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Frauenseminar am 17. April 2010
Wanderkarten-Seminar in stilvollem Ambiente
 
Es war ein gutes Omen: Mit dem Einzug des Frühlings und – endlich – warmer Temperaturen war bereits die Anreise ins „Haus der Volkskunst“ des Schwäbischen Albvereins in Balingen-Dürrwangen ein Genuss! Insgesamt 16 Teilnehmerinnen am Frauenseminar II „Wanderkartenlesen leicht gemacht“ aus Senden bei Ulm, Stuttgart, Ostfildern, Bodelshausen, Schwenningen, Empfingen, Schlierbach, Kirchheim/Teck, Magstadt, Hechingen und Waldstetten (Ostalb) fanden ein äußerst stilvolles Ambiente vor. Hausherr Manfred Stingel und sein vorzügliches Bewirtungsteam begrüßten die Seminaristinnen herzlich – und wer von den Damen noch nie im „Haus der Volkskunst“ gewesen ist, kam aus dem Staunen nicht mehr heraus!

Die Leitende Regierungsdirektorin beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, Sabine Urbanke, sowie SAV-Pressereferentin Angelika Rieth-Hetzel stiegen sogleich ein ins über fünfstündige Seminarprogramm. Sabine Urbanke als Fachfrau arbeitete mit Luftaufnahmen aus dem Raum Dürrwangen und erklärte, wie wenig man sich an Hand solcher Fotos orientieren kann. In weiteren Schritten zeigte sie, wie eine Wanderkarte entwickelt wird, wie Landschaftsformationen, Straßen, Bahnlinien, Siedlungen, Bau- oder Naturdenkmäler, Streuobstwiesen, Gehölze, Wälder, Höhlen oder Quellen herausgearbeitet und mit Signets gekennzeichnet werden.

Es war nicht einfach, die Seminaristinnen mit kaum vorhandenen oder schon fortgeschrittenen Kartenkenntnissen auf einen Level zu bringen, Ihnen zu vermitteln, wie man sich maßstabsmäßig orientiert, Wanderzeiten berechnet und „qualitätsvolle“ Wanderwege auswählt – zugeschnitten auf den Leistungsstandard unterschiedlicher Wandergruppen.

Sabine Urbanke bemühte sich, alle gewissermaßen ins Boot zu holen, damit gemeinsam auf verschiedenen Wegen in der Theorie diverse Touren vom Haus der Volkskunst zur Ruine Schalksburg ausgearbeitet und deren Verläufe genau beschrieben, Höhenunterschiede aufgezeigt, z.B. der Weg unter Hochspannungsleitungen vermieden und Naturschönheiten beschrieben werden konnten. Die Frauen hatten so viele Fragen – vor allem über Methoden der Zeitplanung für Wandertouren – dass leider der praktische Seminarteil „outdoor“  ausfallen musste.

Angelika Rieth-Hetzel dankte zum Abschluß den Teilnehmerinnen herzlich fürs Engagement, ebenso der Seminarreferentin für die sachkundigen Ausführungen. Die Frauen äußerten den Wunsch nach einem Besichtigungstermin im Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Stuttgart sowie einem reinen Praxisseminar „Wanderkarten“ in der freien Natur. Zum guten Schluß hatte Manfred Stingel noch ein Highlight zu bieten und führte durch die beiden Häuser der „Volkskunst“. Die Seminarteilnehmerinnen (und die Referentin) kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Originalton: „Heidanei, dass der Albverein so etwas hat, macht mich richtig stolz!“

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