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Kleindenkmale in Zusammenhang mit Wirtschaft und Verkehr
 

Kleindenkmale im Zusammenhang mit Wirtschaft und Bergbau usw. 

In einem Steinbruch wird Steinmaterial gewonnen. Er ist kein Kleindenkmal im eigentlichen Sinne. Kleine Steinbrüche, die nicht im großen Stil ausgebeutet werden und wurden, können in den Fällen zu den Kleindenkmalen gezählt, wenn sie als Materiallieferant für die Trockenmauern, zum Beispiel in den nahe gelegenen Weinbergen oder für Stützmauern von Gärten, dienten. 

Wird aus dem Erdreich Material entnommen, bleiben Gruben zurück (Materialentnahmestellen). Es handelt sich hier im eigentlichen Sinne nicht um ausgesprochene Kleindenkmale, dennoch werden sie dokumentiert. Sie stellen ein wichtiges Zeugnis der Wirtschaftsgeschichte einer Region dar. Bei der Entnahme von Kies, Kalk und Lehm bleiben Kies-, Kalk- und Lehmgruben als sichtbare Zeichen für den Abbau zurück.
Mergelgruben sind Materialentnahmestellen im Bereich der Keuperschichten, an denen der Keupermergel gebrochen oder verwitterter Keupermergel abgegraben und weggeführt wird. Mergelgruben sind ein Charakteristikum von Weinberggegenden am Keuperstufenrand, wo der Keupermergel als Düngung, als Wärmespeicher und als Ersatz für abgeschwemmten Boden Verwendung fand.  

Bohnerzgruben entstanden durch den Abbau von Bohnerz – so bezeichnet, weil das Erz in bohnen- oder erbsenförmigen bis zu 5 cm großen Klümpchen vorkommt –, das wegen seines hohen Eisengehalts bis ins 19. Jahrhundert in den Eisenhütten verarbeitet wurde.  

In manchen Gegenden haben sich einzelne Eisgruben erhalten. Dabei handelt es sich um grubenartige Vertiefungen im Gelände (zum Beispiel im Wald an Nordhängen), in denen aus stehenden Gewässern, wie den Eisweihern, ausgesägte Eisbrocken bis in das Frühjahr hinein gelagert werden konnten, ähnlich wie in den Eiskellern.  

In Gegenden, in denen der Bergbau eine Rolle gespielt hat, sind neben Schaustollen und still gelegten Bergwerksstollen, die nicht zu den Kleindenkmalen zählen, noch Relikte dieser Wirtschaftsform zu sehen. Ein alter Stolleneingang, auch Mundloch genannt, ist die Stelle, an der Stollengang endet und ans Tageslicht kommt.

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