Es war ein gutes Omen: Mit dem Einzug des Frühlings und – endlich –
warmer Temperaturen war bereits die Anreise ins „Haus der Volkskunst“
des Schwäbischen Albvereins in Balingen-Dürrwangen ein Genuss! Insgesamt
16 Teilnehmerinnen am Frauenseminar II „Wanderkartenlesen leicht
gemacht“ aus Senden bei Ulm, Stuttgart, Ostfildern, Bodelshausen,
Schwenningen, Empfingen, Schlierbach, Kirchheim/Teck, Magstadt,
Hechingen und Waldstetten (Ostalb) fanden ein äußerst stilvolles
Ambiente vor. Hausherr Manfred Stingel und sein vorzügliches
Bewirtungsteam begrüßten die Seminaristinnen herzlich – und wer von den
Damen noch nie im „Haus der Volkskunst“ gewesen ist, kam aus dem Staunen
nicht mehr heraus!Die Leitende Regierungsdirektorin
beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, Sabine Urbanke,
sowie SAV-Pressereferentin Angelika Rieth-Hetzel stiegen sogleich ein
ins über fünfstündige Seminarprogramm. Sabine Urbanke als Fachfrau
arbeitete mit Luftaufnahmen aus dem Raum Dürrwangen und erklärte, wie
wenig man sich an Hand solcher Fotos orientieren kann. In weiteren
Schritten zeigte sie, wie eine Wanderkarte entwickelt wird, wie
Landschaftsformationen, Straßen, Bahnlinien, Siedlungen, Bau- oder
Naturdenkmäler, Streuobstwiesen, Gehölze, Wälder, Höhlen oder Quellen
herausgearbeitet und mit Signets gekennzeichnet werden.
Es war nicht einfach, die Seminaristinnen mit kaum
vorhandenen oder schon fortgeschrittenen Kartenkenntnissen auf einen
Level zu bringen, Ihnen zu vermitteln, wie man sich maßstabsmäßig
orientiert, Wanderzeiten berechnet und „qualitätsvolle“ Wanderwege
auswählt – zugeschnitten auf den Leistungsstandard unterschiedlicher
Wandergruppen.
Sabine Urbanke bemühte sich, alle gewissermaßen ins
Boot zu holen, damit gemeinsam auf verschiedenen Wegen in der Theorie
diverse Touren vom Haus der Volkskunst zur Ruine Schalksburg
ausgearbeitet und deren Verläufe genau beschrieben, Höhenunterschiede
aufgezeigt, z.B. der Weg unter Hochspannungsleitungen vermieden und
Naturschönheiten beschrieben werden konnten. Die Frauen hatten so viele
Fragen – vor allem über Methoden der Zeitplanung für Wandertouren – dass
leider der praktische Seminarteil „outdoor“ ausfallen musste.
Angelika Rieth-Hetzel dankte zum Abschluß den
Teilnehmerinnen herzlich fürs Engagement, ebenso der Seminarreferentin
für die sachkundigen Ausführungen. Die Frauen äußerten den Wunsch nach
einem Besichtigungstermin im Landesamt für Geoinformation und
Landentwicklung Stuttgart sowie einem reinen Praxisseminar
„Wanderkarten“ in der freien Natur. Zum guten Schluß hatte Manfred
Stingel noch ein Highlight zu bieten und führte durch die beiden Häuser
der „Volkskunst“. Die Seminarteilnehmerinnen (und die Referentin) kamen
aus dem Staunen nicht mehr heraus. Originalton: „Heidanei, dass der
Albverein so etwas hat, macht mich richtig stolz!“
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