| In Plochingen hatte der örtliche Verschönerungsverein auf
dem Aussichtsgelände des Stumpenhofes ein hölzernes
Aussichtsgerüst erstellt, das am 21. März 1892 mit einem
Fackelzug feierlich seiner Bestimmung übergeben worden war.
Ihm ging es aber nicht anders als anderen Holzkonstruktionen
- sie waren alle außerordentlich witterungsanfällig und
bei Nässe praktisch nicht begehbar. |

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Anstelle dieses behelfsmäßigen hölzernen
Aussichtsturmes wurde im Jahre 1938 vom Schwäbischen
Albverein anläßlich seines 50. Jubelfestes der jetzige
massive "Jubiläumsturm" errichtet.
Wie ein trutziger Bergfried steht der neue 12,5 Meter
hohe Turm mit seiner gedrungenen, fast schweren Form auf der
breit gelagerten Plochinger Höhe. Für die Außenhaut des
Turmes wurde der in der Nähe vorhandene Angulatensandstein,
der möglichst unbearbeitet, also wie aus dem Bruch kam,
vermauert wurde, "damit die schöne Oberflächenwirkung
der natürlichen Struktur nicht gestört wurde". Der
unterste Teil der Aufgangstreppe, hergestellt aus
Crailsheimer Muschelkalk, ist an der äußeren Seite der
Nordwand freitragend angebracht.
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"Von der Decke des unteren Turmraumes steigt die
Treppe vollends im Innern der Plattform empor". Dort
öffnet sich dem Besucher bei klarer Sicht ein
eindrucksvoller Rundblick über Neckar- und Filstal zu
Filder und Schwäbischer Alb. Seit 1994 ist eine
Orientierungstafel angebracht, welche dem Besucher die
Bestimmung der wesentlichsten Landschaftspunkte ermöglicht.
| Der untere Raum des Turmes wird seit 1966 als Vereins-
und Versammlungsraum von der Ortsgruppe genutzt. In vielen
Arbeitsstunden haben fleißige Helfer der Ortsgruppe diesen
Raum ausgebaut, mitgeholfen dass Strom und Wasser vorhanden
ist und in den Wintermonaten durch eine umweltfreundliche
Gasheizung dieser Raum ganzjährig genutzt werden kann.
Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass bis heute die
Singgruppe Deizisau/Plochingen hier ihre regelmäßigen
Übungsabende abhalten kann. |
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Einweihung des Turmzimmers 1966
(vorne rechts der damalige Präsident des
Schwäbischen Albvereins Georg Fahrbach) |
| Am Fuße des Turmes laden Ruhebänke müde Wanderer und
Besucher zum Verweilen ein. Das jährliche Sommerfest der
Ortsgruppe wird traditionsgemäß ebenfalls auf diesem Platz
durchgeführt. |
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Der Turm ist in den Sommermonaten an den Sonntagen
geöffnet. Während der anderen Zeiten kann in einem
naheliegenden Cafe während der Öffnungszeiten der
Turmschlüssel ausgeliehen werden. Weitere Auskünfte
erteilt gerne unsere Geschäftsstelle, der Vertrauensmann
oder unser Turmwart.
In den Wintermonaten bleibt der Turm aus Sicherheitsgrünen
geschlossen. |

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