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Ein erster Schritt zum Erhalt der Kleindenkmale: Bestandsaufnahme und Dokumentation
 

Gerade die Menschen, die sich viel in der freien Natur aufhalten, sich auskennen und die Kulturlandschaft zu schätzen wissen, sind aufgerufen, sich um den Erhalt von Kleindenkmalen zu kümmern.

Ein erster Schritt kann sein, festzustellen, welche Kleindenkmale es im Gebiet der Ortsgruppe gibt. Häufig wurde noch keine Bestandsaufnahme der kleinen Objekte gemacht. Das Aufsuchen der Kleindenkmale, sie zu entdecken, ihre Geschichte herauszufinden und sie zu dokumentieren kann richtiggehend spannend und teilweise sogar abenteuerlich sein: Manchmal sind die Kleindenkmale eingewachsen im Gestrüpp oder verborgen unter Gebüsch, verfallen und umgestürzt.

Es kommt auch manchmal vor, dass man bei Arbeiten in der Flur auf Kleindenkmale stößt. Wie zum Beispiel die Ortsgruppe Schnaitheim, die bei ihren Aktionen wie der Pflege der Wachholderheide „Blässhalde“ und bei der Sauberhaltung einer ehemaligen Viehtränke auf ein altes Steinkreuz stieß. So wurde quasi nebenbei ein Kleindenkmal gerettet.

Die Dokumentation der Kleindenkmale in einer Zusammenstellung mit Fotos und Karteneinträgen kann Geschichte und Kultur eines Gebietes, das man gut zu kennen meint, plastisch werden lassen. „Große“ Weltgeschichte und regionale Geschichte kommen hier zusammen: Das Gefallenendenkmal hat seinen bekannten Auslöser, den Weltkrieg als Hintergrund. Aber wie viele Gefallene und Vermisste aus welchen Familien es im Ort selbst gegeben hat, wird erst deutlich, wenn man die Namen auf den Tafeln vor Ort lesen kann.

Da viele Kleindenkmale noch nicht erforscht sind, betritt man bei der Kleindenkmalforschung oft Neuland. Es liegen nicht immer Bücher und Zeitschriftenartikel vor, die man lesen und auswerten kann. Das Dokumentieren der Kleindenkmale erfordert oft ein Nachfragen in den Archiven bei der Gemeinde, im Kirchenarchiv, beim Stadtarchiv oder wenn es kein örtliches Archiv gibt, beim Kreisarchiv im Landratsamt oder in alten Zeitungen und Broschüren.

Doch meist gibt es noch gar nichts Schriftliches zu den Objekten. Eine wichtige Quelle sind in dem Fall die Menschen, die um ein Kleindenkmal herum leben, besonders ältere Menschen können sich eventuell noch an die Aufstellung, an die Einweihung oder an andere Gegebenheiten erinnern, die helfen können, dem Kleindenkmal auf die Spur zu kommen. Sie wissen etwas über Heimatforscher oder über Familien, in denen vielleicht noch Aufzeichnungen vorhanden sein können.

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