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Kleindenkmale in Zusammenhang mit geschichtlichen Ereignissen und Personen, Gedenksteine
 

Kleindenkmale in Zusammenhang mit geschichtlichen Ereignissen und Personen, Gedenksteine


Beispiel "Gedenkstein Ittenhausen"

Unter den Begriff Denkmal kann vieles gefasst werden. Man könnte wie Martin Luther in seiner Bibelübersetzung das Wort Denkmal im Sinne von „Gedächtnisstütze“ verstehen.[37] Hinter dem Denkmal steht die bewusste Setzung, eine Erinnerung, die auf Dauerhaftigkeit angelegt wird. Das Denkmal hat einen Anspruch auf Erinnerung über den Tod hinaus. 

Ein Kleindenkmal erinnert es an eine Person oder ein Ereignis. In der Zeit des Klassizismus und Historismus des 19. und frühen 20. Jahrhunderts erlebte die Errichtung von Denkmalen in diesem Sinne eine Blütezeit. Nicht mehr nur Herrschern, sondern im Zuge des Geniekultes wurden Dichtern, Philosophen und Künstlern Denkmale gesetzt.[38] Das 19. Jahrhundert wird als das „historische Jahrhundert“ bezeichnet. Viele Denkmale in der Flur erinnern an historische Ereignisse und an ganz konkrete Vorfälle.  

Denkmale sind überwiegend künstlerisch gestaltete Monumente aus Stein oder Metall, in neuerer Zeit auch aus anderen Materialien wie Kunststoffen. Unter den Begriff Denkmal werden Gedenkstein oder Gedenktafeln gefasst. Tafeln aus Metall, Stein oder Holz werden an Gebäuden, an Mauern, an Pfählen oder anderen Orten angebracht und erklären mit einer Inschrift ihren Errichtungsgrund.

Denkmale werden bis heute gesetzt, sei es anlässlich der erfolgreichen Beendigung der Flurbereinigung, seien es wichtige historische Daten wie die Besiegelung einer Städtepartnerschaft oder die Beendigung der Schulzeit mit dem Abitur oder zur Erinnerung an ein persönliches denkwürdiges Ereignis. Denkmale erinnern an einen im Wald umgekommenen Jäger oder Waldarbeiter, an Tiere, die als treue Begleiter dem Menschen wichtig geworden sind, an Mitstreiter bei einem Vorhaben, an regional oder überregional berühmte Personen und Persönlichkeiten, an Vereine und Vereinsmitglieder, an besondere Naturerscheinungen, an nicht mehr vorhandene Gebäude. Die Gründe für die Aufstellung von Denkmalen sind genauso vielfältig: Es können lebensbedrohende sein wie Unfälle, Unwetter, Katastrophen, Kriege, Schlachten ebenso auch freudige Ereignisse wie Jubiläen, Fertigstellung von Projekten wie zum Beispiel Straßen- oder Wegebau und erfolgreich geleistete und gemeisterte Vorhaben. Alle Denkmale haben die Aufgabe, zur Erinnerung, zum Gedenken, zum Drandenken beizutragen und vor dem Vergessen zu bewahren.

Die Aufzählung könnte unendlich weitergeführt werden. Denkmale finden sich in allen Lebensbereichen: im öffentlichen Leben von Staat und Gemeinden genauso wie im privaten Leben kleiner Gruppen oder Einzelner.
 


[37] Selbmann 1988, S. 1
[38] Selbmann 1988
 

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