanderung entlang dem
Ringmauerweg. Ein Erlebnis war dann ein gemütliches Zusammensein im
Turmzimmer in der Spitze des Schurkenturms, das die Ortsgruppe Horb
ausgebaut und eingerichtet hat. Dazu war auch der Hauptgeschäftsführer
des Schwäbischen Albvereins gekommen. Wenn dann noch der bekannte
Heimatdichter Karl Napf aus seinen Werken vorträgt, ist der
Abschiedsabend ein Vergnügen. Zum Gelingen der Fahrt hat wesentlich
die gute Vorbereitung und Begleitung der Ortsgruppe Horb beigetragen.
Dr. Horst Hennemann, Pressewart, Telefon und Fax: 02244/2681
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