Menüleiste  
 
Übersicht
Was ist ein
Kleindenkmal ?
Landesweites Projekt
zur Erfassung der
Kleindenkmale
Vielfalt der Kleindenkmale
Kategorien der
Kleindenkmale
Die kleinen Objekte sind gefährdet
Ein erster Schritt zum Erhalt...
Schutz und Pflege der Kleindenkmale
Wie kann man das Wissen in der Praxis nutzen?
Handreichungen für Wanderführer
Literaturliste
Homepage der Landes-
denkmalpflege Baden-
Württemberg
 
Bildseiten sortiert
nach Gauen
 
zurück zum Startportal
Schwäbischer Albverein
 
 

Die kleinen Objekte sind gefährdet
 

Kleindenkmale erfüllen ihren Sinn an dem Ort, an dem sie aufgestellt wurden. Der Platz, an dem es steht, macht das Kleindenkmal aus und ist wichtig. Ein Grenzstein, der mit den besten Absichten von der Gemarkungsgrenze in die Ortsmitte versetzt wird, ist zu einem Kleindenkmal geworden, das seine ursprüngliche Funktion nicht mehr erfüllen kann. Nun hat es eine Erinnerungsfunktion. Die eingekerbte Rille, Krinne oder Linie auf dem Kopf des Grenzsteines, die den Verlauf der Grenze anzeigt, ist nun ohne Sinn. Der Grenzstein hat seine Funktion verloren. Deshalb hat jedes Kleindenkmal seinen besten Standort an seinem angestammten Platz.

In den meisten Fällen geschehen Beschädigungen der Kleindenkmale nicht mit Absicht. Schwere und große Maschinen, die bei der Waldarbeit, in der Landwirtschaft oder beim Straßenbau eingesetzt werden, übersehen die kleinen Denkmale am Wegesrand. Im Vorfeld eines solchen Maschineneinsatzes ist es deshalb sinnvoll, neben einem Kleindenkmal einen hohen, massiven, mit auffallender Farbe markierten Pfosten einzuschlagen, um das kleine Objekt weithin sichtbar zu machen und zu sichern.

Wenig Schutz kann den Kleindenkmalen bei Unwettern und Orkanen geboten werden. Sie werden von umstürzenden Bäumen beschädigt und unter ihnen begraben oder zusammen mit den Wurzelballen ausgerissen. Besonders in waldreichen Gegenden kommen solche Beschädigungen öfter vor.

Der zunehmende Straßenverkehr, die Umweltverschmutzung und allgemeine Witterungseinflüsse setzen allen Kleindenkmalen stark zu. Wer kennt nicht die Schäden am weichen Sandstein, der vor sich hinbröselt, die Roststellen an Metall oder Gusseisen oder abgewittertes Holz? Inschriften werden unleserlich, Inschrifttafeln fallen ab und manche Kleindenkmale fallen einfach um oder auseinander. Mit der Zeit geraten Kleindenkmale in einem Gebüsch, in einem Graben oder überwuchert von Hecken in Vergessenheit.

Wie in allen gesellschaftlichen Bereichen sind auch die Kleindenkmale nicht vor mutwilliger Zerstörung oder Beschädigung sicher. Sie werden zerstört, mit Farbe beschmiert oder zugemüllt. Dagegen hilft lediglich Prävention: Kleindenkmale in den öffentlichen Blick zu rücken, sie den Menschen, der Umgegend deutlich zu machen, damit sie ein Auge darauf haben.

Die Kleindenkmale sind häufig nicht so groß, als dass sie nicht versetzt oder beschädigt werden können. Obwohl der Diebstahl von Kleindenkmalen strafbar ist, sind gerade Grenzsteine mit eindrücklichen Wappen oder niedere Steinkreuze begehrte Sammlerobjekte, die gestohlen und verkauft werden. Der Markt ist unübersichtlich, das Internet hilft beim anonymen Verkauf der Kleindenkmale.

Zum Anfang der Seite


bottom
© 2011 Schwäbischer Albverein Stuttgart (Ust-IdNr.: 01/DE147849529)   Impressum