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Mariengrotten
Im Jahr 1855 erließ Papst Pius IX. das „Dogma von der unbefleckten
Empfängnis Mariens“. Drei Jahre später, 1858, erschien dem Mädchen
Berndadette die Gottesmutter Maria 18 Mal in der Grotte von
Massabielle bei Lourdes.
Bernadette wurde 1933 heilig gesprochen. Dem
Wasser, das in der Höhle der Erscheinung entspringt, werden
Wunderheilungen zugeschrieben. Lourdes ist einer der bedeutendsten
katholischen Wallfahrtsorte.

Beispiel "Lourdesgrotte"
In der Zeit von der Jahrhundertwende (1900) bis zum Ersten Weltkrieg
wurden außerordentlich viele Lourdesgrotten errichtet. Bis in die
heutige Zeit werden Lourdesgrotten von privater Hand eingerichtet,
manchmal auch an Stelle baufälliger kleiner Kapellen oder Bildstöcken.[33]
Die Motivation hierzu ist zeitlos und zahlreich; es geht um Krankheit
und Gesundheit, Gebrechen und Unfälle.
Mariengrotten zeigen die Szene der
Marienerscheinung: Die im Vordergrund einer Grotte betend kniende
Bernadette schaut zur Madonna von Lourdes auf. Die Vision wird
beschrieben: „Ich sah eine weißgekleidete Dame. Sie trug ein weißes
Kleid, einen blauen Gürtel und eine gelbe Rose auf jedem Fuß in der
Farbe der Kette ihre Rosenkranzes. Die Perlen ihres Rosenkranzes waren
weiß.“[34]
Die Figuren, in der Regel Massenware, sind aus Gips, Plastik oder
Porzellan. Die Grotten sind als natürliche Felshöhlungen, an einer
Bergwand oder in einer Felsenschlucht aus dem Felsen gehauen, finden
sich aber auch an Böschungen oder im Hausgarten. Dort sind sie meist
aus Bruchsteinen aus der Gegend (wie zum Beispiel Tuff, auch
„Grottentuff“ genannt) phantasievoll gemauert und ausgekleidet und mit
Hilfe von Beton und Zement in der Art einer Höhle gestaltet.
Manchmal werden auch andere Marienfiguren in den Grotten aufgestellt,
zum Beispiel eine Fatimamadonna oder Mariendarstellungen von anderen
Wallfahrten.
[33] Werner/Werner 1991, S.
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[34] Werner/Werner 1991, S.
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