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Schwäbischer Albverein e.V. OG Gemmrigheim
4
Tages-Wanderung Elsass / Vogesen
vom 12.05. - 15.05.2011
1.
Tag Donnerstag 12.05.2011
Start der 4-Tages-Wanderung ins Elsaß um 7.oo Uhr
bei schönem Wetter. Durch einen Stau
auf der
Autobahn musste zwangsläufig eine andere Fahrtroute gewählt
werden. Dann
welcher Schreck, prasselnder Regen gegen die
Windschutzscheibe im Bus und
das nach den regenfreien Tagen bzw. Wochen. Die
Gesichter wurden immer länger, dann
ein aufatmen, der Regen hat aufgehört und so konnten
wir unsere zwei elsäßischen Wanderführer Edith und
Raymond Metz, die schon manche von unseren Wanderungen kennen, am
Hohrodberg bei einem Umtrunk mit Gebäck begrüßen.
Durch
die Verspätung musste die 1. Etappe unserer Wanderung
entfallen und so wurde die
"Auberge Glasborn" mit dem Bus angesteuert,
weil die Zeit eingehalten werden musste.
Eine
Fleischpastete mit Salat hat unsere Wandergruppe gestärkt
und danach führte unsere Wanderroute
zum Lingekopf. Dort haben wir durch das Video, danach
die Schützengräben sowie die Stellungen erfahren, was
im 1. Weltkrieg von 19414 - 1918 auf
diesem Schicksalsberg passierte. Von heutiger Sicht
gesehen ein irres Vorgehen. Den
"Deutschen Soldatenfriedhof" der in der
Nähe errichtet wurde, konnten wir auf der Wanderung
ebenfalls besichtigen. Dort haben 2638 deutsche Soldaten
ihre letzte Ruhe gefunden,
die namentlich genannt sind.

Danach
ging die Wanderung zurück zum Hotel Roess am
Hohrrodberg mit toller Aussicht ins Munstertal. Der Wirt
hat uns schon erwartet und begrüßte uns mit einem sehr
guten Menue am Abend.
2.
Tag Freitag 13.05.2011
Durch die Wetterlage haben die Verantwortlichen die
Wanderung vom 3.Tag auf den 2.
Tag vorgezogen, was eine gute Entscheidung war.
Bei
sehr schönem Wetter und mit Sonnenschein brachte uns
der Bus zum "Weißen See" (Lac
Blanc). Von dort aus ging die anspruchsvolle Wanderung
hinauf auf die Felsenwand, die sich von der einen Seite
des Sees steil abfallend zeigte. Der Aufstieg hat
sich gelohnt, dafür wurden die Wanderer mit einem schönen
Ausblick auf den See und die nähere Umgebung belohnt. Die
Tour führte oben auf der Felsenwand entlang und dann
hinunter zum Forellensee, wo
ein Mittagsrast vorgesehen war. "Roigabrageldi mit
Munsterkäse und Salat" eine Spezialität
aus dem Munstertal darf man sich nicht entgehen lassen
und wir alle haben es sehr
genossen.
Ab
dem Forellensee ging die Wanderung weiter zum
"Schwarzen See" (Lac Noir") und dann
wieder zurück zum "Weißen See" (Lac Blanc).
Der Lac Blanc ist ca. 70 m tief. Durch
den hellen Quarzsand auf dem Grund und bei
entsprechender Sonneneinstrahlung bewirkt
dies eigenartige helle Reflektionen, daher der Name
"Weißer See"

Eine
sehr felsige und anspruchsvolle Wanderung wurde
vollbracht und die Wanderer freuten
sich, als sie unseren Bus zwischen den Bäumen
sichteten. Eine
kleine Pause bei Kaffee, Eis oder Bier hatten wir uns
verdient. Nicht
vergessen dürfen wir unseren vierbeinigen Begleiter,
der sich an uns gewöhnt hat, die
ganze Strecke mit gelaufen ist, bis er einen
"Seinesgleichen" gefunden hat, dann waren
wir Luft für ihn. Die
Rückfahrt erfolgte dann mit dem Bus ins Hotel.
Unser
Wirt hatte wieder ein gutes Menue vorbereitet und vor
allen Dingen konnten wir jeden
Abend zum Dessert nicht nur den guten "Munsterkäse"
genießen, sondern immer einen
besonderen Gaumenschmauß erleben.
Für
die Anstrengung des Tages durfte die Gruppe ein Überraschung
erfahren. Eine
Folklore-Gruppe aus dem Munstertal mit Musikanten, Tänzer
und einem Alphornbläser machte ihre Aufwartung. Für
unseren Vorstand wäre dies ein Freude gewesen. Mit
schönen herzerfrischenden Tänzen, zeigte sich die
Gruppe in elsäßischer Tracht. Was
die Kleidung sowie die Seiden-Kappe oder Leder-Kappe zu
bedeuten hat, wurde uns zwischen
den Tänzen erklärt. Schön
war auch die Beteiligung aus unserer eigenen Reihe, die
durch kurze Einweisung in
die Gruppe integriert worden ist und teilweise einen
Heiterkeitsausbruch auslöste. Es
war eine gelungene Überraschung die allen Spaß gemacht
hat.
zum
Streckenverlauf des 2. Tages
3.
Tag Samstag 14.05.2011
Das Wetterprognosen verhießen uns nichts Gutes.
Doch konnten wir
bei Sonnenschein die
geplante Wanderung, hinunter ab Hotel nach Munster über
Soultzeren ins Tal der "Fecht", antreten. Im
Restaurant angekommen, hat uns dann der vorausgesagte
Regen eingeholt
und wir mussten nach der Mittagseinkehr teils mit oder
ohne Schirm die Stadt Munster,
die bekannt ist durch die Störche die auf den Dächern
der Häuser zu sehen sind, erkunden. Ein dunkler
Schatten über dem Kopf bedeutet in Munster immer ein Storch ist im
Anflug auf ein Gebäude wo sein Nest sich befindet.


Treffpunkt war danach auf dem Marktplatz. Der Regen
hatte wieder eingesetzt, und so hatten
sich nur wenige für den Rückmarsch ins Hotel bereit
erklärt. Letztendlich sind dann doch alle mit dem Bus
nach oben zum Hohrodberg ins Hotel gefahren. Ein
paar Unermüdliche haben sich noch auf einen Rundgang
auf dem Hohrodberg begeben.
Nach
einem guten Menue unseres Wirtes haben einige Wanderer
die Gelegenheit genutzt und nette Geschichten und Witzle
vorgetragen. In Begleitung zu Gustav's Akkordeon haben
alle kräftig Volks- und Wanderlieder gesungen, bis spät
in die Nacht.
4.
Tag Sonntag 15.05.2011
Am nächsten Morgen musste unser Gepäck verstaut
werden und danach verabschiedeten wir
mit Dankesworten und einem Lied unsere Wirtsleute mit
Oma sowie Bedienungen.
Entgegen
den Wetteraussichten konnten wir unsere Wanderung für
den letzten Tag antreten. Über den Hohrodberg wanderten
wir bei Sonnenschein nach Gunsbach. Dort haben
wir das Albert- Schweizer-Haus betrachtet, das er sich
durch einen "Göthe-Preis"
bauen lassen und bezahlen konnte. Von
da an war es nur noch eine kurze Strecke bis zu unserem
Endziel "Munsterhaus". Gott
sei Dank, denn es hat Regen eingesetzt und unsere 4
Tages-Tour endete sowieso
hier.
Im Munsterhaus haben wir unser Mittagsmahl eingenommen
und konnten noch Munsterkäse
als Mitbringsel kaufen. Dieses
hochmodern eingerichtete "La Maison du Fromage"
(Käsefabrikation) konnte besichtigt
werden und war sehr interessant und lehrreich.
Vor
unserer Abfahrt haben wir Edith und Raymond Metz
gesanglich und mit einem Weinpräsent verabschiedet und
mit einem hoffentlich baldigem Wiedersehen nach
Hause entlassen.