Schwaebischer-Albverein Ortsgruppe Gemmrigheim
  

Rückblicke 1008                                                                                                     Erika Reisinger

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Donau – vom Ursprung bis ins Delta

Gemmrigheim. Beim Dia-Abend des Schwäbischen Albvereins nahm kürzlich Ehrenmitglied Richard Link die Besucher auf eine Donau-Reise mit. Den Anfang bilden die Quellbäche Brigach und Breg, die sich bei Donaueschingen zur eigentlichen Donau vereinen. Schöne Bilder zeigten  Beispiele wie die junge Donau heranwächst, sich durch die Landschaft windet und welche Sehenswürdigkeiten ihre Ufer säumen. Die eigentliche Reise begann in der Drei-Flüsse-Stadt Passau, am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz. Bevor es auf das Schiff ging, war zu Fotoaufnahmen natürlich ein Gang durch die Stadt und zu ihrem Wahrzeichen, dem Dom St. Stephan mit der größten Kirchenorgel der Welt, Pflicht. Dann hieß es Leinen los und Deutschland ade. Abwechslungsreich gestaltet sich die Donaufahrt durch Österreich, unter anderem durch die berühmte Wachau. Links und rechts des Flusses grüßen zahlreiche Burgen, Schlösser, Klöster und Ortschaften, wie Maria Taferl, Melk, Krems oder Dürnstein mit seinem bekannten blauen Kirchturm, um nur ein paar zu nennen. 

Eine Stadtrundfahrt durch Wien bot Gelegenheiten neben Aufnahmen von Fiakergespannen und historischen Bauwerken auch moderne, wie den weithin sichtbaren Donauturm im Donaupark im Bild festzuhalten. In ihrem weiteren Verlauf passiert die Donau Tschechien, Ungarn, Jugoslawien, Rumänien und ein kleines Stück Moldavien, fungiert des Öfteren aber auch als Grenzfluß. An den Ufern befinden sich menschenleere hochwassergefährdete  Auen, Oasen für Pflanzen und Tiere, kleine Ortschaften bis hin zu Großstädten, wie zum Beispiel die  Universitätsstadt Bratislava – das frühere Preßburg - am Fuße der kleinen Karpaten oder Belgrad im Mündungswinkel zwischen Save und Donau. Nicht nur vom Schiff aus, auch bei Landgängen wurde Interessantes entdeckt und von der Kamera festgehalten. Besonders imposant erscheint die Kulisse des ungarischen Parlamentsgebäudes in Budapest. Dort wurde am Abend des Aufenthaltes auf Grund des ungarischen Nationalfeiertages ein Feuerwerk mit Stadtbeleuchtung entzündet, was dem Fotografen brillante Dia-Bilder mit wunderschönen Motiven bescherte. Natürlich gilt es auch Schleusen zu passieren. Besonders sehens- und erwähnenswert ist der Gigant unter ihnen mit Kammern von gewaltigen Ausmaßen, die zwei Flussschiffriesen auf einmal fassen. Einen weiteren Höhepunkt zeigen Bilder von der Fahrt durch das Eiserne Tor auf rumänischen Grund bei Orschowa. Die Wassermassen des zuvor über zwei Kilometer breiten Donaustromes zwängen sich dort in einer Breite von etwa 100 Metern und mit einer Tiefe von etwa 90 Metern zwischen den steil  aufragenden Felswänden der Karpaten und dem Balkangebirge hindurch. Ab ihrem Ursprung bis zum Delta bei Tulcea bringt die Donau 2850 km hinter sich, um dann schließlich ins Schwarze Meer zu münden. Hier endet auch die Schiffbarkeit für das große Kreuzfahrtschiff. Der Umstieg auf ein kleines Schiff ermöglichte eine Fahrt ins Delta, einem Naturparadies, von dem schöne Fotoaufnahmen zeugen. Die Rückreise nach Passau erfolgte ebenfalls auf der Wasserstraße und zeigte neue Perspektiven auf.  Auch Bilder vom Schiff und seiner Besatzung, die der Akteur lobend erwähnte, hinterließen bei den Besuchern gute Eindrücke von der Donauschiffsreise. 

Großer Applaus und herzlicher Dank ging an den Foto- und Reiseexperten Richard Link, der in diesem Jahr seinen 26. Dia – bzw. Filmabend für den Schwäbischen Albverein präsentierte.

 

                    

                                                       

 

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