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Geocaching

Die moderne Schnitzeljagd nun auch in Roigheim

N 49° 21.937 E 009° 20.157 so ungefähr beginnt sie die Schnitzeljagd – neudeutsch auch „Geocaching“ genannt. Letzten Donnerstag hat sich eine Gruppe Jugendlicher vom Albverein aufgemacht einen Schatz („Cache“) zu suchen. Die Beschreibung wo dieser Schatz versteckt ist findet man im Internet unter www.geocaching.com oder auf der deutschen Seite www.opencaching.de. Es gibt verschiedene Cache-Arten, vom einfachen Drive-In Cache, der sogar fast mit dem Auto zu erreichen ist, bis zu Rätselcaches oder auch Multi-Caches, bei denen an verschiedenen Stationen kleine Aufgaben zu lösen sind. Interessant, manchmal auch  etwas gespenstisch, sind Nachtcaches. Dabei zeigen zum Beispiel mit einer Taschenlampe angeleuchtete Reflektoren den Weg zum Ziel. Unserer Gruppe hat sich einen Multi-Cache ausgesucht und die Beschreibung ausgedruckt. Nicht vergessen sollte man die eventuell vorhandenen Hinweisbilder, sogenannte Spoiler, welche die Suche erleichtern. Die Startkoordinaten bestehen aus Längen- und Breitengrad und werden in ein Satelliten-Navigations-System, ein GPS-Gerät, eingegeben. Nun kann es losgehen. Ein Pfeil auf dem Gerät zeigt die Richtung zur ersten Station. Ganz ohne Karte und Kompass geht es aber oft doch nicht, da das GPS-Gerät nur die Luftlinie zum Ziel anzeigt. An der ersten Station müssen die Cacher eine Jahreszahl suchen und damit die Koordinaten für die nächste Station berechnen. Dort gilt es dann die Treppenstufen zu zählen und so weiter. Bis man sich schließlich bis zu den Final-Koordinaten vorgearbeitet hat. Am Final, dem Ziel, geht nun die Suche erst richtig los. Die GPS-Geräte arbeiten, je nach Modell, nur auf 5-15 Meter genau und da kann es manchmal schon etwas dauern bis man fündig wird. Der Cache befindet sich normalerweise in einem wasserdichten Behälter, und besteht aus verschiedenen Tauschgegenstände und einem Logbuch in das sich der Schatzfinder einträgt. Es versteht sich von selbst, dass nur wer wieder etwas reinlegt auch etwas herausnehmen darf, und man den Schatz wieder da versteckt wo man ihn gefunden hat. Zuhause wird dann der Fund noch im Internet auf der entsprechenden Website dokumentiert.

 

Geocaching gibt es seit den 80ern, da allerdings nur mit Karte und Kompass. Der erste Cache in Deutschland wurde am 2. Oktober 2000 gelegt. Weltweit gibt es mittlerweile über 380.000 aktive Caches in 222 Ländern und davon über 31.000 in Deutschland. Seit kurzem gibt es nun auch den ersten Cache mit Namen „Essigberg“ in Roigheim.

Wir hatten viel Spaß bei unserer Schatzsuche und alle sind sich sicher: Das wird bestimmt nicht unsere letzte GPS-Schnitzeljagd gewesen sein. (js)

Links zum Thema Geocaching gibt's auch auf unserer Link-Seite.

 

 

 

 


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