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Historisches - Die Ortsgruppe Neuenstein von
Gestern bis Heute
Historisches, darunter verstehen wir nicht nur die Geschichte aus
grauer Vorzeit, sondern einfach alles, das älter als das Aktuelle
ist. Diese Seite soll zum Verweilen einladen, kann aber immer nur
einen kleinen Teil der langen Vereinsgeschichte der Ortsgruppe
Neuenstein bieten.
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100 Jahre Ortsgruppe Neuenstein
Bericht aus der Hohenloher Zeitung
Ihren 100. Geburtstag feierte am Sonntag die Neuensteiner Ortsgruppe
des Schwäbischen Albvereins in der örtlichen Stadthalle, nachdem der
Gau Hohenlohe am Vortag dort ebenfalls dieses Jubiläum begangen
hatte.
Schon der Vormittag bot mit Gottesdienst, Wanderung,
Schloßbesichtigung und musikalischen Auftritten der Stadtkapelle
Gelegenheit zu aktiver Teilnahme und Hörgenuß. Für den Augenschmaus
sorgte am Nachmittag mehrfach die Volkstanzgruppe, wobei auch der
Nachwuchs und die Fahnenschwinger eifrig mitwirkten.
Vorsitzender Martin Schey zitierte in seiner Begrüßungsrede aus
einer 100 Jahre alten Beschreibung des Städtchens Neuenstein, worin
außer einer Badeanstalt und der Bahnstation ausdrücklich das
elektrische Licht erwähnt wurde. Mit 23 Mitgliedern begann 1904 die
Geschichte der Neuensteiner Ortsgruppe. Heute sind es etwa zehnmal
so viele (234) und man steht an sechster Stelle von 27 Ortsgruppen
im Hohenloher Gau. Die von den Wanderfreunden in diesen 100 Jahren
gelaufenen Kilometer dürften wohl in die Millionen gehen. Mit dem
Bürgerturm, der vor 20 Jahren mit 5000 Stunden Eigenleistung
renoviert wurde, besitzt der Verein ein zünftiges Heim.
Bürgermeisterin
Sabine Eckert-Viereeckel würdigte das Engagement der
Albvereinler bei der Pflege von Kupfermoor, alten Bäumen und der
Betreuung von 42 Kilometer Wanderwegen. Gerade über diese Wanderwege
bewies die Stadtchefin so verblüffende Kenntnisse, daß sich der
Vereinsvorsitzende zu einem spontanen Angebot genötigt sah: „Da
können sie als Wegwartin künftig bei uns tätig werden.“
Grußworte überbrachte auch der Gauvorsitzende Friedrich Burkhardt
und wies auf die derzeitige Mitgliederzahl von 118.000 des
Gesamtvereins hin. Annimarie Hirschbach, vom Hauptvorstand, die auch
eine Urkunde zum Hundertsten im Gepäck hatte, stellte das
Vereinsmotto griffig heraus: „Wer etwas erwandert, ist bewandert.“
Umrahmt
und aufgelockert wurden die Wart-beiträge vom Neuensteiner
Frauenchor und vom Männergesangverein,
die mit populären Liedern und
einigen englischen Hits zu gefallen wußten. Nach den Ehrungen
sorgte die TSV-Theatergruppe mit dem Gäwele - Sketch vom besoffenen
Tuchweber im Walksee für großes Vergnügen beim Publikum, weil hier,
außer den famosen Darstellern, der Hohenloher Dialekt den richtigen
Pfiff brachte. Mit der Wimpelbandausgabe an alle Ortsgruppen, dem
Schlußwort des Vorsitzenden und dem gemeinsam gesungenen
Albvereinslied endete ein langer und harmonischer Jubiläums-Festtag.
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