Die
Tageswanderung der Freizeitwandergruppe des Schwäbischen
Albvereins ging dieses Jahr in die Gegend um den
Gestütshof St.Johann. Um 9:00 Uhr ging es mit
dem Bus Richtung Süden zum Parkplatz des Gestütshofes.
Dort angekommen, machten sich die 31 Wanderer
sofort erwartungsvoll auf die Tour.
Erstes
Ziel, war die Aussichtskanzel "Grüner
Fels. Bedingt durch das hervorragende Wetter,
hatte man
einen beeindruckenden Ausblick auf das
Speicherbecken Glems und zur Achalm. Weiter führte
der Weg immer dem Zeichen liegendes Y folgend
vorbei am "Segelfluggelände Roßfeld"
direkt zum Gipfelkreuz des "Roßfelsen".
Diese grandiose Aussicht genossen die Wanderer
ausgiebig. Metzingen im Tal und der
Jusiberg im Hintergrund waren nur einige der
Sehenswürdigkeiten. Nächstes Etappenziel war
der "Olgafelsen 786 m ü.NN". Immer
schön im schattigen Wald wandernd erreichte die
Gruppe den "Sonnenfels". Von hier aus
konnte man das Ermstal mit seinen Ortschaften
bewundern. Im Hintergrund konnten die Teilnehmer
den Hohen Neuffen mit seiner gewaltigen
Festungsruine erkennen. Nach wenigen Minuten Fußmarsch
wurde der Grill und Rastplatz bei den Höllenlöchern
erreicht. Dort im Schatten der Bäume und der
Schutzhütte wurde die verdiente Mittagsrast
genossen.
Anschließend wurden noch die hochromantischen Höllenlöcher
auskundschaftet. Die Dettinger Höllenlöcher
bilden eine rund 35 Meter tiefe und 120 Meter
lange Felsschlucht, die über zwei eiserne
Leitern durchquert werden kann. Bergan durch den
kühlen Wald, kamen die Wanderer zum
"Gelben Fels". Dort tat sich ein ganz
neuer Ausblick der Gruppe auf. Im Tal die durch
die berühmten "Uracher Wasserfälle"
bekannte Stadt Bad Urach, und rechts davon
der Hohenurach mit seiner Festungsruine.
Die Burg entstand um in der Zeit zwischen 1030
und 1050. Bauherren waren die Grafen von
Urach.1694 wurden Teile der Burg durch einen
Blitzschlag in den Pulverturm des großen Zwingers
zerstört. 1761 gab man die Festung auf.
Bei
der Abzweigung zum Fohlenhof verließen die
Kurzwanderer die Hauptgruppe, und ging auf
direktem Wege über den Fohlenhof zum Gestütsgasthof.
Die Hauptgruppe wanderte bergab zu den Gütersteiner
Wasserfällen. Ein bizarres Ensemble aus
bemoosten Felsen, verschiedenen Wasserfällen
und ein kühler See bot sich den Angekommenen.
Ein absolutes Muss war die Besichtigung der
Klause mit dem Oberstenfelder Passionsaltar.
Hier stand bis ca.1560 das Kloster Güterstein,
gegründet durch Graf Konrad von Urach
(1180-1227). Auf breitem Weg ging es wieder
hinauf zum "Rutschenfelsen"755 m ü.NN.Seinen
Namen hat er davon, weil dort früher eine
Rutsche ins Tal war, mit dem das Holz von der
Hochfläche ins Tal der Erms befördert
wurde. Nicht weit davon war der Rutschenbrunnen.
Eine der wenigen Quellen die auf der Hochfläche
anzutreffen sind. Durch Wiesen vorbei an großflächigen
Pferdekoppeln wurde der Fohlenhof erreicht. Ab
dort führte ein Wanderweg durch den Wald zum
Gestütsgasthof St.Johann.
Wieder
vereint mit den Kurzwanderern, wurde dort zum
verdienten Abendessen pausiert. Gegen 18:00 Uhr
fuhren die müden aber glücklichen Teilnehmer
mit dem Bus wieder in Richtung Heimat.