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Donau – vom Ursprung bis ins Delta
Gemmrigheim.
Beim Dia-Abend des Schwäbischen Albvereins nahm kürzlich
Ehrenmitglied Richard Link die Besucher auf eine
Donau-Reise mit. Den Anfang bilden die Quellbäche
Brigach und Breg, die sich bei Donaueschingen zur
eigentlichen Donau vereinen. Schöne Bilder
zeigten Beispiele
wie die junge Donau heranwächst, sich durch die
Landschaft windet und welche Sehenswürdigkeiten
ihre Ufer säumen. Die eigentliche Reise begann in
der Drei-Flüsse-Stadt Passau, am Zusammenfluss
von Donau, Inn und Ilz. Bevor es auf das Schiff
ging, war zu Fotoaufnahmen natürlich ein Gang
durch die Stadt und zu ihrem Wahrzeichen, dem Dom
St. Stephan mit der größten Kirchenorgel der
Welt, Pflicht. Dann hieß es Leinen los und
Deutschland ade. Abwechslungsreich gestaltet sich
die Donaufahrt durch Österreich, unter anderem
durch die berühmte Wachau. Links und rechts des
Flusses grüßen zahlreiche Burgen, Schlösser, Klöster
und Ortschaften, wie Maria Taferl, Melk, Krems
oder Dürnstein mit seinem bekannten blauen
Kirchturm, um nur ein paar zu nennen.
Eine
Stadtrundfahrt durch Wien bot Gelegenheiten neben
Aufnahmen von Fiakergespannen und historischen
Bauwerken auch moderne, wie den weithin sichtbaren
Donauturm im Donaupark im Bild festzuhalten. In
ihrem weiteren Verlauf passiert die Donau
Tschechien, Ungarn, Jugoslawien, Rumänien und ein
kleines Stück Moldavien, fungiert des Öfteren
aber auch als Grenzfluß. An den Ufern befinden
sich menschenleere hochwassergefährdete
Auen, Oasen für Pflanzen und Tiere, kleine
Ortschaften bis hin zu Großstädten, wie zum
Beispiel die
Universitätsstadt Bratislava – das frühere
Preßburg - am Fuße der kleinen Karpaten oder
Belgrad im Mündungswinkel zwischen Save und
Donau. Nicht nur vom Schiff aus, auch bei Landgängen
wurde Interessantes entdeckt und von der Kamera
festgehalten. Besonders imposant erscheint die
Kulisse des ungarischen Parlamentsgebäudes in
Budapest. Dort wurde am Abend des Aufenthaltes auf
Grund des ungarischen Nationalfeiertages ein
Feuerwerk mit Stadtbeleuchtung entzündet, was dem
Fotografen brillante Dia-Bilder mit wunderschönen
Motiven bescherte. Natürlich gilt es auch
Schleusen zu passieren. Besonders sehens- und erwähnenswert
ist der Gigant unter ihnen mit Kammern von
gewaltigen Ausmaßen, die zwei Flussschiffriesen
auf einmal fassen. Einen weiteren Höhepunkt
zeigen Bilder von der Fahrt durch das Eiserne Tor
auf rumänischen Grund bei Orschowa. Die
Wassermassen des zuvor über zwei Kilometer
breiten Donaustromes zwängen sich dort in einer
Breite von etwa 100 Metern und mit einer Tiefe von
etwa 90 Metern zwischen den steil aufragenden
Felswänden der Karpaten und dem Balkangebirge
hindurch. Ab ihrem Ursprung bis zum Delta bei
Tulcea bringt die Donau 2850 km hinter sich, um
dann schließlich ins Schwarze Meer zu münden.
Hier endet auch die Schiffbarkeit für das große
Kreuzfahrtschiff. Der Umstieg auf ein kleines
Schiff ermöglichte eine Fahrt ins Delta, einem
Naturparadies, von dem schöne Fotoaufnahmen
zeugen. Die Rückreise nach Passau erfolgte
ebenfalls auf der Wasserstraße und zeigte neue
Perspektiven auf.
Auch Bilder vom Schiff und seiner
Besatzung, die der Akteur lobend erwähnte,
hinterließen bei den Besuchern gute Eindrücke
von der Donauschiffsreise.
Großer
Applaus und herzlicher Dank ging an den Foto- und
Reiseexperten Richard Link, der in diesem Jahr
seinen 26. Dia – bzw. Filmabend für den Schwäbischen
Albverein präsentierte.