Wer
war Helene?

Um
dieses und anderes zu erfahren, wanderte die
Freizeitgruppe des Schwäbischen Albvereins in
der Gegend um Freudental. Begonnen haben die 32
Wanderer beim Sportgelände Birkenwald.
Entlang des
Waldes, vorbei an Wiesen und Baumgrundstücken
erreichten die Teilnehmer das Stutendenkmal. Das
Denkmal ist der Lieblingsstute Helene von
Herzog Friedrich Eugen gewidmet. Die
Schimmelstute wurde 1785 geboren und starb am 20.Mai
1812.
Als nächstes Ziel wurde der am Waldrand
gelegene jüdische Friedhof erreicht. Dort sind
ehemalige jüdische Bürger aus Freudental
beerdigt. Die ersten Gräber wurden 1811 belegt.
Die letzte Bestattung war 1970. Anders als im
christlichen Glauben, sind die Gräber nicht
nach Osten ausgerichtet, sondern zeigen nach
Israel.
Weiter
ging es am Wolfsberg vorbei, immer am Waldessaum
entlang, zur Berghütte auf der Gemarkung Löchgau.
Diese Hütte diente ehemals den Wengertschützen
als Unterstand. Nach einer kurzen Pause, bei der
sich der Wanderführer als Spender von Getränken
und Keksen auszeichnete, wanderte die Gruppe
durch die Weinberge zurück nach Freudental.
Nach der Besichtigung der evangelischen Kirche
erläuterte der Pfarrer noch einige
Besonderheiten dieses Gotteshauses. Ferner
erfuhren sie, dass die Orgel vermutlich die
einzig erhaltene württembergische Hoforgel ist.
Bei der jüdischen Synagoge konnten die Wanderer
mehr über das Leben jüdischer Bürger in
Freudental erfahren. Durch den Ort hindurch führte
der Weg bergan dann wieder zum Ausgangspunkt.
In Gemmrigheim angekommen ließen die
Freizeitler den schönen Wandernachmittag im
heimischen Gasthaus ausklingen.