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Mit dem Schwäbischen Albverein unterwegs
Seit
25 Jahren machen Mitglieder und Freunde der Ortsgruppe
Gemmrigheim wenigstens einmal im Jahr eine Wanderung
auf der Schwäbischen Alb und trotzdem ist man immer
wieder überrascht, wie viel Neues man dort noch
entdecken kann.
Die
Wanderführer Gerda Pfeiffer, Walter Pfeiffer und
Werner Häring luden vor kurzem ein zu einer Ausfahrt
in die Region der zehn Tausender und freuten sich über
das große Interesse. Ein vollbesetzter Bus startete
am frühen Morgen in Richtung Rottweil. Unterwegs
konnten sich die Teilnehmer entscheiden, ob sie bei
der anstrengenden Tour auf den höchsten Berg der Alb,
den Lemberg mit 1015 Metern Höhe, dabei sein wollten
oder ob der Vormittag gemütlicher werden sollte.
In
Schömberg stieg die „Vormittagsgruppe“ aus und
machte sich unter Führung von Gerda Pfeiffer auf den
Weg rund um den kleinen Schlichemstausee, während der
Bus die anderen Teilnehmer nach Wehingen zum
Ausgangspunkt ihrer Wanderung brachte. Um
sicher zu sein, dass später keines der neun Kinder
fehlte, wurde zunächst noch ein Gruppenfoto gemacht. Nach
kurzer Wegstrecke war die erste Etappe der
Rundwanderung erreicht, ein Minidorf. Beim Schlendern
durch die „Dorfgassen“ bewunderte man die
liebevoll gestalteten
Fachwerkhäuser, Nachbildungen von mehr oder
weniger bekannten Gebäuden.

Aber
was die
Kinder wohl noch mehr begeisterte, waren die kleine
Sesselbahn und die elektrische Pferde-„Rennbahn“,
Außerdem konnte man sogar eine Runde auf einem Motorrädle
drehen oder Ziegen füttern. Es dauerte einige Zeit,
bis alle gekauften Chips eingelöst waren und beim
mehrmaligen Durchzählen vor dem Abmarsch klar war,
dass niemand fehlte. Die
nächste Attraktion ließ nicht lange auf sich warten
– in einem kleinen Stadion wurde ein Wettbewerb im
Eisstockschießen ausgetragen. Inzwischen
war Busfahrer Uwe nach Schömberg zurückgekehrt, und
der zweite Teil des Vormittagprogramms
begann. Im Zementwerk Dotternhausen gab es gleich zwei
Erlebnisbereiche. Zum einen lud das Fossilienmuseum
zum Besuch ein, zum anderen konnte der
„Klopfplatz“ nach Versteinerungen durchsucht
werden. Mit
Hämmerchen und Meißel war man dort zu Gange und die
Zeit ging viel zu schnell vorbei. Der Busfahrer
wunderte sich, wie viele Schieferplatten
anschließend in den Kofferraum gepackt wurden.

Mittagszeit
– auf schmalem Fahrweg gelangte der Bus zur Schörzinger
Hütte. Dort fand sich auch die andere Gruppe ein und
wurde mit lautem Hallo begrüßt. Mit viel Lob wurde
der kleine Roman bedacht, der sich die große
Wanderung zugetraut hatte. Beim Vesper wurden dann die
Erlebnisse ausgetauscht und wie es so üblich ist, war
es bei jeder Gruppe am schönsten.
Zum
ersten Mal hatten die Wanderführer bei der
Vorwanderung GPS-Geräte eingesetzt und so gab
es keine Irritationen, welcher Weg zum Ziel führte.Die
Wanderung auf den Lemberg war durch den insgesamt über
300 Meter Höhenunterschied einigermaßen anstrengend,
wer aber dort auf den schwankenden Stahlgitterturm
stieg, hatte eine herrliche Aussicht weit über das
Land bis hinüber zum Feldberg im Schwarzwald. Auch
wem die Turmbesteigung nicht ganz geheuer war, konnte
im Verlauf der Route immer wieder erleben, wie schön
die Schwäbische Alb ist. An
der Hangkante entlang wanderte man zum Hochberg (1009
Meter), um dann über die ehemalige Burg Oberhohenberg
(1011 Meter) hinunter zur Schörzinger Hütte zu
gelangen.

Dort
war die Ruhepause bald vorbei, der „Hausrat“ wurde
wieder eingepackt und der Bus fuhr in kurzer Zeit zum
Ausgangspunkt der letzten Wanderung, die alle
gemeinsam unternahmen. Durch lichtes Unterholz und
hohe Wälder, vorbei an Wiesen, wo Herbstzeitlose und
Silberdisteln dem strahlenden Sommertag zu trotz den
nahen Herbst verkündigten, führte der Weg über den
Segelflugplatz Klippeneck zum Dreifaltigskeitsberg,
dem bekannten Wallfahrtsort
in der Region. Immer
wieder verhielt man die Schritte, um den Blick ins
Weite zu genießen.

Und
dann war man am Endpunkt der Wanderung angelangt, noch
ein kurzer Anstieg und die Klosteranlage des
Clarentiner-Ordens war erreicht. Von hier oben hatte
man einen wunderschönen Rundblick. Nach einer kleinen
Kaffeepause war man wieder gestärkt für einen kurzen
Aufenthalt in der Wallfahrtskirche, zum Stöbern im
Klosterladen und vor allem für den Besuch der
Krippenausstellung. Ein Fabrikant aus dem Umkreis
hatte auf Auslandsreisen immer wieder Krippen gekauft
und so den Grundstock für die Ausstellung gelegt. So
lassen sich Werke aus Italien, Peru, Spanien, Neapel,
Amerika und natürlich auch aus deutschem Raum in den
Vitrinen bewundern, von winzig kleinen Kunstwerken bis
hin zu einer lebensgroßen Heiligen Familie. Leider
war dann die Zeit hierfür doch ein bisschen knapp
bemessen, denn die kunstvollen Exponate hätte man
gerne länger betrachtet.
Im
Abendsonnenschein grüßte die Burg Hohenzollern von
ihrer stolzen Höhe herab, als die Heimreise
unterbrochen wurde, damit sich alle in einem Lokal zu
Füßen des Berges noch einmal richtig stärken
konnten. Mit herzlichem Dank für den erlebnisreichen
Tag wurden die Wanderführer verabschiedet. Ein
Dankeschön galt auch Busfahrer Uwe, als man am späten
Abend in
Gemmrigheim wieder eintraf.
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