Schwaebischer-Albverein Ortsgruppe Gemmrigheim
  

Rückblicke 0926                                                                                                  Gerda Pfeiffer        


Mit dem Schwäbischen Albverein unterwegs

 

Seit 25 Jahren machen Mitglieder und Freunde der Ortsgruppe Gemmrigheim wenigstens einmal im Jahr eine Wanderung auf der Schwäbischen Alb und trotzdem ist man immer wieder überrascht, wie viel Neues man dort noch entdecken kann.

Die Wanderführer Gerda Pfeiffer, Walter Pfeiffer und Werner Häring luden vor kurzem ein zu einer Ausfahrt in die Region der zehn Tausender und freuten sich über das große Interesse. Ein vollbesetzter Bus startete am frühen Morgen in Richtung Rottweil. Unterwegs konnten sich die Teilnehmer entscheiden, ob sie bei der anstrengenden Tour auf den höchsten Berg der Alb, den Lemberg mit 1015 Metern Höhe, dabei sein wollten oder ob der Vormittag gemütlicher werden sollte.

In Schömberg stieg die „Vormittagsgruppe“ aus und machte sich unter Führung von Gerda Pfeiffer auf den Weg rund um den kleinen Schlichemstausee, während der Bus die anderen Teilnehmer nach Wehingen zum Ausgangspunkt ihrer Wanderung brachte. Um sicher zu sein, dass später keines der neun Kinder fehlte, wurde zunächst noch ein Gruppenfoto gemacht. Nach kurzer Wegstrecke war die erste Etappe der Rundwanderung erreicht, ein Minidorf. Beim Schlendern durch die „Dorfgassen“ bewunderte man die liebevoll gestalteten  Fachwerkhäuser, Nachbildungen von mehr oder weniger bekannten Gebäuden.

 

Aber was  die Kinder wohl noch mehr begeisterte, waren die kleine Sesselbahn und die elektrische Pferde-„Rennbahn“, Außerdem konnte man sogar eine Runde auf einem Motorrädle drehen oder Ziegen füttern. Es dauerte einige Zeit, bis alle gekauften Chips eingelöst waren und beim mehrmaligen Durchzählen vor dem Abmarsch klar war, dass niemand fehlte. Die nächste Attraktion ließ nicht lange auf sich warten – in einem kleinen Stadion wurde ein Wettbewerb im Eisstockschießen ausgetragen. Inzwischen war Busfahrer Uwe nach Schömberg zurückgekehrt, und der zweite Teil des Vormittagprogramms begann. Im Zementwerk Dotternhausen gab es gleich zwei Erlebnisbereiche. Zum einen lud das Fossilienmuseum zum Besuch ein, zum anderen konnte der „Klopfplatz“ nach Versteinerungen durchsucht werden. Mit Hämmerchen und Meißel war man dort zu Gange und die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Der Busfahrer wunderte sich, wie viele Schieferplatten  anschließend in den Kofferraum gepackt wurden.

 

Mittagszeit – auf schmalem Fahrweg gelangte der Bus zur Schörzinger Hütte. Dort fand sich auch die andere Gruppe ein und wurde mit lautem Hallo begrüßt. Mit viel Lob wurde der kleine Roman bedacht, der sich die große Wanderung zugetraut hatte. Beim Vesper wurden dann die Erlebnisse ausgetauscht und wie es so üblich ist, war es bei jeder Gruppe am schönsten.

Zum ersten Mal hatten die Wanderführer bei der Vorwanderung GPS-Geräte eingesetzt und so gab es keine Irritationen, welcher Weg zum Ziel führte.Die Wanderung auf den Lemberg war durch den insgesamt über 300 Meter Höhenunterschied einigermaßen anstrengend, wer aber dort auf den schwankenden Stahlgitterturm stieg, hatte eine herrliche Aussicht weit über das Land bis hinüber zum Feldberg im Schwarzwald.
Auch wem die Turmbesteigung nicht ganz geheuer war, konnte im Verlauf der Route immer wieder erleben, wie schön die Schwäbische Alb ist. An der Hangkante entlang wanderte man zum Hochberg (1009 Meter), um dann über die ehemalige Burg Oberhohenberg (1011 Meter) hinunter zur Schörzinger Hütte zu gelangen. 
 
 

Dort war die Ruhepause bald vorbei, der „Hausrat“ wurde wieder eingepackt und der Bus fuhr in kurzer Zeit zum Ausgangspunkt der letzten Wanderung, die alle gemeinsam unternahmen. Durch lichtes Unterholz und hohe Wälder, vorbei an Wiesen, wo Herbstzeitlose und Silberdisteln dem strahlenden Sommertag zu trotz den nahen Herbst verkündigten, führte der Weg über den Segelflugplatz Klippeneck zum Dreifaltigskeitsberg, dem bekannten Wallfahrtsort  in der Region.
Immer wieder verhielt man die Schritte, um den Blick ins Weite zu genießen.  



Und dann war man am Endpunkt der Wanderung angelangt, noch ein kurzer Anstieg und die Klosteranlage des Clarentiner-Ordens war erreicht. Von hier oben hatte man einen wunderschönen Rundblick. Nach einer kleinen Kaffeepause war man wieder gestärkt für einen kurzen Aufenthalt in der Wallfahrtskirche, zum Stöbern im Klosterladen und vor allem für den Besuch der Krippenausstellung. Ein Fabrikant aus dem Umkreis hatte auf Auslandsreisen immer wieder Krippen gekauft und so den Grundstock für die Ausstellung gelegt. So lassen sich Werke aus Italien, Peru, Spanien, Neapel, Amerika und natürlich auch aus deutschem Raum in den Vitrinen bewundern, von winzig kleinen Kunstwerken bis hin zu einer lebensgroßen Heiligen Familie. Leider war dann die Zeit hierfür doch ein bisschen knapp bemessen, denn die kunstvollen Exponate hätte man gerne länger betrachtet.

Im Abendsonnenschein grüßte die Burg Hohenzollern von ihrer stolzen Höhe herab, als die Heimreise unterbrochen wurde, damit sich alle in einem Lokal zu Füßen des Berges noch einmal richtig stärken konnten. Mit herzlichem Dank für den erlebnisreichen Tag wurden die Wanderführer verabschiedet. Ein Dankeschön galt auch Busfahrer Uwe, als man am späten Abend  in Gemmrigheim wieder eintraf.


 

                                                       

 

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