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Viele
Fotos von Wanderungen und Bergbesteigungen zeigen Wandergruppen mit
einem Kleindenkmal: Da versammelt sich eine Gruppe an einem Wegkreuz
oder einem Bildstock zur Rast oder eine erfolgreiche Bergbesteigung
wird mit einem Gruppenfoto um das Gipfelkreuz dokumentiert.
Kleindenkmale begegnen den Wanderern auf Schritt und Tritt.
Kleindenkmale haben mit uns und unserem Leben mehr zu tun, als es
auf den ersten Blick scheinen mag. Sie bereichern unsere Landschaft,
sie vermitteln historisch-kulturelles Wissen, sie stehen für alle
vorübergehend ohne Altersbegrenzung bereit, um gesehen und gelesen
zu werden. Kleindenkmale gestalten und prägen unsere Umgebung, und
unsere Kulturlandschaft wäre wesentlich ärmer ohne sie. Ein
Volkskundler beschreibt die Kleindenkmale als „Zeichen, die der
Mensch als Zeugen und Elemente seiner Tätigkeit in diesen Raum
gesetzt hat, um mit ihnen etwas auszusagen.“[1]
Es handelt sich um Objekte, die über sich hinausweisen und als
Sinnträger fungieren. Sie erinnern durch ihre Existenz an vergangene
und vergehende Generationen „sie sind die ‚Botschaft’ von den
kleinen Dingen, von den Höhepunkten, Tiefpunkten und Endpunkten
alltäglicher Lebensläufe.“[2]
Sie erzählen nicht von einer heilen Welt oder der guten alten Zeit,
„sie sind der Spiegel harter Alltagsrealität“[3].
[1] Hartinger 1989, S. 215
[2] Werner/Werner 1991, S. 7
[3] Werner/Werner 1991, S. 8
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