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Kleindenkmale in Zusammenhang mit Religion und Glaube
 

Denkmale zum Gedenken an Verstorbene und Tote

Grabzeichen

„Grabzeichen ist die allgemeinste Bezeichnung für jede Form von materiellen, auf Dauer angelegten Erinnerungszeichen, die ein individuelles Grab kenntlich machen, seien sie aus (wenig dauerhaftem) Holz, aus Schmiedeeisen bzw. Gusseisen oder aus Stein, auch aus anderen Materialien wie zum Beispiel Keramik.“[35]
Das Grabmal ist ein Denkmal für Verstorbene, auf dem Friedhof, aber auch im Kircheninnenraum. Die Funktion geht über die Kennzeichnung der Grabstätte hinaus, dient auch zur Repräsentation. Häufige Form ist das Grabkreuz, ebenso der Grabstein, ein Grabzeichen aus Stein und die Stele, eine aufrecht stehende hochrechteckige Steinplatte, auch Holz- oder seltener Metallplatte.

Klassizistische Formen, wie Säule, Pfeiler und Obelisk (hoher, rechteckiger Steinpfeiler, der sich nach oben verjüngt und in einer Spitze endet, auch abgebrochen dargestellt) verkörpern Standhaftigkeit, Unsterblichkeit und Ruhm: Zusammen mit Grabmalfiguren finden sie im 19. Jahrhundert verstärkt Einzug auf den Friedhöfen. Ursprünglich gab es auf den Friedhöfen wohl eher schmiedeeiserne Grabmale, die von den gusseisernen abgelöst wurden, ihnen folgten Grabsteine aus unterschiedlichen (Marmor-) Steinen. Ein Findling als Grabmal, gleichzeitig im 19. Jahrhundert aufgekommen, wirkt archaisch und steht im Gegensatz zu den Zitaten aus der antiken oder ägyptischen Tradition. Die Grabmale sind mit religiösen, personenbezogenen Symbolen und Inschriften der Vergänglichkeit versehen.  

Zu den Kleindenkmalen können Soldatengräber oder kleinere Soldatenfriedhöfe, die häufig außerhalb der Ortschaft liegen, gezählt werden.


Beispiel "Grabmal eines Hundes"

Kleine private Friedhöfe, wie sie manchmal zum Beispiel für die Hunde eines Försters oder Jägers im Wald angelegt werden, werden unter die Kleindenkmale eingereiht. 

Ein Epitaph bezeichnet ein Denkmal aus Stein zum Gedächtnis an einen Verstorbenen in Form einer Platte, meist in oder an der Friedhofskapelle oder der Kirche. Das Epitaph kam auf in der Zeit, als die Bestattungen in der Kirche aus hygienischen Gründen nicht mehr möglich waren „... und verfolgt den Zweck, die soziale Repräsentation an bevorzugter Stelle dennoch zu ermöglichen.“[36] Auf der Steinplatte sind neben Inschriften mit Bibelzitaten und die Person betreffend, religiöse oder heraldische Motive, in späterer Zeit ein Porträt des Toten.
 


[35] Sorries 2002, S. 130
[36] Sörries 2002, S. 130

 

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