Schwaebischer-Albverein Ortsgruppe Gemmrigheim
  

Rückblicke 1009                                                                                     Martin Dietrich/Gerhard Scholl

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                                BESINNLICHE WANDERUNG auf PILGERWEGEN

 

Albverein auf dem Jakobsweg von Rothenburg o.d.T. nach Schrozberg unterwegs.

 

Gemmrigheim. - Bereits seit letztem Jahr hat die Ortsgruppe Gemmrigheim des Schwäbischen Albvereins, Teilstrecken von einem der deutschen Jakobswege in ihr Wanderprogramm aufgenommen.

Dieses Mal standen die 19 km vom bayrisch-fränkischen Rothenburg ob der Tauber ins württembergische Schrozberg auf dem Programm. 

 

Gerhard Scholl, selbst überzeugter und mehrfacher Pilger, hatte alles bestens organisiert. Groß war das lnteresse, der Bus war mit 50 Pilgern voll besetzt und trotz einiger Absagen konnte die Warteschlange nicht voll bedient werden. Erfreulicherweise konnten auch einige neue Gast-Pilger begrüßt werden.                                                         

Mit dem Bus in Rothenburg angekommen, wurden die Wanderer in der St.Jakobskirche von Pfarrer Dersch persönlich begrüßt und in einen zufällig stattfindenden Taufgottesdienst integriert. Die Stadtkirche St.Jakob wurde zwischen 1311und 1484 erbaut. In ihr befindet sich das berühmte Heiligblut-Retabel des Bildschnitzers Tilman Riemenschneider. Mit dem Pilgersegen, dem Pilgerstempel und einer anschließenden Kirchenführung wurden die Teilnehmer auf ihren Pilgerweg vorbereitet. Pilger gehören hier zu den Gottesdiensten. 

 

Nach so viel geistiger Kraft ging es dann erwartungsvoll auf die Strecke. Zur Hohenloher Ebene hinauf konnte das Taubertal, sowie die Stadtsilhouette noch längere Zeit bewundert werden. Weiter durch Wald und Feld wurde der Weiler Schöngras erreicht, wo bei ungemütlich kaltem Wetter die Vesperpause stattfand. Nach dieser ersten gemeinsamen Etappe wurden zwei Gruppen gebildet. Während die Einen den gemütlichen Bus nach Schrozberg vorzogen, pilgerten die Anderen auf dem Jakobsweg dort hin. Die Busreisenden wurden dort im Gästehaus Schrozberg von Frau Weigel mit Kaffee und Kuchen herzlich empfangen. Der Vertrauensmann der dortigen Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins nahm sich Zeit, die Gäste in einer Stadtführung über die Vor- und Nachteile einer Kommune im ländlichen Raum zu informieren. Große Gegensätze zu den Industriezentren. Nachdem sich nun auch die Wandergruppe zu den anderen gesellt hatte, und mit Kaffee und Kuchen versorgt war, bestieg man gemeinsam den Bus. Dieser brachte die Pilger zum Abschluss in einen urigen Landgasthof nach Sigisweiler.

Dort bedankte sich Vorstand Gerhard Reisinger, heute als zweiter Mann, beim Organisator wie auch bei den Beteiligten für den wieder voll gelungenen Wandertag. Nach einem gemeinsamen Abschiedslied brachte der Bus alle Beteiligten wohlbehalten und etwas müde nach Hause.

Gerhard Scholl engagiert sich mit neuen Ideen im Albverein und kümmert sich auch besonders um die Freizeitgruppe.

Über den Jakobsweg, den enthaupteten Apostel Jakobus, sowie über die Legende seines Leichnams wäre noch viel zu berichten. Seit etwa 20 Jahren ist das Pilgern wieder im Trend. Alle Jakobswege führen letztendlich ins nordspanische Santiago de Compostela. Die Pilgertradition ist bei allen Altersgruppen und auch international sehr beliebt. Rothenburg war für den süddeutschen Raum ein Sammelpunkt der Pilger. Die Jakobsmuschel ist Sinnbild für alle Jakobspilger- und Jakobs- gemeinschaften. Sie wird auch als Wegzeichen auf den Pilgerwegen verwendet. In einem Zitat vom

Pfarrer war zu hören: Pilgern ist Beten mit den Füßen.

 

                                                       

 

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