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Wie kann man das Wissen um die Kleindenkmale in der Praxis nutzen?
 

Die Ergebnisse einer Bestandsaufnahme der Kleindenkmale kann man in vielfältiger Weise nutzen, besonders auch in der Vereinsarbeit. Sie kann sowohl bei den aktiven Erfassern und Forschern als auch bei denen, die in den Genuss der Ergebnisse kommen, dazu beitragen, die Heimat besser kennenzulernen und die Kenntnisse der Regionalgeschichte zu fördern.

Mit einem Vortrag mit Bildern, der auch als Ratespiel gestaltet werden kann, kann man die Schön- und Eigenheiten seiner Heimat ins Bewusstsein bringen.

Eine kleine Broschüre wie in Sigmaringen-Laiz[49] kann das Ergebnis von Forschungen sein, das man auch Besuchern oder anderen Ortsgruppen zur Verfügung stellen kann. Darin können Vorschläge für Spaziergänge und Wanderungen gemacht werden. Rundwege oder Abschnitte bei Wanderungen zu oder entlang von Kleindenkmalen sind informative Routen. Mit den Daten der Dokumentation lässt sich eine Vorstellung der Kleindenkmale im Internet – integriert in die Homepage der Ortsgruppen – gestalten. Im Internet können die Kleindenkmale auch in die Beschreibung der Wanderungen einbezogen werden.

Die Ortsgruppe Großengstingen hat auf ihrer Vorstellungsseite ein Wegkreuz abgebildet. Es wird von einem neuen Weg berichtet: „Dieser Wanderweg ‚Die Kunst der kleinen Schritte’ wurde im Frühjahr 2005 von unserem Wanderfreund Hans Hummel unter Mithilfe von Arthur Freudigmann und Manfred Leippert erbaut .... Die Tafeln und die meist direkt daneben stehenden Ruhebänke laden zum Nachdenken und Verschnaufen ein. Der Rundweg hat eine Länge von ca. 5 km.“ Wie bei einem Kreuzweg sind die Tafeln entlang eines Rundwanderwegs angebracht und lassen Raum zum Meditieren und bewussten Gehen.

Anlässlich einer Tagung, eines Jubiläums oder eines Ortsfestes können Ausstellungen zum Thema Kleindenkmale präsentiert werden. In einer großen Ausstellung können die Kleindenkmale ein Bestandteil sein. Auf Plakaten oder Stellwänden zeigen Fotos die Kleindenkmale früher und heute, versehen mit kurzen erläuternden Texten und Lageskizzen oder -plänen. Gerade die Fotos zeigen die Verbundenheit mit der Orts- und Zeitgeschichte, wenn zum Beispiel Menschen von früher bei dem Kleindenkmal aufgenommen sind, bei einem Spaziergang, einer Einweihung oder bei einem Familienfest. Aufgelockert wird die geschichtliche Aufarbeitung mit Fotos von aktuellen Wanderungen oder Exkursionen, die an diesem Objekt vorbeiführten.

Kinder und Jugendliche können sich in Form einer Schnitzeljagd auf Kleindenkmalschatzsuche begeben. Sie werden von einem Kleindenkmal zum anderen geleitet, wo Aufgaben gelöst werden sollen, bis sie schließlich auf einen „Schatz“ stoßen. Dabei kann traditionell mit Karte und Kompass, Kreide- oder Papierschnitzeln, aber auch mit modernen Geräten wie GPS- oder anderen Navigationssystemen gearbeitet werden.

Die Bestandsaufnahme mit Dokumentation der Kleindenkmale ist der wichtigste Schritt, auf dem Weg zur Pflege und zum Erhalt der Kleindenkmale. Sie werden bekannt gemacht, ihr Wert für die Heimatgeschichte wird deutlich, man wird auf sie aufmerksam und entwickelt ein Bewusstsein für die Kleindenkmale.
 


[49] Broschüre „Kruzifixe in Laiz“ der Ortsgruppe Sigmaringen-Laiz über die Wegkreuze auf der Gemarkung. Die Broschüre kann über Kirschbaum.Laiz@t-online.de bestellt werden.

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