|

Landschaftspflege ist immer auch ein
Eingriff in die Natur. Wenn aber unsere Wacholderheiden mit
Silberdisteln und Enzianarten, die blütenbunten
Halbtrockenrasen mit Salbei, Knäuel-Glockenblume, Esparsette
oder einigen Orchideenarten, Magerrasen und Streuwiesen
erhalten werden sollen, dann muss gepflegt werden.

Die Pflege muss scharf sein, damit sie
nachhaltig wirkt. Dies besonders auch bei Wacholderheiden.
Um eine Wacholderheide mit der bezeichnenden, kargen
Vegetation erhalten zu können, muss unbedingt beweidet
werden. Es muss deshalb das Ziel einer jeden
Landschaftspflege sein, wo immer möglich, wieder
Voraussetzungen für die ehemalige Bewirtschaftung zu
schaffen. Nur so kann unsere liebliche Heimatlandschaft auf
Dauer erhalten werden.

Hand an die Natur zu legen, ist für
viele Mitglieder des Schwäbischen Albvereins nichts
Verwerfliches. Viele tun es mit viel Einsatz und Freude, vor
allem dann, wenn es sich um Naturschutzgebiete oder um
Gebiete, die im Besitz des Schwäbischen Albvereins sind,
handelt. Landschaftspflege wird beim Schwäbischen Albverein
schon immer großgeschrieben, egal ob es sich um das
Instandsetzen von Trockenmauern oder die Renaturierung von
Bachläufen geht. In vielen Ortsgruppen des Schwäbischen
Albvereins werden Wacholderheiden, Magerrasen oder
Feuchtgebiete gepflegt, Obstbaumwiesen und Hecken gepflanzt,
Tümpel oder Hülben gereinigt oder Steinriegel neu
aufgeschüttet.

Helfer in allen Nöten!
Der
Landschaftspflegetrupp des Schwäbischen Albvereins

Die vielfältigen Landschaftspflegemaßnahmen unserer Ortsgruppen werden seit
Anfang 1993 durch den hauptamtlichen Landschaftspflegetrupp
des Schwäbischen Albvereins unterstützt. Dieser besteht
derzeit aus einem Landschaftsgärtner, der durch eine weitere
hauptamtliche Fachkraft unterstützt wird, sowie zwei
Mitarbeiter im
Freiwilligen Ökologischen Jahr. Des Weiteren bietet der
Schwäbische Albverein im Rahmen des
Bundesfreiwilligendienstes drei Stellen an, die dem
Landschaftspflegetrupp zugeordnet sind.
Der Landschaftspflegetrupp ist mit
Balkenmähern, Motorsägen und Freischneidegeräten sowie einem
VW-Transporter und Anhängern zum Transport der Geräte
ausgestattet.

Besonders wertvolle Pflegegebiete, die
durch den Landschaftspflegetrupp des Schwäbischen Albvereins
zusammen mit ehrenamtlichen Mitgliedern des Vereines
gepflegt werden, sind beispielsweise das Naturschutzgebiet (NSG)
„Schopflocher Moor“, das NSG „Neuffener Heide", das NSG
„Schönrain" bei Neckartenzlingen, die NSG „Unter dem Burz“
und „Erkenbergwasen“ bei Neidlingen, das NSG „Füllmenbacher
Hof" im Stromberg oder das NSG „Kochhardtgraben" bei Reußten.
Zusätzlich dazu werden durch nahezu alle Ortsgruppen des
Schwäbischen Albvereins im Rahmen von Patenschaften viele
kleine Naturschutzgebiete, Naturdenkmale oder anderweitig
wertvolle Natur in mühevoller Handarbeit gepflegt. Der
Landschaftspflegetrupp kann von allen Ortsgruppen des
Schwäbischen Albvereins zur Unterstützung angefordert
werden. Er soll vorrangig Arbeiten übernehmen, die vom
Fachmann ausgeführt werden müssen, z. B. Bäume fällen,
überalterte Hecken auf den Stock setzen oder Mäharbeiten mit
Balkenmäher und Freischneidegeräten am steilen Hang
durchführen. Er soll nicht die Arbeit der Ortsgruppen
übernehmen. Die ehrenamtlichen Helfer räumen das angefallene
Schnittgut mit Rechen und Gabel zusammen und schaffen es auf
speziell angefertigten, widerstandsfähigen Planen zur
Entsorgung an den Feldrand. Dort, wo ein Großhäcksler gut
einsetzbar ist, wird das Schnittgut gehäckselt und zum
Kompostplatz gefahren; dort, wo es eine unzumutbare Mühsal
für die ehrenamtlichen Helfer ist, Reisig und Gras zu
bergen, wird es an wenig einsehbaren Stellen verbrannt.

Der Schwäbische Albverein arbeitet Hand
in Hand mit all seinen
Ortsgruppen zur Unterstützung dieses Zieles. Wenn auch
Sie sich gerne für bedrohte Natur einsetzen möchten, dann
wenden Sie sich doch an die Ortgruppen des Schwäbischen
Albvereins.

Helfende Hände sind dort immer gesucht.
Stützpunkt unseres
Landschaftspflegetrupps in Pfullingen
Im März 2004 erhielt der
Landschaftspflegetrupp seinen Stützpunkt zur Unterstellung
von Maschinen und Geräten sowie einer kleine Werkstatt.
Ermöglicht wurde der Bau in Pfullingen durch einen Zuschuss
vom Regierungspräsidium Tübingen, durch die Stadt
Pfullingen, die den Standort für den Bau zur Verfügung
stellte, und dem damaligen Vizepräsident Hecht, der die
Verhandlungen mit der Stadt Pfullingen führte. Die
Holzkonstruktion stammt von einem ausgedienten Schuppen und
wurde auf Initiative von Alfred Hauber, Metzingen, für
unseren Neubau sichergestellt.

Informationen
zur Landschafts- und Biotoppflege sind
erhältlich beim Referat
Naturschutz:
Dipl.
Ing. (FH) Werner Breuninger
Referatsleiter
Hospitalstraße 21 B, 70174 Stuttgart
Postfach 10 46 52, 70041 Stuttgart
Telefon: 07 11 / 2 25 85 - 14
Telefax: 07 11 / 2 25 85 - 92
Email: naturschutz@schwaebischer-albverein.de
zum Beginn der Seite
|