Schwaebischer-Albverein Ortsgruppe Gemmrigheim
  

Rückblicke 1017                                                                                                        Gerda Pfeiffer

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                      Zur  Orchideenblüte in der Schweiz und auf der Landesgartenschau

Aus vielen Fenstern grüßen heutzutage die herrlichen Blütenzweige der Zimmerorchideen aus südlichen Ländern, doch wer weiß schon, dass man  auch bei uns zahlreiche wildwachsende Orchideen finden kann? Um diesem „Notstand“ abzuhelfen, lud der Schwäbische Albverein Gemmrigheim zu einer Fahrt in das Schweizer Naturschutzgebiet Tannenbüel ein.  Auf der Gemarkung Barken direkt im Grenzgebiet Schweiz/Deutschland hat die Natur in vielen Jahren ein Kleinod geschaffen, das vom schweizerischen Forstamt gehegt und gepflegt wird.

Einheimische Orchideen wie Knabenkraut, Waldvögelein, Ragwurz und noch mehr in ihrer ganzen Artenvielfalt erfreuten die staunenden Besucher. Insgesamt wachsen hier weit über 20 verschiedene Orchideen. Das Wetter war wohl schuld daran, dass manche Blüten schon verwelkt waren, aber kleine Hinweisschilder zeigten an, vor welcher Blume, Staude oder welchem Baum man stand. Immerhin konnte  der Star unter den seltenen Pflanzen, der wunderschöne Frauenschuh, noch in voller Pracht bewundert werden. Förster Urs, der den Naturpark beaufsichtigt –  trotz aller Verbote gibt es immer wieder „Liebhaber“, denen im Garten gerade diese Blumen fehlen - machte gerade seine Runde und gab bereitwillig Auskunft über sein kleines Reich. So erfuhr man unter anderem, dass der Frauenschuh erst nach etwa zehn bis zwölf Jahren zur Blüte kommt.

Entgegen einiger Neinstimmen wurde nach der Besichtigung ein Zwischenstopp in einer Schinkenräucherei eingelegt. Aus den vollen Einkaufstüten stieg ein so intensiver Geruch nach Geräuchertem, dass kurzerhand ein scharfes Messer gezückt wurde, um eine kleine Kostprobe zu verteilen.

Bei der Weiterfahrt nach Villingen-Schwenningen, wo der Besuch der Landesgartenschau geplant war, fing es leicht an zu regnen. Man tröstete sich damit, dass man ja noch ein gutes Stück zu fahren hatte, bis dahin hatte der Regen sicher wieder aufgehört. Von wegen – der Himmel hatte kein Einsehen, der Schirm blieb den ganzen Nachmittag über aufgespannt, sofern ihn nicht eine Windböe umdrehte. Es spricht jedoch für die Ausflügler, dass sie sich die gute Laune nicht verderben ließen. Man konnte sich ja in eine der überfüllten „Wärmestuben“ drängen, und da war alles, was heiß war, der Renner. Wieder aufgewärmt bewunderte man die tollen Blumen-Arrangements, blieb vor der riesigen Uhr stehen und wartete auf den Kuckucksruf, wunderte sich über das kleine Rinnsal, das einmal - groß geworden - als Neckar durchs Ländle fließt. Phantasievolle Schaugärten weckten den Wunsch nach Umgestaltung des heimischen Gartens,  bei den Spielplätzen und der Garteneisenbahn wäre man gerne noch einmal Kind gewesen, nachdenklich verließ man den Pavillon, in dem in eindrücklichen Aufnahmen die Zerstörung unserer Umwelt gezeigt wird.

Ein kleiner Kunsthandwerkermarkt, Informationen über Holzgewinnung und -verarbeitung, ein Andachtsraum, ein Buchladen mit großem Angebot, immer wieder Blumen und noch vieles mehr – es war für alle Besucher ein richtiges Erlebnisland. Und weil`s so schön war, haben sich einige vorgenommen, bei gutem Wetter noch einmal hier her zu fahren.

Und so war man auch mit dem Regen ausgesöhnt, als die Heimfahrt angetreten wurde und ein herzliches Dankeschön an Werner Häring ging, der die Idee zu der Ausfahrt hatte und die Organisation übernahm.

   

                                                 
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